Wer hat in meinem Bettchen geschlafen? Riecht ein Marder einen Konkurrenten, beißt er alles kurz und klein – Schläuche, Gummidichtungen und Zündkabel.
Ein Test der Justus-Liebig-Universität Gießen ergab: Nur Strom schreckt die Nager wirklich ab.
Hmm, lecker? Schätzungsweise 100.000 Mal beißen Steinmarder jährlich unter deutschen Motorhauben zu. Ob die Teilkasko für den Schaden aufkommt, ...
... hängt von der Police ab. Da jedoch die meisten Verträge mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen werden, kommen viele Versicherungen gar nicht erst zum Zuge, da der Schaden durch den Marder meist geringer ausfällt.
Marder, ick hör dir trapsen: So ein Gitter gefällt dem Nager gar nicht. Allerdings nur so lange, bis er sich daran gewöhnt hat. Dann streunt er wieder ohne Angst durch den Motorraum.
Zweifelhaft: Bleibt die kleinste Lücke im hölzernen Auto-Bett, schlüpft der Marder problemlos hindurch. Und ein schlechter Kletterer ist er auch nicht gerade.
Das schlaucht das Tier: Der geriffelte Schlauch (Bosch) wird über die Kabel geschoben. Für die Marder-Zähne ist er zu hart und bietet deshalb relativ guten Schutz. Leider läßt sich nicht der komplette Motorraum damit verkleiden.
Völlig nutzlos: Ultraschall. Beim Uni-Versuch schlief ein Marder sogar direkt unter der Schallquelle wie ein Murmeltier.
Nur das hilft wirklich: der "Weidezaun" fürs Auto. Der Einbau ist auch mit Werkzeug aus dem Hobbybereich möglich. Die nötigen Zutaten für die Marder-Abwehranlage ...
... gibt es für 210 Euro z.B. bei der Firma Votex. Dazu gehören Kabel für die Stromversorgung, Einstiegssperren und der Warnhinweis.
Die Montage ist einfach: Zuerst werden die Metallsperren unter die Motorhaube geschraubt.
Elektronische Bauteile liegen unerreichbar für den Nager oben im Motorraum.
Die letzte Verbindung zwischen den Sperren wird zusammengeklemmt. Zum Schluß ...
... wird der Weidezaun mit Strom scharf gemacht.
Damit es nichts auf die Finger gibt: Ein simpler Kontaktschalter unterbricht den Strom bei geöffneter Motorhaube.
Fertig! Jetzt ist es unter der Haube so spannend, daß sich der Marder einen neuen Schlafplatz suchen muß ...
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