Das neue Bentley-Flaggschiff hört in Anlehnung an einen Vorgänger aus den 80er Jahren auf den Namen Mulsanne. Der Kaiser unter den Bentley-Königen gibt sein Debüt nicht etwa auf der IAA 2009 (dort wird er auch stehen), ...
... sondern wählt mit dem Pebble Beach Concours D'Elegance die Bühne der Schönen und vor allem Reichen.
Entsprechend pompös wurde die neue britische Luxus-Limousine den Gästen an der kalifornischen Pazifikküste dann auch präsentiert – unter strenger Bewachung besäbelter Gardisten.
Und in seinem goldenen Premierenkleid war der Mulsanne eindeutig einer der Hingucker des Concours 2009.
Es wurde durchaus Zeit, dass der Arnage seinen Thron räumt, ...
... immerhin gibt er seit 1998 den Chef am Hof.
Der Thronfolger Mulsanne wuchs kräftig um 18 Zentimeter auf 5,55 Meter.
Ein Langmodell soll erst später folgen. Bentley hat den Mulsanne nicht radikal auf Diät gesetzt, ...
... er ist gerade mal 25 Kilo leichter (2560 kg) als der Arnage und setzt weiter auf eine Stahlkarosse. Aber immerhin ist es durch den Einsatz von Alu-Anbauteilen gelungen, den Größenzuwachs nicht mit einer Gewichtszunahme zu bezahlen.
Die Front wirkt durch die markant designten LED-Leuchten wesentlich frischer. Ein riesiger vergitterter Kühler dominiert die bullige Front.
Mit 505 PS und 1000 Newtonmeter bleibt er so stark wie sein Vorgänger, soll aber unter anderem dank Zylinderabschaltung und neuer Nockenwelle fast 20 Prozent weniger Sprit verbrennen.
Das Heck bleibt eng an den Vorgänger angelehnt, der Kofferraum schluckt durch den höheren Kofferaumdeckel mit 415 Litern aber zusätzliches Volumen (Arnage 375 Liter).
Der Radstand legte um 15 Zentimeter zu und soll den Passagieren noch mehr Raum spenden.
Im Vorfeld versuchte Bentley uns mit solchen Bildern anzufüttern, Aussagekraft gleich Null. Mitte 2010 dürfen die ersten Kunden mit ihren Mulsanne rechnen.
Der Bentley Arnage war zehn Jahre lang das Flaggschiff der britischen Nobelmarke. Nach zehn Jahren Herrschaft verabschiedete sich die Luxuslimousine mit dem exklusiven Sondermodell Final Series auf der Messebühne der Paris Motor Show 2008.
Markanteste Kennzeichen: 20-Zöller, Doppelrohr-Auspuff und seitliche Lufteinlässe.
Der 6,75-Liter-Biturbo-V8 schiebt das Dickschiff mit 507 PS und 1000 Newtonmeter Drehmoment lässig nach vorne. Nach 5,5 Sekunden ist Tempo 100 erreicht.
Zierleisten an Außenhaut und im Innenraum des Arnage weisen auf den Sondermodell-Status hin: Ich bin definitiv der Letzte meiner Art!
Einer der mächtigsten Konkurrenten in diesem Segment ist ebenfalls ein stolzer Brite: Der Rolls-Royce Phantom muss sich demnächst den Angriffen des neuen Bentley Mulsanne erwähren. 2009 gab es eine dezente Frischzellenkur.
Das 6,75-Liter-Kraftwerk – natürlich mit zwölf Zylindern – leistet 460 PS. Der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 gelingt in 5,7 Sekunden.
Die Luxus-Ikone rollt serienmäßig auf 21-Zoll-Leichtmetallrädern, der Kunde darf wählen, ob sie in mattem oder poliertem Finish montiert werden.
Auf Wunsch gibt es den Briten mit Bayernherz auch in modischem Weiß. Die Preisliste beginnt bei 345.700 Euro – plus 19 Prozent Umsatzsteuer.
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