Zwei knackige Fahrspaßbereiter im Formationsflug: AUTO BILD SPORTSCARS war mit Opel GT und Audi TTS Roadster unterwegs.
Gib Gas, ich will Spaß! Zum Herumstehen sind diese beiden Schmuckstücke wahrlich nicht gemacht.
Mittel zum Zweck: Die kleinere und steilere Frontscheibe des Opel GT erhöht den Roadster-Genuss.
Von wegen cruisen: Mit diesen beiden Rasse-Roadstern kann und will man auch mal ordentlich angasen.
Die entscheidende Frage des Vergleichs: Wer schiebt am Ende seine Nase nach vorn?
Platz eins geht nach Ingolstadt: In diesem Vergleich fährt der TTS als der durchdachtere, agilere Allround-Sportler dem GT davon.
Wermutstropfen: Kaum etwas kann man diesem Audi ankreiden, der heftige Mehrpreis von rund 15.000 Euro gegenüber dem Opel dürfte aber einige Roadster-Fans abschrecken.
Quer und bewährt: Der 2.0 TFSI überzeugt in jeder Lage, stellt mit 272 PS und 350 Nm Drehmoment stets ausreichend Kraft zur Verfügung.
Griffig: Der serienmäßige Allradantrieb bringt die Kraft souverän auf den Boden. In 5,7 Sekunden ist der TTS aus dem Stand auf Tempo 100.
Er könnte noch mehr, wenn er nur dürfte: Bei 250 km/h greift der elektronische Begrenzer unbarmherzig in den Vortrieb ein.
Da geht noch mehr: In Sachen Sound könnte sich der TTS gerne noch eine Spur energischer in die Wahrnehmung hineinspielen.
Schönes Detail: TTS-Schriftzug am Tankdeckel. Im Schnitt genehmigte sich der Audi 10,8 Liter Super Plus auf 100 Kilometer.
Auch schön: Von vorne erkennt man den stärksten TT an seinen silbernen Spiegelkappen.
Schön groß: Audi stellt den TTS serienmäßig auf 18-Zöller in ansprechendem Doppelspeichen-Design.
Technische Spielerei für gute Bodenhaftung: der ausfahrbare Heckspoiler.
Stämmiger Auftritt: Insgesamt kommt der neue TT wuchtiger daher als sein Vorgänger. Der TTS setzt in bester S-Manier noch einen drauf, wird aber nicht krawallig.
Einsteigen und wohlfühlen: Die Leder-Alcantara-Bezüge der Audi-Sitze sind serienmäßig an Bord.
Bekanntes Bild: Der Arbeitsplatz des TTS gleicht dem des TT bis auf wenige Details.
Frisch gemacht: Audi spendiert dem Top-TT hellere Anzeigen.
Handarbeit: Der Audi verteilt seine Kraft über ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Optional gibt es ein Doppelkupplungsgetriebe; für 2150 Euro extra.
Knackig auf Knopfdruck: Das adaptive Fahrwerk "Magnetic Ride" ist serienmäßig an Bord.
Zügig zugig: Das Verdeck öffnet automatisch in nur zwölf Sekunden.
Preiswert ist anders: Wer mit dem TTS Frischluftspaß erleben will, muss mindestens 47.750 Euro an Audi überweisen.
Platz zwei und ganz nah am Roadster-Urgedanken: Auf den Opel GT muss man sich einlassen können.
Klare Sache: Wer seine Ansprüche reduziert und Macken verzeihen kann, hat mit dem GT seine Freude und genießt die Einfachheit.
Längs und kräftig: Der Zweiliter-Turbo gefällt. Er setzt den Opel mit 264 PS und 353 Nm Drehmoment unter Dampf.
Der GT muss mit zwei angetriebenen Rädern weniger auskommen als der Audi. Dank einer Differenzialsperre an der Hinterachse überrascht der Opel aber mit guter Traktion.
Sprintstark: In 5,9 Sekunden geht es mit dem GT aus der Parkposition auf Landtsraßentempo.
Deutlich unterlegen: Bei einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h kann der Opel dem Audi nicht annähernd folgen.
Verbesserungsvorschlag: Hinter den 18-Zöllern wäre noch Platz für eine größere Bremsanalage. Der GT steht aus Tempo 100 fast zweieinhalb Meter später als der TTS.
Zwei Blender am Heck: Die eckigen Auspuffschlote sind zwar ziemlich groß geraten, sie bieten aber nur wenig Sound.
Kuriositätenkabinett oder Augenweide? In jedem Fall fällt der markante Opel GT auf.
Der Charme des Einfachen? Um den GT zu öffnen, ist ausschließlich Handarbeit gefragt. Für Verwöhnte ist das nichts.
Zu weich für einen harten Roadster: die Sitze des Opel GT.
Licht und Schatten: Die Schalteranordnung im GT-Cockpit ist klar, das Radiodisplay spiegelt aber leider. Bei Bedienlogik und Materialanmutung hapert es.
Will mit Nachdruck angefasst werden: Die manuelle Fünfgang-Schaltung ist schwergängig. Außerdem würde dem Opel ein sechster Gang guttun.
Schweres Erbe: Mit der Bezeichnung GT trägt der Opel einen großen Namen mit altem Glanz, den historischen Vorgänger bauten die Rüsselsheimer von 1968 bis 1973 in Eigenregie.
Amerikanische Gene: Der GT basiert auf dem Pontiac Solstice, ist seit 2007 als GM-Derivat in Deutschland zu haben.
Wer auf Purismus steht, kann guten Gewissens zum GT greifen, und im Vergleich zum TTS viel Geld sparen. Opel verlangt für den knackigen Roadster einen Grundpreis von 32.180 Euro.
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