Flammen schlagen aus der Motorhaube, dazu gesellt sich ohrenbetäubender Lärm. Was das ist? Ein
Porsche 928 mit Gasturbinenantrieb.
Unscheinbarer kann ein Kampfjet für die Straße nicht wirken. Der 928 gibt sich alle Mühe, auszusehen wie jeder Transaxle-Porsche zu seiner Zeit. Dieser 928 lief 1982 vom Band.
Wo normalerweise ein V8-Motor mit 240 bis 300 PS orgelt, ist eine Boeing-Gasturbine verbaut. Das Aggregat stammt aus einer Hubschrauber-Drone und leistet 370 PS.
Weitaus beeindruckender ist allerdings das Drehmoment der Boeing-T50-Turbine: Höllische 945 Newtonmeter spuckt das Strömungsaggregat aus. Der
Porsche ist mit dem Triebwerk über 250 km/h schnell.
Das Cockpit bietet kaum Überraschungen. Lenkrad und Instrumente sind original.
Auf der Mittelkonsole sitzt der Wählhebel für das Automatikgetriebe. Darüber der Startknopf für die Boeing-Turbine. Frühstart: Kommt der
Porsche 928 zurück?
Typische Innenausstattung der
928-Baureihe bis 1984. Das Chassis hat laut Odometer 140.000 Meilen auf dem Buckel.
Die US-Version des Porsche 928 verfügt über einen Meilentacho.
Laut Besitzer wurden die Felgen und der Lack der Alu-Kunststoff-Karosserie erst vor einiger Zeit erneuert.
928-Optik wie sie leibt und lebt: Die versenkbaren Froschaugen sind Kult.
Die Porsche-Bremsanlage kommt mit der Turbinenleistung von 370 PS gut klar. Mehr zum 928er?
30 Jahre Porsche 928.
Derzeitiger Standort des Turbinen-Porsche ist Lebanon im US-Bundesstaat Oregon.
Flugzeugturbinen verfügen über einen so genannten Nachbrenner. Schaltet man diesen zu, wird zusätzlich eingespritzter Treibstoff in den Abgasrohren verbrannt. Der Nachbrenner-Einsatz ermöglicht Geschwindigkeiten von über 1000 km/h – das ist allerdings selbst für den verwegenen 928er ein bisschen zu schnell.
##ABSATZENDE##
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