Seit beinahe 60 Jahren fasziniert die
Corvette Autofans rund um den Globus. Das hier gezeigte Exemplar gehört zur ersten, zwischen 1953 und 1962 gefertigten Generation, hat mit dem offenen Zweisitzer von damals aber nahezu nichts mehr gemein. Verantwortlich für das Gesamtkunstwerk ...
... isind die Experten von Pogea Racing, die diese Corvette innerhalb eines Jahres auf die Räder gestellt haben. Trotz ihrer recht kompakten Abmessungen ist die
Corvette von 1959, auf der das Projekt basiert, schon im Serienzustand eine auffällige Erscheinung im deutschen Straßenverkehr. Vor allem ...
... das um 37 Zentimeter auf satte 2,09 Meter verbreiterte Heck des Sportlers macht Eindruck.
Warum der Widebody-Eingriff nötig war? Wie sonst sollten die jetzt montierten dreiteiligen Leichtmetallräder in immensen 12 x 19 Zoll mit ihren 305er-Reifen Platz finden? Die Megawalzen sind definitiv nötig, um die Power unter dem Blech – Pardon – Fiberglas einigermaßen vertretbar auf den Asphalt zu bringen.
Pogea schickt den ab Werk verbauten V8 in Rente und implantiert stattdessen in mühevoller Arbeit den seit 2008 in der aktuellen Corvette C6 verbauten LS3-Achtzylinder mit 6,2 Liter Hubraum. Nach diversen Eingriffen leistet das Aggregat 485 PS.
Allzu groß gewachsen darf man als Besitzer eine Corvette von 1959 nicht sein. Die 1,86 Meter des Autors falten sich gerade so hinter das Vallelunga-Lenkrad an der neuen Lenksäule, ...
... dabei fällt der Blick auf die neuen Instrumente mit km/h-Bogentacho und dem mittig platzierten Drehzahlmesser.
Knöpfe: klassisch, bis ins Detail.
Technisch sind die modernen LED-Leuchten mit denen des Ferrari 458 Italia verwandt.
Unter dem Fiberglas steckt deshalb ein eigens für das Projekt von Pogea Racing und Hot-Rod-Designguru Chip Foose entwickelter Rohrrahmen, der Verwindungen jedweder Art komplett vermeiden soll.
In Fahrt: Der Aluminiummotor brüllt seine ungezügelte Power über Edelbrock-Abgaskrümmer mit 45 Millimeter Rohrdurchmesser und eine 76 Millimeter dicke Edelstahlanlage nur leicht gefiltert heraus, saugt dabei dank High-Flow-Pumpe seinen Lebenssaft in gierigen Zügen aus dem Tank.
Schon auf den ersten Metern zeigt sich die liebevolle und auch im Detail perfekte Umsetzung des Pogea-Projekts: Das Gewindefahrwerk macht Kurven zu Geraden, die aus der aktuellen Corvette entnommene Bremsanlage jeden Verzögerungsvorgang zum Vergnügen.
225.000 Euro kostet das einzigartige Gefährt. "Sonderwünsche des Besitzers haben den Preis in irrwitzige Höhen getrieben", erklärt Eduard Pogea. "Ein etwas weniger spektakulärer Umbau würde – bei ähnlicher Performance – mit einem Gesamtpreis von 80- bis 100.000 Euro zu Buche schlagen."
Die Neuinterpretation des Klassikers fasziniert, von den kurzen vorderen Chromstoßstangen bis zu den Auspuffenden, vom Hauptlack in Rosso bis zu den weißen Seitenteilen in Bianco, beides dem Ferrari-Farbsortiment entliehen.
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