Jetzt ist es raus: Der neue Honda Insight unterbietet als erster Hybrid die 20.000-Euro-Marke. Für 19.550 Euro kommt die Basisversion im April 2009 zu den Händlern. Mit dem Kampfpreis greift Honda vor allem den Hybrid-Pionier Toyota Prius an (ab 25.150 Euro; Stand 02/09).
Fertig machen zum Duell: Der Toyota Prius (links) bekommt mit dem Honda Insight einen neuen Konkurrenten.
Zum Verwechseln ähnlich: Als gäbe es nur eine schlüssige Karosserieform, um die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsantrieb zu verpacken. Gut, dass die Unterschiede wenigstens an anderen Stellen zutage treten.
Platz zwei des ersten Vergleichs geht an den Insight. Endlich ein Honda-Hybrid, der so modern aussieht, wie er ist. Was aber nervt, ist das CVT-Getriebe.
Unter 20.000 Euro in der Basisversion – damit hat der Insight das Zeug zum Volks-Hybriden!
Das steckt unter Haube: Zum 1,3 Liter großen Vierzylinder-Benziner schaltet sich ein zehn Kilowatt starker Elektromotor zu. Insgesamt schickt das System 98 PS und 185 Nm Drehmoment in den Antriebsstrang.
In Sachen Fahrleistungen reißt der Insight keine Bäume aus, aber 12,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und ...
... 182 km/h Spitze sind auf jeden Fall ausreichend. Im Unterschied zum Prius kann das Mildhybrid-System des Insight nicht rein elektrisch fahren, ...
... direkt nach dem Starten summt das Honda-Triebwerk leise vor sich hin, während es im Prius absolut stumm bleibt. Tritt man im Insight aufs Gas, ...
... heult die Kombination aus Motor und stufenlosem CVT-Getriebe heiser auf. Das ist etwas mehr als gewöhnungsbedürftig.
Spardose: Im Schnitt soll der hybride Honda nur 4,6 Liter Super auf 100 Kilometer verbrauchen. Neben der Technik liegt ...
... das größte Spar-Potenzial im Gasfuß des Fahrers. Kleine Blumen, die im "Eco Guide" wachsen, animieren den Honda Piloten, sich zu zügeln. Wer dank ökonomischer Fahrweise alle fünf Blumen erblühen lässt, bekommt sogar einen Pokal im Display angezeigt.
Unterstützung für den grünen Daumen: Der Econ-Knopf hilft beim Spirtsparen. An der Ampel geht unter anderem die Klimaanlage aus, der Insight verliert rund fünf Prozent Drehmoment.
Das Insight-Cockpit ist ähnlich futuristisch gestaltet, wie das des Civic. Aber leider verdeckt das Lenkrad trotz Höhen- und Weitenrgulierung ...
... die uneingeschränkte Sicht auf den showreifen Digitaltacho. Wie ein Chamäleon wechselt das Instrument die Farbe. Leuchtet es grün, fließt zum Beispiel beim Bremsen Energie in die Batterie zurück.
Energiebündel: In der silbernen Box lagert die Batterie gut geschützt. Gekühlt wir der Elektronenspeicher durch Luft aus dem Innenraum. Über der Abdeckung des Akkus bleibt ein Kofferraum übrig, der zwischen 408 und 1017 Liter fasst.
Cockpit aus dem Civic, Getriebe aus dem Jazz – das Gleichteileprinzip drückt den Preis des Insight auf unter 20.000 Euro.
Der neue Insight ist bereits der zweite Honda mit diesem Namen, ...
... nachdem die Japaner vor genau zehn Jahren den Vorgänger in den USA auf den Markt brachten. Von dem 76 PS starken Insight ...
... gelangten gerade einmal 319 Exemplare nach Europa. Die strömungsgünstige, aber eigenwillige Form könnte einem durchschlagenden Erfolg durchaus im Wege gestanden haben. Viel besser macht es seit Jahren ...
... dieses Auto. Der Toyota Prius landet auf dem ersten Platz des Vergleichs, weil ein Original nicht nur immer besser kommt als die Kopie, sondern auch ...
... weil die Möglichkeit, rein elektrisch zu fahren, einfach mehr fasziniert, als der Antrieb des Insight. Eine Frage bleibt allerdings: Ist das wirklich 5000 Euro mehr wert?
Der Prius holt seine Kraft aus einen 1,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner und einem kräftigen Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 113 PS.
In Sachen Vmax fährt der Prius dem Insight mit 170 km/h deutlich hinterher. Beim Sprint auf Tempo 100 in 10,9 Sekunden hängt er ihn dafür deutlich ab.
Sparsam: Was der Insight kann, kann der Prius schon lange – und noch besser. Im Schnitt soll sich der Toyota mit 4,3 Litern Super auf 100 Kilometer begnügen.
Großer Schweiger: Wer den Prius startet, sieht nur ein "Ready" im Display, zu hören ist nichts. Erst durch Betätigen des Gaspedals fließt Strom ins E-Aggregat und der Wagen setzt sich leise surrend in Bewegung.
Arbeitsplatz des Prius: Das Lenkrad ist etwas überfrachtet, die Bedienelemente sind großzügig verteilt, ...
... auf dem zentralen Display sieht der Fahrer, in welche Richtung die Energie gerade fließt. Beispielsweise von der Batterie an den Elektromotor oder umgekehrt, wenn dieser beim Bremsen als Generator wirkt.
Nettes Gimmick: Der Prius fährt nicht nur elektrisch, er kann auch auf Knopfdruck automatisch einparken. Das geschieht fast geräuschlos.
Auch im Prius steckt die Batterie unter dem Kofferraumboden. Sie hat eine größere Kapazität als der Stromspeicher des Honda.
Dass die Energiespeicher keine Platzfresser sind, beweist das Gepäckabteil: Ins Toyota-Heck passen zwischen 408 und 1210 Liter.
Spritsparen zum hohen Einstiegspreis: Ein Prius der zweiten Generation kostet mindestens 25.150 Euro (Stand Februar 2009).
Ein kleiner Erfolg: Seit 2000 verkaufte Toyota in Deutschland bisher rund 16.000 Einheiten des Prius, und ...
... der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern. Schon ab Juni 2009 kommt die dritte Generation des Hybrid-Vorreiters in den Handel. Leichte Retuschen am Blechkleid und ...
... eine neue Technik sollen den Prius II fit für die Zukunft machen. Statt 113 PS schickt das neue Antriebssystem 134 PS an die Vorderräder, der Verbrauch soll auf unter vier Liter sinken. Außerdem wird Toyota ...
... einen Prius auf den Markt bringen, der dank Plug-in-System und modernerer Batterien auch an der Steckdose auftanken kann.
Das Fazit von AUTO BILD-Redakteurin Margret Hucko: "Strom aus der Steckdose ist doch auch immer gleich, oder? Trotz großer ...
... Ähnlichkeit unterscheidet Toyota Prius und Honda Insight eine Menge."
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