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Porsche Sportwagen: Tracktest

Das ist der sportlichste Porsche
Porsche steht für Sportwagen. Mit GT, GTS und Turbo bieten die Schwaben bei 911er und Cayman noch sportlichere Modelle an. Welches Modell ist das Beste? Wir sind einen Tag lang verschiedene Typen im neuen Driving Experience Center an der legendären Rennstrecke in Le Mans gefahren.
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Boxster GTS: Die Abkürzung GTS bedeutet für Porsche "Gran Turismo Sport". Heißt übersetzt: Auf langen Touren schnell und sportlich fahren können, ohne gleich einen Bandscheibenvorfall kassieren zu müssen.
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Cayman GTS: Die geschlossene Version des Boxster GTS heißt, na klar, Cayman GTS. Die technischen Details entsprechen der offenen Version: weniger Gewicht, strafferes Fahrwerk und ein höherer Aufpreis.
Bild: Werk
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Doch der Cayman GTS kommt auf satte 340 PS, beschleunigt damit in unter fünf Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und rennt dem Roadster davon.
Bild: Werk
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Cayman GT4: Porsche besinnt sich bei dem Cayman GT4 auf seinen Firmen-Ursprung: klein, leicht, wendig. Der GT4 leiht sich Motor und Fahrwerk von seinem großen Bruder 911 Carrera S.
Das ist der sportlichste Porsche
Der will nicht spielen, der will kämpfen. Am besten auf der Rennstrecke oder einer einsamen Landstraße.
Das ist der sportlichste Porsche
Der GT4 wiegt zwar nur fünf Kilogramm weniger als der Cayman GTS, besitzt dafür 0,4 Liter mehr Hubraum und 45 PS mehr Leistung.
Das ist der sportlichste Porsche
Damit hetzt der Super-Cayman von der Boxengasse grollend auf die Rennstrecke, brüllt seinen Leistungssong aus dem Doppelauspuff.
Das ist der sportlichste Porsche
Ungefähr bei 7000 Touren wird der Sound zum infernalischen Schreien. Der breite Heckflügel presst den Zweisitzer in die Kurve, das manuelle Getriebe arbeitet ultrapräzise.
Das ist der sportlichste Porsche
Der GT4 ist der fahraktivste Porsche derzeit – ein wahrer Racer. Und im Alltag permanent unterfordert.
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911 GTS: Der 911 GTS mit 430 PS soll die Lücke zwischen Carrera S (400 PS) und GT3 (475 PS) schließen.
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Er ist schärfer und sportlicher als der Carrera S, lässt sich aber im Alltag normal bewegen, ganz ohne Käfig, Verrenkungen und anschließendem Rückenleiden.
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Damit ist dieses Modell ein guter Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit.
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911 Turbo: Porsche Turbo, das ist vor allem Rausch. Ein Rausch an Beschleunigung, an Power, an Topspeed. Dennoch: Kein Elfer entwickelt seine Leistung so entspannt und konstant wie der Turbo.
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Die 520 PS liegen ab 6000 Umdrehungen an, doch kein Heck wedelt. Als Turbo S kommt der Elfer sogar auf 560 PS, kostet dann allerdings auch 31.892 Euro Aufpreis.
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911 GT3 RS: Dieser Porsche mag keinen Stadtverkehr. Keinen Stau. Keine Verkehrsberuhigungen. Das Rennwagen-Derivat GT3 gehört auf die Rennstrecke. Sonst nirgendwo hin. Nirgendwo.
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Schon der Einstieg fällt durch die hohen Sitzwangen nicht leicht, der Käfig versperrt die Sicht nach hinten. Doch die interessiert auf der Rennstrecke keinen.
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Wo der GT3 RS fährt, ist vorne. 500 PS und 460 Newtonmeter Drehmoment aus vier Litern Hubraum. Bei 310 km/h drückt der Wind mit 345 Kilogramm auf die leichte Karosserie.
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Der brutale Elfer schnüffelt gierig am Asphalt wie ein Hund an der Laterne, reagiert ab 4000 Touren auf jeden kurzen Gasbefehl mit einem Sprung nach vorn.
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Das serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe reagiert blitzschnell, legt beim Runterschalten noch einen kurzen Zwischengasstoß ein.
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Das ist Porschefahren in seiner reinsten Form: ungefiltert und ehrlich.
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Mit mindestens 181.690 Euro aber nicht ganz günstig.
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Fazit von Fabian Hoberg: Den besten Porsche-Sportwagen auszuwählen, ist schwieriger als gedacht. Alle fahren sportlich und schnell. Für die Rennstrecke würde ich den leichten und wendigen Cayman GT4 nehmen, für den Alltag den komfortablen und schnellen 911 GTS. Wenn, ja wenn ich das Geld dafür hätte. Denn Porsche fahren bleibt für die meisten Autofahrer unerreichbar.