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Puma: Neuer Schützenpanzer der Bundeswehr

PSM Puma
Deutschlands neuer Puma-Panzer soll 2014 in Dienst gestellt werden. Zur finalen Testphase schickte die Bundeswehr den stärksten Schützenpanzer (1088 PS) der Welt in die Wüste. Nach ...
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... der Kälteerprobung in Norwegen 2012 ging es von August bis Ende Oktober 2013 zur Heißklimaerprobung in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort musste sich ...
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... der Puma bei Schieß- und Fahr-Erprobung unter Wüstenbedingungen beweisen. Zusätzlich wurden die Temperaturverläufe im Fahrzeuginneren im Vergleich zu den Außentemperaturen gemessen. Doch laut ...
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... Verteidigungsministerium zeigten sich noch während der Erprobung Probleme. Unter anderem bei der Elektronik und Software sowie der "Sichtmöglichkeit" für den Fahrer bei Tag wie bei Nacht. Positiv ...
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... sei die hohe Wendigkeit und "das stimmige Turmkonzept", hieß es in den Prüfberichten. Die ...
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... Panzer-Tests sind abgeschlossen, die Auswertungen haben begonnen.
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Eigentlich sollte der Puma nach und nach ab 2014 den Schützenpanzer Marder ersetzen, der seit mittlerweile über 40 Jahren in der Bundeswehr genutzt wird. Wann die Auslieferung des Schützenpanzer beginnt, ist noch offen.
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Die Bundeswehr hat die bestellte Stückzahl des Puma bereits von 405 Stück auf 350 reduziert. Die Gesamtkosten für den neuen Panzer werden vom Verteidigungsministerium mit rund vier Milliarden Euro angegeben.
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Weitere Details zum Schützenpanzer Puma: Die Optik des Fahrzeugs der kurz SPZ genannten Gattung des Puma wird von einer niedrigeren Silhouette mit glatter Außenflächen dominiert. Wie bei  ...
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... einem fürs gegnerische Radar beinahe unsichtbaren Stealth-Jet verringert dies  die Wahrscheinlichkeit, entdeckt zu werden.
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Im Vergleich dazu wirkt sein Vorgänger Marder (Bild) plump wie ein Propeller-Flieger.
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Zukunftsweisend ist das zweistufige Schutzkonzept des Puma: In der Konfigurationsstufe A (Air-transportable) kann er mit einem Gewicht von 31,5 Tonnen im ...
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... Militärtransporter Airbus A400M auf Reisen gehen. Ein Vorteil gegenüber dem Kampfpanzer Leopard 2, der mit seinen mindestens 62 Tonnen nur in eine russische Antonov darf.
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Trotzdem soll der Puma bereits in der Basis-Konfiguration durch neueste Panzer-Technologie für Minen und Handfeuerwaffen gewappnet sein.
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Zusätzlich ist der Puma in der Stufe C (Combat) seitlich, am Heck und am Turm mit weiteren Schutzmodulen aufrüstbar. So kann der dann bis zu 43 Tonnen schwere Panzer auch in Hinterhalten bestehen, in denen er von allen Seiten beschossen wird.
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Um auf alle Situationen reagieren zu können, steht der Puma-Besatzung mit 800 kW (1088 PS) bei 3800 U/Min doppelt so viel Leistung zur Verfügung wie im Marder.
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Kein anderer Schützenpanzer der Welt kommt an die Power des Zehnzylinder-Diesels von MTU ran. Der MTU-Motor 10V 890 bietet ein maximales Drehmoment von 2400 Newtonmetern bei 3000 U/min. Zum Vergleich: Der 313 PS starke V10 TDI aus dem VW Phaeton stemmt 750 Newtonmeter bei 2000 U/min auf die Kurbelwelle.
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Zudem zeichnet sich der Puma-Sondermotor durch ein niedriges Leistungsgewicht und kompakte, platzsparende Bauweise aus. So sind etwa die üblicherweise außen angeschraubten Baugruppen wie Ölfilter, Ölkühler und Ladeluftrohre in das Motorgehäuse integriert.
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Beim Puma wirken bis zu 34 PS auf jede Tonne und dürften für atemberaubende Beschleunigungswerte sorgen. Vor allem im Vergleich zur internationalen Konkurrenz: Der amerikanische M2 Bradley kommt z.B. nur auf 20 PS pro Tonne.
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Das Puma-Triebwerk umfasst neben dem Motor auch ein automatisches 6-Gang-Lenkschaltgetriebe der Firma Renk mit elektrohydraulischer adaptiver Steuerung, das quer vor dem Motor eingebaut ist. Die Augsburger sind Weltmarktführer bei Getrieben für Kettenfahrzeuge wie Leopard 2, Merkava und Leclerc Tropicalisé.
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Für die Sicherheit der Soldaten sorgen neben der Panzerung eine Brandunterdrückungsanlage im Besatzungsraum sowie eine Feuerlöschanlage im Triebwerksraum.
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Fahrer, Kommandant, Richtschütze und sechs weitere Soldaten haben Platz im 1,20 Meter hohen Bauch des Puma.
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Dort sind sie von High-Tech umgeben. Auf Displays sind Lagekarten und wichtige Fahrzeuginfos abgebildet. Andere Monitore zeigen Bilder des um 360 Grad drehbaren Kommandantenperiskops, der Tageslichtkameras und der Nachtsichtgeräte. Ansonsten sorgen Winkelspiegel für die Sicht nach draußen.
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Das Kettenlaufwerk ist vom Rumpf entkoppelt, dadurch kann man sich im Inneren des Puma auch ohne Bordverständigungsanlage unterhalten.
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Nach knapp acht Jahren Entwicklung wurden Ende 2010 zwei Serien-Puma an die Bundeswehr ausgeliefert und befinden sich seitdem in der Erprobung.
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Der Schützenpanzer wird von der Projekt System und Management GmbH (PSM), ein Zusammenschluss des deutschen Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall-Landsysteme, gebaut.
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Das Erprobungsgelände in Nord-Norwegen bot ideale Möglichkeiten für Tests in einer subpolaren Klimazone. Während der Erprobung wurden hier bereits Temperaturen unter minus 30 Grad Celsius gemessen.
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Neben der enormen Kraft kann der Puma noch mit einem anderen Superlativ aufwarten. Er ist das teuerste Kettenfahrzeug seiner Klasse. Rund sieben Millionen Euro wird ein Puma die Bundeswehr kosten.
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Mehr Kettenfahrzeuge der Bundeswehr? Kein Problem. Wir hätten da zum Beispiel den Wiesel. Das kleinste ...
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... Kettenfahrzeug der Bundeswehr könnte theoretisch kopfüber unter der Decke fahren. Vorausgesetzt, es gäbe Magnete, die stark genug sind, um sein Gewicht zu halten.
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Das liegt zwischen 2,75 beim Wiesel 1 und 4,8 Tonnen beim etwas größeren Wiesel 2. Maximal nur 4,8 Meter ist selbst der Wiesel 2  lang und damit sehr wendig. Bis zu 60 Prozent Steigfähigkeit und 30 Prozent Querneigung lassen ihn auch abseits der Straße im Gelände scheitern.
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Der Wiesel 1 wird von einem VW-Diesel mit 87 PS angetrieben, den Wiesel 2 (Bild) bringt ein 110 PS starker 1,9-Liter-TDI aus Wolfsburg auf Trab. Eine weitere besondere Fähigkeit: Porsche hat den Wiesel so konstruiert, dass er ganz einfach durch die Luft transportiert werden kann, ...
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... zum Beispiel mit dem Hubschrauber. Zwei oder drei Mann passen je nach Einsatz an Bord. Gefahren wird der Wiesel u.a. von Aufklärungs- und Sanitätseinheiten. Sein Kollege, der Bandvagn von Hägglunds (l.), ist vor allem ein Spezialist für weichen Unterboden. Fortbewegung im Sumpf? Für ihn gar kein Problem. 
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Grund für diese Fähigkeit: Die breiten Laufbänder des Bv 206S (Bild). Die lassen ihn auch vor tiefem Schnee nicht kapitulieren. Und das trotz Panzerung! Zwei Versionen des Bandvagn (bedeutet "Wagen mit Laufbändern") besitzt die Bundeswehr. Mit dem BV 206D sind die Fallschirmjäger unterwegs, ...
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... diesen gepanzerten Bv 206S fahren zum Beispiel die mobilen Ärzteteams in Afghanistan. Ein Diesel von Steyr mit 177 PS treibt den Bv 206S an. Mit einer Tankfüllung kommt er 300 Kilometer weit. 52 km/h ist der Hägglunds an Land schnell, 4,7 km/h schafft er im Wasser.
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Da ist der Mannschaftstransporter M113 schneller. Rund acht Kilometer mehr pro Stunde (60 km/h) stehen bei ihm auf dem Datenblatt. Und, auch er kann schwimmen! Außerdem hat der M113 kleine Schaufeln an den Ketten. Mit denen wühlt er sich auch dort noch weiter, wo andere die Segel streichen müssen.
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Die meisten M113 sind mittlerweile ausgemustert, u.a als Gefechtsstandpanzer ist der alte Haudegen aber noch im Einsatz. Im Innern arbeitet ein V6-Diesel mit 5,2 Liter Hubraum und 210 PS, die Reichweite liegt bei 480 Kilometern.
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Die Stärken des M113 sind seine Robustheit und seine Kompaktheit. Egal, ob Dschungel, Wüste oder Odenwald, den M113 bringt so schnell nichts aus der Ruhe. 4,27 Meter beträgt sein Wendekreis. Damit ist auch er ziemlich wendig.
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Der Schützenpanzer Marder ist das bisherige Hauptwaffensystem der Panzergrenadiere. Neun Mann sind normalerweise an Bord eines Marders unterwegs, Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadiere. Als Führungs-, Gefechts- und Beobachtungsfahrzeug wird der Marder eingesetzt. Im Ausland übernimmt er außerdem den Schutz der Camps.
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Der V6-Turbodiesel des Marder hat 22,4 Liter Hubraum und 600 PS. Die sind gut für offizielle 65 km/h Höchstgeschwindigkeit (Straße). Der Motor sitzt vorne. Abgas- und Kühlsystem befinden sich hinten, damit der Marder auf dem Radar möglichst schlecht zu sehen ist. An Bord sind eine Maschinenkanone, ein Maschinengewehr und die Waffen des Infanterietrupps. 
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Nachfolger des Marder ist der Schützenpanzer Puma. Der ist schneller, leistungsfähiger und vor allem besser gepanzert. Ein Zehnzylinder-Diesel mit 1088 PS treibt den maximal 43 Tonnen schweren Puma an. Spitze des Schützenpanzers: 70 km/h.
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Die Besatzung besteht wie beim Marder aus neun Mann. Neu sind der fernbedienbare, besatzungslose Turm des Puma und sein hydropneumatisches Kettenlaufwerk. Das soll den Lärm im Panzer deutlich reduzieren. Mit dem Airbus der Bundeswehr kann der Puma unkompliziert von einem Ort zum nächsten verlegt werden.
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An Bord ist u.a. eine Maschinenkanone. In der Schutzstufe C (steht für "combat": Gefecht) können dem Puma selbst Panzerabwehrminen und Bomblets nur wenig anhaben.
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Er ist das Rückgrat der deutschen Panzertruppe, der Leopard 2. Und ein wirklicher Offrad-Künstler. Drei Meter breite Gräben überwindet der Leo zum Beispiel, oder er klettert über 1,1 Meter hohe Kanten. Die Bodenfeiheit des fast 60 Tonnen schweren Kolosses liegt bei 50 Zentimetern (Mercedes G-Klasse: 22 cm), ...
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... seine Watfähigkeit bei 1,2 Metern, ohne Aufbau. Mit Tiefwatschacht fährt der Leo durch 2,25 Meter tiefes Wasser, mit Unterwasserfahrschacht bringt er es sogar auf vier Meter Wassertiefe.
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Alles, was die Besatzung dann tun muss, ist u.a. die Tauchhydraulik zuzuschalten und das Kanonenrohr mit einer Kappe zu verschließen. Die Tauchhydraulik sorgt beispielsweise dafür, dass die Motorluft über den Watschacht angesaugt wird.
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Was den Leo 2 antreibt? Ein Zwölfzylinder mit 47,6 Litern Hubraum und gewaltigen 1500 PS. 72 km/h Spitze läuft das Monstrum dank der Kraft seines Diesels offiziell. Fragt man die Fahrer, dann geht da noch einiges mehr!
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Das hört sich nicht nur beeindruckend an, sondern ist auch sehr erfolgreich. Inzwischen ist nämlich nicht mehr nur unsere Panzertruppe mit dem Leopard 2 unterwegs. In Dänemark (Bild), in der Türkei, in Chile und sogar in Singapur wird Leopard gefahren.
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Außerdem basieren weitere Kettenfahrzeuge der Truppe auf dem Fahrgestell des Leo, zum Beispiel der Büffel. Und die Entwicklung geht weiter. Neue Tarnungen stehen genauso auf dem Zettel wie neue Panzerungen.
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Der Flak-Panzer Gepard gehört, ähnlich wie der M113, schon zu den älteren Semestern unter den Kettenfahrzeugen der Bundeswehr. Er wurde in den 70er-Jahren entwickelt und sollte den Schutz der Truppe vor Tieffliegern übernehmen.
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Zu diesem Zweck ist er mit zwei Oerlikon-Maschinenkanonen Kaliber 35 Millimeter ausgestattet. Damit kann er sowohl Ziele in der Luft als auch andere Fahrzeuge am Boden bekämpfen. Das hinten am Turm angebrachte Radar hilft bei der Aufklärung.
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Der Gepard steht auf einem leicht modifizierten Fahrgestellt des Leopard 1. Von ihm hat er auch den 830 PS starken Vielstoffmotor mit zehn Zylindern und 37,4 Litern Hubraum. Rund 65 km/h Spitze läuft der Gepard und schafft eine Reichweite von knapp 550 Kilometern (beides Straße).
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Mit seiner Bodenfreiheit von einem halben Meter kann ihn auch schweres Gelände nicht schocken. Im Gegenteil, der Gepard ist sogar für Fahrten unter Wasser ausgelegt.
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Die Besatzung besteht aus drei Mann: Kommandant, Fahrer und Kanonier. Allerdings ist die nicht mehr immer und überall nötig. Inzwischen kann der Gepard auch ferngesteuert eingesetzt werden.
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Die mobile Artillerie der Bundeswehr ist die Panzerhaubitze (kurz Pzh) 2000. Sie wird von einem 1000 PS starken Achtzylinder-Diesel angetrieben und von drei beziehungsweise fünf Mann bedient.
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67 km/h ist die Pzh auf der Straße schnell, im Gelände sind es 45 km/h. 44 cm Bodenfreiheit sorgen dafür, dass der Fahrer sich auch vor richtig großen Felsbrocken nicht fürchten muss. Drei Meter breite Gräben und einen Meter hohe Kanten kann die Haubitze außerdem überwinden.
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Bis zu 60 Prozent Steigung darf ein Hang haben, bevor die Pzh 2000 vor ihm kapitulieren muss. 30 Prozent Querneigung schafft sie dazu. Ihre Hauptaufgabe bei der Bundeswehr besteht darin, die kämpfende Truppe mit ihrer Feuerkraft zu unterstützen.
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Und die ist gewaltig. 60 Artilleriegeschosse Kaliber 155 Millimeter hat die Pzh 2000 an Bord. Und die feuert sie schnell (drei Schuss in zehn Sekunden), über lange Distanzen (bis zu 40 Kilometer) und mit großer Präzision ab.
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Ein direkter Verwandter des Leo 2 ist der Bergepanzer Büffel. Er baut auf dem gleichen Fahrgestell auf und hat den gleichen, 1500 PS starken Motor. Er wird aber nicht im Kampf, sondern für die Bergung und Sicherung von Kettenfahrzeugen eingesetzt.
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Dazu hat er einen um 270 Grad drehbaren Kran, der bis zu 30 Tonnen heben kann. Die Winde des Büffel bewegt mit Hilfe von Umlenkrollen bis zu 105 Tonnen Gewicht. Mit seiner Schleppschere befreit der Büffel mit Vorliebe Leoparden und Pzh aus der Bredouille.
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Werkzeug für kleinere Reparaturen hat er ebenfalls an Bord. Und mit 68 km/h Höchstgeschwindigkeit ist der fast 55 Tonnen schwere Büffel auch noch alles andere als langsam.
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Schon beeindruckt? Einen hat die Bundeswehr, der Hindernisse nicht nur überwinden kann. Den Mineräumpanzer Keiler.
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Der hat eine Fräse am Bug, die auf einer Breite von knapp 4,7 Metern und in einer Tiefe von 25 Zentimetern alle bis heute bekannten Landminen auslöst, zerstört oder zur Seite schleudert. In der frei geräumten Spur kann alles fahren, was die Bundeswehr an Geländefahrzeugen im Fuhrpark hat.
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Die Bodenfräse besteht aus 24 Schlagelementen, sogenannten Elefantenfüßen, die sich entgegen der Fahrtrichtung drehen. Die Räumgeschwindigkeit liegt zwischen 500 Metern und 4,5 Kilometern pro Stunde, je nach Beschaffenheit des Bodens. Der Keiler entfernt 98 Prozent der Minen.
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Ein Achtzylinder-Diesel mit 1112 PS treibt den Keiler an. Auf der Straße schafft er 48 km/h Spitze, mit einem Gewicht von 53 Tonnen. Besonderheit des Keiler: Seine Bodenwanne stammt nicht vom Leopard, sondern vom amerikanischen M48 Patton-Panzer. Die ist aus einem Guss und eignet sich besser für den Kampf gegen Minen. 
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Und auch wenn der Keiler bei UN-Einsätzen in Somalia und auf dem Balkan mehr als nur von sich überzeugen konnte, er bleibt ein rein militärisches Fahrzeug.
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Und noch ein Blick in die Zukunft der Bundeswehr. Der Pionierpanzer Kodiak ist bei der Truppe noch nicht im Einsatz. Das könnte sich aber bald ändern. Mehr olivgrüne Geländegänger: Die Radfahrzeuge der Bundeswehr.