Treffen der Generationen: Opel Rekord C (1966-1971), Opel Insignia (ab November 2008), Opel Rekord D (1972-1977).
In den 60er, 70er und in den frühen 80er Jahren war der Opel Rekord ein Bestseller. Der Rekord C verkaufte sich in fünf Jahren 1,25 Millionen Mal, der Rekord D war mit 1,1 Millionen Exemplaren in fünf Jahren ähnlich erfolgreich. Mit dem Insignia ...
... versucht Opel, an den Erfolg anzuknüpfen. Der Insignia folgt konzeptionell dem Trend zum viertürigen Coupé. Die Vorgänger aus den 60er und 70er Jahren folgten auch der damaligen Auto-Mode. Der Rekord C ...
... ist stark beeinflusst vom US-Design und trägt üppigen Chromschmuck, während der Rekord D mit seinen geraden Linien sehr sachlich wirkt. Der Insignia kommt im Vergleich gedrungen daher, das coupéhafte Dach und ...
... die hohe Gürtellinie betonen die Dynamik des Insignia. Parkt der Insignia neben seinen Verwandten, ...
... lässt sich jedoch keine Familienähnlichkeit erkennen. Der kesse Knick am hinteren Seitenfenster erinnert eher an einen BMW. Der neue Opel bringt frischen Wind in die Mittelklasse. Und ...
... wird sich besser verkaufen als sein glückloser Vorgänger Vectra C.
2004 schuf Mercedes den CLS und begründete damit einen Design-Trend. Volkswagen folgte 2008 mit dem Passat CC. Vom neuen Insignia ...
... wird es auch ein Fließheck und einen Kombi (Caravan) geben. Der Caravan soll 2009 folgen und sportlicher konzipiert sein als sein auf maximalen Nutzwert ausgerichteter Vorgänger.
Bei den Motoren verfolgt Opel das Downsizing: Die Motoren bekommen kleinere Hubräume und Aufladung. Die vier angebotenen Benziner haben 1,6 bis zwei Liter und leisten von 115 bis 200 PS, das Topmodell ist ein V6 mit 260 PS. Die drei Diesel haben alle ...
... zwei Liter Hubraum und eine Leistungsspanne von 110 bis 160 PS. Weitere technische Highlights: Tagfahrlicht, adaptives Lichtsystem AFL, adaptives Fahrwerk FlexRide mit Stabilisierungstechnologie.
Zum neuen Selbstbewusstsein der Marke Opel passt der repräsentative Kühlergrill.
Glanz neu: Mit dem Insignia kommt auch ein aufgefrischtes Opel-Emblem.
Opel bietet den Insignia mit dem erweiterten Lichtsystem AFL an. Je nach Fahrbedingung regelt AFL vollautomatisch den Lichtkegel: Autobahnlicht, Überlandlicht, Stadtlicht, Schlechtwetterlicht und Abbiegelicht sorgen für hervorragendes Licht.
Die Rücklichter fügen sich organisch in das Heck-Design ein.
Das Cockpit-Design ist schwungvoll, die Mittelkonsole mündet bogenförmig in die Armaturentafel. Die Bedienbarkeit ist Opel-typisch gut, alle wichtigen ...
... Hebel und Schalter liegen griffgünstig. Hinter dem Automatikwählhebel ...
... ordnete Opel den zentralen Dreh/Drück-Knopf des Infotainment-Systems und die elektrische Parkbremse an.
Fingerfertig: Im Lenkrad lassen sich Radio und Telefon steuern.
Tacho und Drehzahlmesser sind optimal ablesbar, die Tankuhr und das Wasserthermometer sind etwas klein geraten.
Bei Dunkelheit sind die Insignia-Instrumente rot beleuchtet.
Tasteninstrument: Das Infotainment-System lässt sich nach kurzer Eingewöhnung per Tasten und ...
... Dreh/Drück-Schalter intuitiv bedienen.
Vorn sitzt man in wohnlicher Atmosphäre, perfekt eingebettet in ein durchdachtes Mensch-Maschine-System mit sinnvoll angebrachten Schaltern.
Reiseabteil: Fond mit mehr Platz und Komfort als erwartet. Großgewachsene haben jedoch nicht viel Kopffreiheit.
Der große Kofferraum macht Opels neue Oberklasse fernreise- und familientauglich.
Ab 1965 der Traum jedes Familienvaters: der Rekord B wurde nur ein Jahr lang gebaut und lehnte sich an das Styling von Chevrolet an.
Solide Technik mit kessem Hüftschwung: Der Rekord C entwickelte sich von 1966 bis 1971 zu einem Riesenhit. Seine Technik war unzerstörbar, Kofferraum und Innenraum boten sehr viel Platz – und das zu einem ...
... günstigen Preis: der zweitürige Rekord 1700 war bereits für wohlfeile 7.630 D-Mark erhältlich.
Der schluckt was weg: Der Kofferraum fasst locker das Reisegepäck einer Großfamilie. Der Tankeinfüllstutzen befindet sich übrigens hinter dem Kennzeichen.
Rekord 1900 L: Stramme 90 PS sorgen für 158 km/h Spitzentempo . Damit war Deutschlands Mittelstand seinerzeit standesgemäß motorisiert.
Die Zusatzscheinwerfer waren in den 60er und 70er Jahren sehr beliebtes Zubehör. Der Rekord C war als zwei- und viertürige Limousine, als Kombi und als Coupé lieferbar.
Filigran: der Außenspiegel, noch ohne Beheizung, elektrischen Stellmotor, Blinker, Anklappfunktion und asphärischem Spiegelglas.
Die Lenkradschaltung war beliebt, weil sie einen Sitzplatz vorn in der Mitte des Wagens ermöglichte. 1966 ...
... genügten vier Kippschalter, ein Lenkradwählhebel für drei Gänge und ein riesiges, spindeldürres Lenkrad.
Die neue Sachlichkeit: Der ab 1972 lieferbare Rekord D zeigte ein schlichtes, modernes Design frei von amerikanischen Einflüssen. Der Rekord D wirkt zierlicher als seine Vorgänger.
Der Rekord D wurde begeistert vom Publikum aufgenommen. Schon im ersten Produktionsjahr erreichte der Mittelklasse-Opel bislang unerreicht hohe Verkaufszahlen.
Einer der Gründe, zum Rekord zu greifen: das üppige Raumangebot.
Schön schlicht: die Front mit Scheinwerfern und Blinker unter einem gemeinsamen Deckglas.
Schlicht schön: Für den Entwurf der Heckleuchten benötigten die Designer keinen Zirkel, ein Lineal hat gereicht.
Der Tankdeckel war beim Rekord D am hinteren rechten Kotflügel angeordnet.
Gute Stube: Holzimitat zaubert eine wohnliche Atmosphäre in den Innenraum.
Moderne Zutaten: Sicherheitsgurte und vordere Kopfstützen waren im Rekord L noch aufpreispflichtig.
Perfekte Übersichtlichkeit: Kombiinstrument mit Tankuhr, Kühlwasserthermometer, Tacho und Zeituhr. Die Heizungsbedienhebel liegen direkt unter den Instrumenten, weil ...
... in der Mittelkonsole ein zentraler Lautsprecher montiert ist.
Gutbürgerlichkeit in neuer Form: Der ab 1977 lieferbare Rekord E ist bereits vom Windkanal gerundet und von Vernunft geprägt. Sicher, sparsam und technisch auf der Höhe seiner Zeit.
Heute sehr exotisch und kaum zu finden: dreitürige Rekord E Caravan. Die meisten Caravan wurden im harten Handwerker-Alltag verschlissen. 1978 startete Opel mit dem ...
... Senator A den Versuch, in der Oberklasse Fuß zu fassen. Die Verkaufszahlen konnten jedoch nicht überzeugen. Der Senator basiert weitgehend auf Rekord-Technik, unterscheidet er sich vor allem durch Sechszylindermotoren und Schräglenker-Hinterachse vom Rekord.
Alles radikal neu: Name, Design, Fahrwerk. Mit dem Omega A folgte Opel 1986 konsequent dem Trend zu Windkanal-geglätteten Karosserien. Leider trübten anfängliche Verarbeitungsmängel das Bild. Opel bot den Omega ...
... als Limousine und Caravan an, unter den zahlreichen Motorvarianten stach besonders der harmonische und seidenweich laufende Omega 3000-24V mit 204 PS hervor. Dieses Aggregat wurde auch ...
... im Senator B angeboten. Technisch konnte der Senator B überzeugen, die Käufer jedoch akzeptierten im automobilen Oberhaus keinen Opel. Gegen die Marktdominanz von Mercedes und BMW blieb der Senator erfolglos.
Mit dem von 1994 bis 2003 gebauten Opel Omega B ging bei Opel die Ära der klassischen Bauweise zu Ende. Als letzter Opel hat der Omega B Frontmotor und Heckantrieb. Immerhin fast 800.000 Exemplare fertigte Opel in Rüsselsheim.
Nach Produktionseinstellung hat der Omega B keinen Nachfolger mehr erhalten.
Der Ascona A sollte eigentlich gar keine eigenständige Modellreihe werden, sondern den Kadett B ersetzen. Der erste Ascona etablierte sich jedoch rasch. Lediglich vier Prozent betrug ...
... der Produktionsanteil des Kombis Ascona Yoyage. Mit seinem schrägen und eleganten Heck war er nicht als Handwerkerfahrzeug gedacht, sondern als "Lifestyle-Kombi". Der Markt war in den frühen 1970ern noch nicht reif für das Konzept.
Superseller: Der Ascona B wurde von 1975 bis 1981 über 1,5 Millionen Mal gefertigt. Der Ascona teilt sich Bodengruppe und Technik-Komponenten mit der Coupé-Version Manta. Die schnörkellose ...
... Linienführung findet sich auch im Innenraum. Gegenüber dem Vorgänger bietet der Ascona B mehr Platz und eine bessere Ausstattung: bereits die Basisversion hat serienmäßig Vlies-Teppichboden, zweistufiges Heizungsgebläse und Sicherheitsgurte.
1981 sattelte Opel beim Ascona C auf Quermotor und Frontantrieb um. Wichtigster Grund: bessere Raumausnutzung bei fast unveränderten Außenmaßen. Erstmals bot Opel ...
... eine Fließheckversion seines Mittelklassemodells an. 1985 gab es die ersten Ascona mit geregeltem Katalysator, ab 1987 ist ABS erhältlich. Nach über 1,7 Millionen Ascona C-Exemplaren präsentiert Opel ...
... 1988 den Vectra als Ascona-Erbe. Er setzte den Verkaufserfolg fort. Er bot alle von einem Opel erwarteten Eigenschaften: zuverlässig, fahrsicher, geräumig und preiswürdig.
Der Vectra B kann nicht ganz an die hohen Verkaufszahlen seiner Vorgänger anknüpfen. Trotzdem war er immer noch unter den ...
... zehn meistverkauften Pkw in Deutschland zu finden. Neben Fließheck und Stufenheck gab es erstmals ...
... einen Caravan. 2002 kam der ...
... Vectra C auf den Markt. Da der Omega nicht mehr angeboten wurde, streckte Opel den Vectra C um 14 cm gegenüber dem Vormodell. Obwohl der Vectra somit durch ...
... üppige Platzverhältnisse und gute Fahreigenschaften glänzen konnte, sanken die Verkaufszahlen von Jahr zu Jahr. 2007 wurden nur rund 18.000 Vectra in Deutschland verkauft. Die ...
... Kombiversion bot sogar einen verlängerten Radstand und mit 1.850 Litern konkurrenzlos viel Laderaum in der Mittelklasse.
Gut gerüstet für lange Strecken: Federungskomfort, Platzangebot und leichte Bedienbarkeit machen den Vectra zum angenehmen Reiseauto.
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