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Porsche 911 GT3 RS auf Zeitenjagd

Porsche 911 GT3 RS
Was für ein Flügel – das Luftleitwerk des neuen GT3 RS sticht hervor. Und stellt die versammelte Sportwagen-Konkurrenz in den Schatten. Wir wollen mit dem scharfen Elfer einen Mercedes-AMG GT R zur Strecke bringen – mit 1:26,46 Minuten das bislang schnellste Auto auf der 3,8 Kilometer langen Handlingstrecke des Contidroms.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Porsche 911 GT3 RS
Gang rein, Drehzahl rauf, Auspuffklappen hoch – statt dem Grummeln im Leerlauf entweicht den bläulich geglühten Endrohren der Titan-Abgasanlage plötzlich ein atemberaubender Sound. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Porsche 911 GT3 RS
Der Über-Elfer soll und will den Rundenrekord holen. Und nebenbei belegen, warum er als der rassigste Sportwagen derzeit gilt. Sicher, es gibt stärkere Boliden als den inzwischen 520 PS aufbietenden GT3 RS.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Porsche 911 GT3 RS
Wie der GT3 RS da gegenhalten will? Mit Drehzahl zum Beispiel. Bis 9000 Touren "schafft" der Boxer. Dann ...
Bild: Porsche AG
Porsche 911 GT3 RS
... katapultiert das PDK-Getriebe automatisch den nächsten Gang rein. Neuer Anlauf, nur wenige Sekunden später, und wieder liegen die irren 9000 Touren an – allerdings sind wir längst im hohen dreistelligen Tempobereich angekommen. Was im roten Renner unter Pirschen läuft.
Bild: Porsche AG
Porsche 911 GT3 RS
Noch eine viertel Runde lang links und rechts schnüffeln, dann sind die Reifen warm. Attacke! Die Flunder donnert auf die einzige Kehre der Strecke zu. Inzwischen steht im Tacho eine Zwei vorn. Nur noch 40 Meter bis zum Einlenkpunkt. Porsche in Panik? Eher Spieltrieb geweckt. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Porsche 911 GT3 RS
Der RS fühlt sich auch noch wohl, wenn es hart auf hart kommt. Ankern aus diesem Tempo wird zum Witz, wenn man derart klebrige Tatzen und so stramme Gelenke hat. Das Auto biegt auch bei voll getretenem Bremspedal millimetergenau ein, fühlt sich dann in der Kurve an, ...
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Porsche 911 GT3 RS
... als hätte eine höhere Macht aus der Porsche-Rennabteilung seine wohlwollende Hand auf die Karosserie gelegt und dabei das Auto in den Teer gepresst. Ist aber pure Physik. Abtrieb über aerodynamische Kunstgriffe zwingen den 911 so trittfest an den Straßenbelag.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Porsche 911 GT3 RS
Entsprechend reagieren die 1495 Kilogramm Zuffenhausener Zuchtergebnis mit abartiger Seitenführung und biestiger Traktion am Kurvenausgang. Erstaunlich: Hat doch der Wagen eine theoretisch unrühmliche Gewichtsverteilung. Eine Menge Last – genauer: 61 Prozent – drückt hintendrauf. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Porsche 911 GT3 RS
Damit die entsprechenden 910 Kilogramm nicht zum Pendel werden, hat Porsche ganz tief in der Trickkiste gewühlt. Hinterachslenkung, enorm steife und quasi spielfreie Anbindung der Querlenker an die Karosserie sowie adaptive Dämpfer und Motorlager helfen, das Eigenleben des Popos in engsten Grenzen zu halten.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Dazu regelt das ESP erstklassig mit, die feinste Lenkung, die wir kennen, gleicht aus. Nur lästiges Dazwischenfummeln durch den Fahrer mag der RS so gar nicht. Lastwechsel im Kurven-Grenzbereich? Lieber nicht, dann möchte der Elfer sich beleidigt eindrehen. Was ein vorzeitiges Jagdende bedeuten könnte. 
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Lenkt man aber weich, seziert die Kurve konzentriert und fein, dann läuft's. Und jeder andere Sportwagen wird zur Beute. Der bislang allerbeste AMG GT R ebenfalls. Ihm hat der GT3 RS im Ziel mit 1:26,00 min fast fünf Zehntel abgenommen. Unter Rennfahrern eine Ewigkeit.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
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Das Fazit von Jan Horn: "Klar, wo RS draufsteht, ist R(enn) S(port) drin. Gegner hängt er ab, Fahrer fordert und fasziniert er. Nie kamen wir so gern ins Schwitzen, der brutal-ehrliche Klang von 9000 Touren brennt sich als unvergessliche Tonspur aufs Trommelfell. Und: Die absolute Bestzeit steht – was soll da noch kommen?"
Bild: Toni Bader / AUTO BILD