Eine heikle Mission: Deutsche Soldaten auf Erkundungstour am Hindukusch. Auf sie wird sogar aus den eigenen Reihen "geschossen". Mit der Laserkanone. Kein Witz: Im deutschen Lager in Afghanistan wird geblitzt!
300 Euro habe ein Soldat in Mazar-e-Sharif für überhöhte Geschwindigkeit bezahlt, die in Deutschland nur 30 Euro kosten würde, weiß ein ARD-Korrespondent zu berichten. Erzieherische Maßnahmen heißt das im Bundeswehr-Jargon. Und die liegen im Ermessen des Disziplinar-Vorgesetzten. Immerhin gibt es keine Punkte in Flensburg.
Reinhold Robbe, Wehrbeauftragter des Bundestages, erklärt die Maßnahmen so: "Schnelles Fahren wirbelt Staub auf. In Kabul besteht der zu einem sehr hohen Prozentsatz aus Fäkalien. Das kann in hohem Maße gesundheitsgefährdend sein. Außerdem befinden sich im Camp Marmal im Schnitt rund 2500 Soldaten auf einer Fläche von ein mal zwei Kilometer mit dichtem Straßennetz."
"Es geht um die Sicherheit der Soldaten. Die Camps sind dicht besiedelt und schlecht beleuchtet", fügt Jörg Langer, Sprecher für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, hinzu. Wie viele Soldaten geblitzt werden, will der Oberstleutnant nicht sagen.
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