Porsche 911 GT3 (2009)
Rennsport-Gene im Straßensportler: Der neue Porsche 911 GT3 vollendet die Baureihe. 435 PS stark und fast 117.000 Euro teuer ist der GT3. Ein Extrem in jeder Hinsicht.
Es gilt das übliche Zuffenhauser Grundprizip: Noch mehr Power, noch mehr Fahrdynamik, noch höherer Grundpreis. Auf dem Genfer Salon 2009 feiert der Straßensportler mit Rennambitionen Messepremiere, bevor er ab Mai einem sehr exklusiven Kundenkreis den täglichen Adrenalinkick geben wird.
Einzig der Grundpreis von 116.947 Euro dürfte dafür sorgen, dass der GT3 nicht allzu häufig die linke Autobahnspur dominiert. 435 PS kitzelt Porsche aus dem Sechszylinder-Sauger, ein Plus von 20 PS gegenüber dem Vorgängermodell.
Gerade bei mittleren Drehzahlen soll der Motor noch giftiger auf Gasbefehle reagieren. Das schlägt sich auch in den Fahrleistungen nieder: Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h absolviert der GT3 raketengleich in 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 312 km/h.
Optisch erkennt der Fachmann den neuen GT3 an Bi-Xenon-Hauptscheinwerfern, LED-Heckleuchten und veränderten Luftein- und -auslässen. Und natürlich am gewaltigen Heckspoiler.
Neue, leichtere Räder mit Zentralverschluss und UHP-Bereifung (Ultra High Performance) samt Reifendruckkontrollsystem runden das Highspeed-Paket ab.
Innen erkennt man den Porsche GT3 am Sportlenkrad, mehr Alu-Applikationen und natürlich an den Sportsitzen (Schalensitze).
Und hier die Rennversion: 2008 räumte der Porsche GT3 RSR so ziemlich alles ab, was es in der GT2-Klasse zu gewinnen gab. Für die neue Saison haben die Schwaben ihren Langstreckenrenner jetzt neu aufgerüstet.
Äußerlich fallen die Entlüftungsschlitze (so genannten Louvers) in der Fronthaube ins Auge. Dahinter steckt eine komplett neue Luftführung der Kühler, die den Einbau einer Klimaanlage ermöglicht - und damit die Arbeit im Cockpit erträglicher macht.
Der Hubraum des Sechszylinder-Boxers wurde von 3,8 auf vier Liter vergrößert. Für das Jahr 2009 mussten zwar die Luftmengenbegrenzer verkleinert werden, trotzdem kommt der 911er auf eine Leistung von 450 PS.
Im Heckbereich wurde die Aerodynamik verbessert: Der Heckflügel verfügt nun über einen erweiterten Verstellbereich.
Der Alte ist fast der Neue: Schon zur letzten Saison wurde der GT3 RSR prächtig herausgeputzt. Deutlichstes Erkennungszeichen des 2008er-RSR: Die ...
... aerodynamisch verbesserte Frontpartie mit Zusatzspoilern. Zudem wurde die Karosserie gewichtsoptimiert, die Luftführung mit neu gestalteten seitlichen Luftauslässen ...
... sollte für mehr Abtrieb bei gleichzeitig reduziertem Luftwiderstand sorgen. Die Fahrwerks-Kinematik wurde ebenfalls überarbeitet.
Der Heckbereich samt Heckflügel wurde vom Vorgängermodell übernommen. Auch der 3,8-Liter-Boxermotor blieb bis auf leichte Detailverbesserungen unverändert.
Das Sechszylinder-Triebwerk leistete 465 PS und entwickelte ein maximales Drehmoment von 430 Newtonmetern bei 7250 Umdrehungen. Neben dem GT3 Cup und dem GT3 Cup S ist war der GT3 RSR das dritte Rennfahrzeug auf Basis des Porsche 911, ...
... das von Porsche Motorsport angeboten wurde. 35 Fahrzeuge wurden produziert und an die Rennteams in aller Welt ausgeliefert werden.
Der Preis für den GT3 RSR betrug im letzten Jahr 349.800 Euro zuzüglich der länderspezifischen Mehrwertsteuer.
Der GT3 RSR geht in der Klasse "GT2" bei internationalen Langstreckenrennen an den Start und wurde unter anderem in der vergangenen Saison Gesamtsieger bei den 24 Stunden am Nürburgring.
Neu im Team der Renn-Elfer ist der GT3 Cup S, ebenfalls ein reiner Rundstreckensportler. Für heimische Garagen ist der Wagen nicht gedacht.
Alles für den Rundkurs: Unter dem mächtigen Heckflügel arbeitet ein 3,6-Liter-Boxer mit 440 PS und 430 Nm Drehmoment. Wie schnell der GT3 Cup S ...
... damit unterwegs ist, verrät Porsche nicht. Das niedrige Fahrzeuggewicht von 1170 Kilogramm lässt aber auf eine ordentlich Performance schließen.
Neue Gene: Im Gegensatz zum GT3 Cup basiert die Karosserie des Cup S nicht auf dem Straßenmodell GT3, sondern auf dem GT3 RS.
Großer Sport, großer Preis: Ab April 2008 wird der GT3 Cup S für 297.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer ausgeliefert.
Spartanisch: Statt Komfort- gibt es in der nackten Fahrgastzelle Sicherheitsfeatures wie einen Überrollkäfig und eine Feuerlöschanlage.
So gehört sich das auf der Rennstrecke: Die typischen ineinander verschachtelten Porsche-Instrumente sind einem großen Display gewichen. Auch den Rest der Bedienelemente sucht man in einem Straßen-Modell vergebens.
Dritter im Bunde der 911er mit Rennlizenz ist der GT3 Cup. Mit 420 PS überflügelt er seinen Vorgänger noch einmal um 20 PS, das Leistungsgewicht der 1150 Kilo leichten Karosse sank auf 2,7 Kilo pro PS.
Die Basis bildet die Straßenversion des GT3 mit dem 3,6-Liter-Boxermotor, die für den Renneinsatz unter anderem eine Lufthebeanlage, ...
... einen eingeschweißten Überrollkäfig sowie eine Feuerlöschanlage erhielt. Die 420 Newtonmeter Drehmoment bringt ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe mit Zugkraftunterbrechung auf die Rennpiste.
Es ermöglicht Hochschalten bei Vollgas ohne Kupplungsbetätigung. Der GT3 Cup kostet in der Basis-Version 128.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
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