Eine neue abgedrehte Studie aus dem Hause Rinspeed: iChange heißt der Wagen, den Frank Rinderknecht auf dem Genfer Salon 2009 der staunenden Öffentlichkeit vorstellt.
Wandlungsfähig: Das Konzept unter der aufregenden Hülle nennen die Schweizer "1-2-3-Sitzer". Die "stromlinienförmige Regentropfen-Form" des iChange ...
... kann je nach Bedarf per Knopfdruck von einem bis auf drei Sitze konfiguriert werden. So sitzt der Fahrer vorne in der Mitte, ...
... die maximal zwei Passagiere links und rechts dahinter.
Das von Rinspeed-Partner Esoro entwickelte, neuartige Produktionsverfahren E-LFT (Endlosfaserverstärkter Langfaserthermoplast) ermöglicht kostengünstige Bauteile mit über 30 Prozent Gewichtsvorteil gegenüber Stahl. Davon profitiert ...
... auch der iChange, der bei 1,80 Meter Breite, ...
... 1,03 Meter Höhe und 4,28 Meter Länge nur 1050 Kilogramm auf die Waage bringt.
Beim Antrieb setzt die Rinspeed-Studie auf die Kraft eines 204 PS starken Elektromotors, der seinen Saft ...
... aus drei Lithium-Ionen-Akkus holt. Wenn den Stromspeichern der Saft ausgeht, ...
... muss der iChange an eine herkömmliche Steckdose. Nach drei Stunden sind wieder genug Elektronen ...
... für 90 Kilometer forcierte Gangart da. Wer seinem Rinspeed die Sporen gibt, muss den Wagen halt eher ans Ladekabel hängen, darf sich dafür auch über 220 km/h Spitze und ...
... 4,2 Sekunden für den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 freuen. Verantwortlich für die guten Fahrleistungen sind neben dem starken Motor ...
... die strömungsgünstige Karosserie und ...
... die Aluräder, die mit ihrer Vollverkleidung garantieren, dass sich auch der kleinste Windhauch nicht in ihnen verfangen kann.
An der Hinterachse verschwinden die Räder sogar zur Hälfte unter der Karosserie.
Suchspiel: Entdecken Sie die Türen des iChance? Nein? Nicht verzagen, er hat gar keine. Den Zugang in den Innenraum ...
.. gewährt das elektrisch öffnende Dach, das ...
... aufgrund seiner Transparenz auch im geschlossenen Zustand beste Aussichten in den Himmel ermöglichen sollte.
Im Innenraum müssen die Passagiere trotz des Energiesparkonzepts der Studie nicht auf Luxus und die üblichen Annehmlichkeiten des Autofahreralltags verzichten. Allerdings ist im iChange ...
... alles der Energieeffizienz untergeordnet. Das Infotainmentsystem der nächsten Generation zeichnet sich dank innovativer Prozessor-Technologie durch minimalen Stromverbrauch aus. Das Gleiche ...
... gilt für das besonders leichtgewichtige Audiosystem, das "exzellenten Sound" mit einem Minimum an Energiebedarf kombinieren soll.
Zündschlüssel? Fehlanzeige! Seine Funktion übernimmt ein Apple iPhone, das gleichzeitig auch die Fernsteuerung und Bedieneinheit für die wichtigsten Fahrzeugfunktionen ist.
iChange ist englisch, bedeutet "ich wechsele". Das gilt natürlich in erster Linie für den Wagen und seine Möglichkeit, sich vom Einsitzer ...
... in einen Zwei- oder Dreisitzer verwandeln zu können. "Ich wechsele" könnte aber auch für den Umstieg aufs Elektroauto stehen. Schade eigentlich, dass dafür ...
... der Rinspeed iChange wohl nicht zur Verfügung stehen wird. Wie bei allen Studien von Frank Rinderknecht ...
... gehen die Serienchancen auch hier ganz eindeutig gegen Null.
Mindestens ebenso skurril wie der iChange: der Squba. Den hat Rinspeed 2008 in Genf als Studie gezeigt. Tauchermaske aufsetzen, langsam – pscht-pfffff – über die Pressluft atmen. Das Wasser fließt über die Türen, das Cockpit säuft ab. Ein Auto nicht nur für den Asphalt.
Mit der Nase zuerst sackt der Squba Richtung Meeresgrund. Neugierig schwimmen kleine Fische und Schnappschildkröten vorbei, wie in einer anderen Welt.
Willkommen in der Welt von Rinspeed. Seit 15 Jahren erfindet Frank Rinderknecht jedes Jahr ein neues zulassungsfähiges Auto: 2006 den Esoterik-Porsche ZaZen, 2007 den durchsichtigen CO2-Roadster eXasis.
Der Squba kann bis zu zehn Meter tief tauchen. Ellebogen raus muss sein – auch mit Maske im Gesicht.
Für sein Projekt hat der Tuner eine Lotus Elise komplett gestrippt, abgedichtet und mit Styropor ausgelegt. Somit hatte der Sportwagen genügend Auftrieb, um auf dem Wasser zu schwimmen.
Nun reichen zwei Jetantriebe an den Seiten, um die Elise zum Tauchen zu bewegen. Blubbern die 3,6 kW starken Düsen, zieht es das U-Boot-Auto nach unten. Wird der Stromkreis unterbrochen, taucht das Auto automatisch auf. Simpel.
Zwei Propeller am Heck sorgen für Vortrieb.
Der Squba dreht sich stets in Richtung des Propellers, mit dem weniger Gas gegeben wird.
Die Bootshebel in der Mittelkonsole sind zugleich Lenkung – unter Wasser.
Druckluft aus den Taucherflaschen hält die Motorelektronik trocken.
Nach dem Auftauchen müssen die Sitzbezüge einen Tag lang trocknen, bis der Squba ohne nasses Hinterteil zu fahren ist.
Bis auf die Bezüge ist ansonsten alles wasserdicht. Wer keinen nassen Po bekommen oder einen Tag warten will, fährt an Land somit besser im Neopren-Anzug.
Auf der Straße fährt die Tauch-Elise mit den 160 Nm des Elektromotors. Leise, aber vehement und bis zu 120 km/h schnell. Wir dachten immer, ein Sportwagen ohne Sound ist kein Sportwagen. Aber wir dachten auch, Sportwagen können nicht tauchen.
Auf den folgenden Bildern gibt es viele weitere Eindrücke von der motorisierten Wasserratte. Tauchen Sie ein!
Schon vor zwei Jahren, auf dem Genfer Salon 2007, sorgte die Studie "eXasis" für Furore.
Zwei Personen finden in dem gläsern anmutenden Gefährt hintereinander Platz, gefertigt ist es aus dem Hightech-Kunststoff Makrolon.
Die 750-Kilo-Zigarre leistet 150 PS, also muss jedes Pferdchen nur fünf Kilo bewältigen. Das verspricht sportliche Fahrwerte bei reinem Umweltgewissen, denn der eXasis wird mit Bioethanol befeuert.
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