AUTO BILD will es wissen: Zwei Rennmaschinen sollen die ewige Stammtischfrage klären, ob das Auto oder das Motorrad auf der Rennstrecke die Nase vorn hat. Vor dem alten Fahrerlager ...
... am Nürburgring warten der neue Porsche GT2 und die Honda CBR 1000 RR auf ihren Einsatz auf der Nordschleife.
Diese beiden Altmeister sollen die Maschinen zähmen: Helmut Dähne (links) hält mit 7:49,72 Minuten seit 1993 den Rekord für Zweiräder auf der Nordschleife, Walter Röhrl hat den GT2 für Porsche in der "grünen Hölle" abgestimmt.
Superbike: Die bärenstarke CBR ist auch für routinierte Piloten nicht leicht zu beherrschen. Helmut Dähne sagt: "Die RC30 war 1993 leichter zu fahren". Damit hat er den Rekord aufgestellt.
Kraftpaket: der Honda-Vierzylinder holt aus einem Liter Hubraum 172 PS und 115 Nm Drehmoment. Die Leistungsspitze ...
... liegt bei 11.250 Touren knapp vor dem roten Bereich an.
Volles Rohr: Das Honda-Superbike schafft maximal 287 km/h.
Nachteil Zweirad: Wegen der dünnen Reifen erreicht die Honda geringere Kurvengeschwindigkeiten als ...
... der Porsche GT2, dessen fette Walzen eine rund 20 mal größere Aufstandsfläche bieten. Hinter den 19-Zöllern sorgt zudem eine bissige Keramikbremse für überlegene Verzögerung.
Supersportler: "Der GT2 entwickelt seine große Leistung schon bei deutlich geringerer Drehzahl als der GT3", sagt Walter Röhrl. Geheimnis der brachialen Kraftentfaltung ...
... ist der 3,6 Liter große Sechszylinder-Boxer im Heck. Die Maschine leistet 530 PS und schiebt den Porsche in sagenhaften 33 Sekunden von 0 auf Tempo 300.
Bloß nicht nach der Umweltbilanz fragen: Der Porsche entlässt aus seinen Endrohren 298 Gramm CO2 pro Kilometer in die Umgebung.
Im Vergleich zum Zweirad fast eine Dieselcharakteristik: Schon bei 6500 Umdrehungen spuckt der Boxermotor seine Höchstleistung aus.
Der ultimative Zweikampf: Motorad und Auto im Kampf um die ...
... Sekunden auf der berüchtigten Berg-undTal-Bahn in der Eifel.
Das Bild täuscht: Für das Motorrad sieht es gegen das Auto auf dem Rundkurs ganz schlecht aus. Nur zu Beginn ...
... gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, dann ...
... zieht der Porsche GT2 der Honda CBR mühelos davon. Das zeigt sich auch in den Rundenzeiten: Für das Motorrad ...
... bleibt die Uhr bei 8:12,62 Minuten stehen, das Auto ist nach 7:32,18 Minuten im Ziel – ein ziemlich deutlicher Unterschied.
Fairer Verlierer: Im Karussell gratuliert Helmut Dähne seinem Gegner Walter Röhrl zum Sieg. Jetzt ist klar, dass bei gleichen Bedingungen und ...
... bei gleich starken Fahrern das Auto stets die Nase vorn hat.
Der Sieger: Mit 21 Jahren gab Walter Röhrl sein Debüt als Rallyefahrer in einem Fiat 850. 1980 und 1982 wird Röhrl Weltmeister mit Fiat und Opel, ab 1984 ist er Audi-Werksfahrer. Seit 1993 arbeitet Röhrl als Test- und Entwicklungsfahrer bei Porsche.
Helmut Dähne entdeckte früh seine Leidenschaft für den Motorradsport: Mit 21 fuhr er erste Geländerennen, 1976 gewann er das legendäre Rennen auf der Isle of Man. 1993 holt er den letzten seiner 15 deutschen Meistertitel. Er startete in 372 Rennen, von denen er 126 gewann.
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