Ein Nobel-SUV zum Preis eines gut ausgestatteten VW Golf: Der immense Wertverlust macht es möglich. 80.500 Euro hat der Porsche Cayenne 2004 gekostet, nach sechs Jahren und 97.000 km soll der Cayenne nur noch 25.850 Euro kosten. Inklusive Metalliclack, schwarzen Lederpolstern, Navigation, Luftfederung und Xenonscheinwerfern.
Das Cayenne-Cockpit: Tiptronic, Navigationssystem und alles sehr, sehr sauber. Lediglich das Lederlenkrad ist nach knapp 100.000 km etwas abgegriffen. Das Zentraldisplay im Tacho meldet allerdings einen Defekt. Da muss der Fehlerspeicher ausgelesen werden.
Der Schweller ist beschädigt, hier gammelt er schon. Die Delle ist fies, das Blech fängt schon an zu rosten. War der Vorbesitzer mit seiner rollenden Burg etwa mal im Gelände?
Der Cayenne steht auf Winterrädern, Sommerreifen auf Leichtmetallfelgen gibt es natürlich auch. Allerdings macht die Luftfederung Sorgen. Im Zweifelsfall lieber einen Cayenne mit Stahlfederung nehmen, denn Reparaturen an der Luftfederung sind sehr teuer. AUTO BILD-Gesamturteil: empfehlenswert.
Auch die folgenden Riesen gibt es günstig. VW Touareg: Seit 2002 gibt es den Bruder des Porsche Cayenne. Der VW Touareg nutzt die gleiche Plattform wie der Porsche Cayenne, Fahrwerk und Rohkarosserie sind weitgehend identisch und werden in der Slowakei gefertigt. 2007 erhielt der Touareg ein Facelift.
Sparfüchse sollten sich nach einem US-Import umsehen, dann ist es aber meist ein Benziner. Probleme: Ölverlust am Antriebsstrang, ausgeschlagene Hinterachsen. Touareg mit rund 60.000 km Laufleistung werden ab rund 15.000 Euro gehandelt. AUTO BILD-Gesamturteil: empfehlenswert.
Das Cockpit des Touareg erfüllt auch gehobene Ansprüche: Hochwertige Materialien, geschliffene Verarbeitung und einfache Bedienbarkeit sorgen für ein Wohlfühl-Ambiente. Das wird höchstens getrübt von unmotiviert aufleuchtenden Kontrolllampen, defekten Standheizungen und entladenen Batterien.
Der Volvo XC 90 mag, wenn er ein Diesel ist, kein Chiptuning. Das Hauptinteresse der Gebrauchtwagenkäufer richtet sich beim XC 90 auf den rustikalen D5. Der T6-Turbo mit 272 PS gilt als unproblematisch – was für die Vorderachse nicht gilt.
Tipp: Einen XC 90 mit frischem TÜV kaufen, dann wurde die Achse gerade geprüft. Den Volvo XC 90 gibt es für 15.900 Euro bei einer Laufleistung um 100.000 Euro. AUTO BILD-Gesamturteil: empfehlenswert.
Dank quer eingebautem Motor bietet der Volvo XC 90 ein sehr großes Raumangebot. Das kühl und sachlich wirkende Cockpit ist übersichtlich, der Bildschirm fährt nur bei eingeschaltetem Navigationsgerät aus.
Mercedes ML: Die Mercedes M-Klasse vom Typ W 164 wurde 2005 eingeführt und ist qualitativ deutlich besser als das Vorgängermodell W 163.
Gebrauchthändler bieten importierte M-Klassen aus den USA an. Dann gibt es einen ML 350 mit 272 PS und guter Ausstattung ab 22.000 Euro. Laufleistung: um 40.000 km. AUTO BILD-Gesamturteil: sehr empfehlenswert.
Das Automatikgetriebe wird über einen kleinen Lenksäulenhebel rechts neben dem Lenkrad bedient. Gegen Aufpreis liefert Mercedes die M-Klasse mit Offroad-Paket, dann sind unter anderem Reduktionsgetriebe und zwei Differentialsperren an Bord. Damit wird das SUV dann zum Geländewagen.
Der von 1999 bis 2006 angebotene BMW X5 (E53) ist zwar nicht der geräumigste SUV, zählt aber zu den sportlichsten. Straffes Fahrwerk und präzise Lenkung machen den X5 zu einem agilen Auto auf der Straße, im Gelände kann er jedoch nicht viel ausrichten. 2003 gab es ein Facelift.
Beim TÜV werden marode Antriebswellen und zu großes Lenkungsspiel bemängelt, Gelenkköpfe und Stoßdämpfer kämpfen mit dem hohen Gewicht. Importe aus den USA sind günstig. Ab 15.000 Euro gibt es den X5 (E53) mit rund 80.000 km Laufleistung. AUTO BILD-Gesamturteil: sehr empfehlenswert
Edel, gut verarbeitet, ergonomisch tadellos: das Cockpit im BMW X5.
Range Rover: Die dritte Generation des Range ist seit 2002 auf dem Markt. Für kleines Geld werden oft die Dreiliter-Diesel TD6 angeboten.
Vorsicht: Weil der 177-PS-Motor mit dem schweren Wagen überfordert ist, wurde er oft chipgetunt. Von diesen Modellen sollten Sie die Finger lassen! Den Range Rover gibt es für 19.000 Euro bei einer Laufleistung um 80.000 km. AUTO BILD-Gesamturteil: empfehlenswert.
Am Steuer eines Range wird man zum Kapitän der Landstraße. Die Anzahl der Schalter und Knöpfe liegt nur unwesentlich unter der eines Containerschiffes. Die Verarbeitungsqualität gibt jedoch wenig Anlass zur Klage, der Armaturenträger macht einen soliden Eindruck.
Nissan Murano: Es gibt den Murano seit 2003 und nur mit einer Motorvariante: Unter der Haube arbeitet immer ein 3,5 Liter großer Benziner mit 234 PS von Partner Renault.
Das stufenlose Automatikgetriebe CVT ist mit dem Wagen völlig überfordert – genau wie viele Mechaniker, die es reparieren müssen. Den Murano gibt es ab 15.000 Euro bei einer Laufleistung um 30.000 Euro. AUTO BILD-Gesamturteil: bedingt empfehlenswert.
Leder, Soundsystem und sogar Navigation – im Nissan Murano ist alles im Preis inbegriffen. Die Instrumente erinnern an den 350 Z, an der Bedienbarkeit des unkonventionell gestalteten Cockpits ist nichts auszusetzen.
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