Im Renn-Spiel "Tori 500" von Lexus und Sports Illustrated driftet der Spieler im GS Sport um die Konturen des Foto-Models Tori Praver. Die wurde im Vorfeld in verschiedenen Posen von oben fotografiert
Die Kontur ihres Körpers kam danach in einem Maßstab von 1:300 cm als Strecke digital auf den Rechner.
Der echte
Lexus GS 450h fährt sich natürlich anders als auf iPhone oder iPad. Optisch greift er BMW an, trägt sogar den Hofmeister-Knick in der C-Säule.
Auch das Heck erinnert an BMW: Bei gleichgebliebener Gesamtlänge wuchs die vierte Generation des GS im Vergleich zum Vorgänger um drei Zentimeter in der Höhe und zwei Zentimeter in der Breite. Die Preisliste startet bei rund 53.000 Euro.
Rein elektrisch soll der 450h zwei Kilometer weit kommen – und zwar bis zu 64 km/h schnell. Aber: Das ist praktisch nicht machbar. Auf der Testrunde mit großem Landstraßenanteil verbrauchte der Hybrid laut Bordcomputer statt der versprochenen 5,9 gut acht Liter. Die Gleichung ist einfach: Sport + Hybrid = Sprit. Davon unbeeindruckt ...
... gibt Lexus damit an, dass der GS-Hybrid mit seiner Systemleistung von 343 PS satte 2,5 PS pro Gramm CO2 leistet – aber, wie gesagt, nur in der Theorie. Wir hätten den Verbrauch gesenkt, wären wir ständig im Eco-Mode gefahren, doch die Modi Sport und Sport+ passen besser zum GS.
Wer sich die Sport-Version leistet, bei dem lenken die Hinterräder mit – bei geringem Tempo entgegen den Vorderrädern, bei höherem Tempo in dieselbe Richtung. Das Ganze soll für ein Gefühl des Wie-auf-Schienen-Fahrens sorgen. Wie sicher das Auto tatsächlich spurt, ...
... klärt erst ein späterer Test. Natürlich hat auch ein Hybrid einen Auspuff, bei Toyotas Luxus-Tochter versteckt man den Kleinen verschämt tief unterm Heck, während der GS 250 stolz ist auf seine zwei großen, chromgefassten Abgastrichter.
Luxus à la Lexus: das Cockpit mit klar gestalteten Rundinstrumenten, einem großen Multimedia-Display, schicker Analoguhr – und vor allem ausreichend Platz.
Grün sein will der Hybrid-Lexus auch im Detail. Das Holz des Lenkradkranzes ist im "Bambus-Echtholzfinish" verarbeitet, und das Audiosystem aus dem noblen Hause Mark Levinson verfügt über eine energieschonende Technologie. Die Klimaanlage funktioniert gar mit Nanotechnologie, die 20 bis 50 Nanometer kleine Ionen in den Innenraum pustet.
Die Passagiere schwelgen in einem stilsicheren Mix aus Leder, Holz und metallisch schimmernden Oberflächen.
Die nun aufrecht hinter der Rückbank verstauten, nicht mehr zeitgemäßen Nickel-Metallhydrid-Akkus sorgen dafür, dass das Kofferraumvolumen unverrückbar bei 482 Litern bleibt; immerhin 60 Prozent mehr als beim Hybrid-Vorgängermodell. Und ein Fünfsitzer ist der Lexus GS 450h leider nur in der Theorie. Tatsächlich ist er ein Vier-Männer-und-ein-Baby-Sitzer.
Der neue GS 450 h in Stichpunkten. Das gefällt uns: Der Kofferraum ist trotz Akku-Packs hinter den Rücksitzen um 60 Prozent größer als beim Vorgänger. Das fehlt uns: Ein fünfter Platz, auf dem zumindest ein kleines Kind einigermaßen bequem sitzen kann. Das überrascht uns: Lexus greift in die Kiste mit alten Nickel-Metallhydrid-Akkus.
Fazit von Redakteur Hauke Schrieber: "Schön ist er ja, sportlich und edel auch. Wer rund 50.000 Euro übrig hat, macht nichts falsch. Doch der GS 450h ist allenfalls rot-grün, denn er ist in Wahrheit ein ...
... Halbvoll-Hybrid; rein elektrisch geht zu wenig. Und eines ist klar: Wer den kauft, liebt's eher schnell als sparsam." Wertung: 3,5 von fünf Sternen. Noch mehr Informationen zum neuen Lexus GS 450h gibt es
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