Mit ihrem gelben
Renault Twingo erregen die Brüder Marcel und Ricardo Böhm bei jeder Ausfahrt mächtig Aufmerksamkeit.
Unter der Haube tobt ein 58 PS starker Vierzylinder. Eine angeflanschte Vier-Gang-Automatik sorgt für satten Durchzug bis Tempo 150. Eilig dürfen es die beiden Brüder allerdings nicht haben: Von 0 auf 100 km/h nimmt sich auch der aufgemotzte Twingo gut 13 Sekunden Zeit.
Ein Gewindefahrwerk lässt den Franzosen vorn 80 und an der Hinterachse 70 Millimeter näher an den Asphalt rücken. Die schwarzen Räder sind 16 Zoll groß.
Unter der modifizierten Frontschürze sorgt eine Cup-Lippe dafür, dass Parkhäuser zu den natürlichen Feinden des Twingo gehören.
Die Schürze wurde mit den extrem geweiteten Kotflügeln verbunden, auf der Fahrerseite sorgt ein modellierter Totenkopf mit rot glühenden LED-Augen dafür, dass vorausfahrende Verkehrsteilnehmer freiwillig die Spur räumen.
Gewinde-Abstandshalter halten die Spoilerlippe in Position.
Das äußere Erscheinungsbild wird von der gelbe Grundfarbe dominiert.
Highlight ist das abschließende Finish inklusive der grandiosen Airbrush-Lackierung im dreifarbigen Tribal-Design.
Auf den Asphalt blickt der ehemals brave Kleinwagen durch Angeleye-Scheinwerfer, die wegen der verlängerten Motorhaube reichlich grimmig wirken.
Klarglasrückleuchten, eine gecleante Heckklappe und der modifizierte Stoßfänger machen auch aus dem Twingo-Hintern einen Hingucker.
An die Außenspiegel wurde in der Tat Hand angelegt.
Ton in Ton: Die dreifarbige Airbrush-Lackierung zieht sich über die gesamte Karosserie und wurde auch im Innenraum konsequent fortgeführt.
Der spektakuläre Innenraum steht der Hülle in nichts nach. In den Türverkleidungen sorgen 16-Zoll-Lautsprecher von Emphaser für ordentlich Druck. Die Doorboards sind extra angefertigt.
Die Schroth-Gurte sehen nicht nur sportlich aus, sie sorgen auch für ordentlichen Rückhalt. Man beachte die Verkleidung der Gurtrollen.
Ein JVC-MP3-Radio unterhält nicht nur die Insassen.
Das Cockpit des kleinen Franzosen wurde komplett geglättet und lackiert. Lenkrad, Schaltsack und Sitze sind in feines Leder gehüllt. Ein Monitor zeigt Bilder, Videos und bei Bedarf auch die Action einer Spielkonsole.
Wo einst Baguette und Rotwein vom "Supermarché" nach Hause transportiert wurden, regiert heute eine wahrlich monstermäßige Soundlandschaft.
Knochenjob: Wer die Handbremse ziehen will, muss im wahrsten Sinne Rückgrat haben. Der "Hebel" entstammt einem Schulskelett.
Bleibt zu hoffen, dass sich der Aufwand und Einfallsreichtum der zwei Süd-Brandenburger auszahlt und ihr Twingo sie mit viel Ruhm und Pokalen belohnt.
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