Ich hab' dich so lieb! Der quietsch-orange
Dodge Challenger fuhr sich binnen 24 Stunden direkt in das Herz von autobild.de-Redakteur Boris Pieritz.
Startpunkt Los Angeles, Pacific Coast Highway. Hier geht es vorbei an ...
... den aus Baywatch bekannten Strandwächter-Häuschen, unzähligen Surf-Hotspots ...
... und bezaubernden Anwesen mit sattem Palmenbestand.
Der Begleiter, das 377 PS starke Musclecar von
Dodge, wird von einem bärigen 5.7-V8-HEMI befeuert. Diese lange Haube, dieses knackige Heck, diese geniale, dynamische Seitenlinie – optisch ist der Challenger der Schönste im Musclecar-Dreigestirn mit
Chevrolet Camaro und
Ford Mustang. In Sachen Handling ...
... und Performance muss er jedoch Federn lassen. Der Challenger ist eindeutig zu bullig. Mit 1,85 Tonnen ist er der Schwerste im Trio (Camaro 1,7 Tonnen / Mustang 1,6 Tonnen), außerdem ist er gewaltige 5,02 Meter lang und 1,45 Meter hoch (Camaro 4,84/1,36,
Mustang 4,78/1,42).
Nach einem kurzen Schwenk über den legendären Sunset Boulevard, ...
... führt der Weg entlang Palmen-gesäumter Straßen in Richtung San Diego.
Von San Diego sind es dann noch 30 Minuten bis nach Alpine, einer Radrennfahrer-Hochburg und dem Nachtlager, der
Ayres Lodge. Dort empiehlt sich ein Besuch der
Alpine Beer Company, wo, der Name lässt es vermuten, leckeres kalifornisches Bier gebraut wird.
Kurz nach Alpine ruft die Wüste. Zeit, die Sprinterqualitäten des Coupés zu überprüfen. Auf einer verlassenen Nebenstraße hält Redakteur Pieritz an, atmet kurz durch, Feuer. In handgestoppten 5,5 Sekunden durchbricht der Zweisitzer die 100-km/h-Schallmauer. Nicht schlecht bei diesem Kampfgewicht.
Die Fahrt durch die Einöde entlang der mexikanischen Grenze dauert fast einen halben Tag. Wie lange sich eine solche Wüstenstraße hinziehen kann, ...
... wird anhand der Infografik auf dem Navi deutlich. "Immer gerade aus, nächste Kreuzung in 37 Meilen (60 Kilometer)". Durchhalten!
Endlich zurück im Leben nach der Wüstentour: Je näher man auf dem Weg zurück nach Los Angeles der Küste kommt, umso grüner und bunter wird es am Straßenrand.
Noch ein paar Details zum potenten Weggefährten: Der Dodge Challenger R/T Classic wird derzeit in den USA ab 33.595 Dollar angeboten (25.270 Euro).
Das 24-Stunden-Paket Dodge Challenger gibt es bei Hertz (Los Angeles Airport) für umgerechnet 100 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland erhält man beim gleichen Vermieter für den gleichen Zeitraum ...
... einen VW Polo für 91 Euro, ein Opel Meriva kostet gar 111 Euro.
Erster Boxenstopp für das Biest zwischen El Centro und Salton City: Zwölf Liter genehmigt sich der Challenger im Schnitt auf den ersten 400 Kilometern. Gar nicht so übel für einen dicken, durstigen V8.
Der Autor muss auch "auftanken":
Juanita's Taco Shop ist ein Insider-Tipp jenseits aller Touristenströme im pittoresken Pazifik-Städtchen Encinitas
. Hier kochen Mexikaner ...
... für Mexikaner. Die Chimichangas sind ein Gedicht.
Ein weiteres kulinarisches Highlight des Roadtrips ist das
Ramona Café im gleichnamigen Ort. Hier brutzeln ortsansässigen Omas nach Großmutter-Art. Das ...
... erwählte Philadelphia Cheese Steak ist das beste Cheese Steak außerhalb Philadelphias.
Vor dem Restaurant noch ein schneller Schnappschuss eines Ford F 150 und seinem Opa.
Plötzlich wird es gespenstisch: Am Straßenrand jede Menge zerfallene, teils abgebrannte Häuser, ...
... wenig später flankieren seltsam gekleidete Schaufensterpuppen die Straße und schauen die vorbefahrende Reisenden aus toten Augen und stummen Gesichtern an. Nichts wie weg hier.
Diese Tankstelle hat schon bessere Zeiten gesehen. Solche Geister-Häuschen stehen hier an jeder Ecke.
Eine der wenigen überlebenden Tankstellen auf diesem Streckenabschnitt: einkaufen und tanken wie vor 50 Jahren im Live Oaks Market.
Ob Wandern, Biken, Quad fahren oder River Raften: Die Freizeitmöglichkeiten für Abenteuerlustige sind hier grenzenlos.
Reisende sollten, bevor sie wieder in den Moloch Los Angeles eintauchen, einen Boxenstopp im Orange County einliegen. Neben Orangen (Foto) wird hier an bunten Markständen am Straßenrand allerhand frisches Obst und Gemüse angeboten.
Endlich wieder Wasser in Sicht: Auf dem wunderschönen Pacific Coast Highway, Ausgangs- und Endpunkt des Roadtrips (hier ein Teilabschnitt in Malibu), kann man, wenn die 24 Stunden rum sind, noch viele Tage länger Hunderte von Kilometern entlang des Pazifik cruisen.
Fazit von autobild.de-Redakteur Boris Pieritz: "Der Dodge Challenger ist optisch der optimale Reisebegleiter im schillernden Sonnenstaat Kalifornien. Mit seiner markanten Karosserieform ist er ein absoluter Hingucker. Mehr Freude am Fahren vermitteln jedoch seine Musclecar-Kollegen Ford Mustang und Chevrolet Camaro, die deutlich sportlicher auf der Straße liegen."
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.