Vier Supersportler vor einem Hangar des Luftwaffenstützpunkts im bayerischen Lagerlechfeld: Die PS-Protze sind angetreten, ...
... um sich auf der fast 2,8 Kilometer langen Startbahn in der Disziplin "0–300 km/h" zu messen. Ruf Rt 12, Saleen S7, Lamborghini Murciélago und SLR McLaren können ...
... in Sachen Beschleunigung nicht annähernd mit dem fliegenden Arbeitsgerät der hier stationierten Piloten mithalten. Aber die Optik der Boliden stiehlt der fliegenden Waffe zumindest kurzzeitig die Schau.
Von oben herab: Der Tornado beschleunigt in 20 Sekunden auf Tempo 300 und hebt dann ab. Die Sportwagen brauchen länger – und bleiben auf jeden Fall am Boden.
Der Ruf Rt 12 hält mit dem Flugzeug noch am besten mit: In 24,8 Sekunden ist der blaue Bomber aus dem Stand auf Tempo 300.
Die Düse des Ruf: Zwei Turbolader pressen aus 3,8 Litern Hubraum verteilt auf sechs Zylinder 650 PS und 870 Nm Drehmoment.
Die reine Raserei: In 3,4 Sekunden schießt der Ruf auf 100 Sachen und stoppt ...
... den Vortrieb erst bei 360 km/h. Bei etwas behutsamerer Gangart zeigt sich der Rt 12 als alltagstauglichstes Auto im Test.
Elegant: Der aufgeblasene Porsche steht auf 19-Zöllern im Fünfspeichen-Design. Dahinter arbeitet für 7830 Euro Aufpreis eine Keramik-Bremse.
Hochleistung dezent verpackt: Gegenüber dem 997 Turbo besitzt die Ruf-Variante nur eine geänderte Frontschürze und hinten 30 Millimeter breitere Kotflügel.
Wer über das Asphaltband fliegen will, sollte gut gesichert sein: Ein Blick durch die Heckscheibe zeigt die Verankerung ...
... der Vierpunktgurte. Sie fixieren den Piloten in den aus dem GT3 bekannten Recaro-Schalensitzen.
Fast alles Serie: Das Cockpit hat den gewohnten 911er-Stil mit Ruf-Wildlederlenkrad. Neben manueller Schaltung gibt es optional eine Fünfgang-Automatik mit Lenkradwippen.
Nicht übertrieben: Bei Topspeed hängt die Tachonadel tatsächlich am Anschlag.
Babyblaue Kostbarkeit: 276.890 Euro will Ruf für den Rt 12 haben – das Basisfahrzeug ist im Preis selbstverständlich inbegriffen.
Optisch dem Kampfjet am nächsten kommt wohl der Lamborghini Murciélago LP 640. Beim Sprint auf 300 km/h muss er sich in 33,3 Sekunden aber deutlich geschlagen geben. Immerhin landet er bei den Autos damit auf Platz zwei.
Zwölf Töpfe für ein Halleluja: Aus 6,5 Litern Hubraum holt das Lambo-Aggregat 640 PS und 660 Nm – und hängt brillant am Gas.
Schneller auf 100 km/h ist keiner: Den Prestigesprint absolviert der LP 640 in 3,3 Sekunden. Wer den Fuß auf dem Gas lässt, ...
... erreicht nach 11,1 Sekunden bereits die 200-km/h-Marke und bringt es beim finalen Aufprall auf die Fahrtwind-Wand auf beachtliche 340 Sachen.
Auf allen vieren: Der Lamborghini treibt sämtliche Räder an. Für Grip sorgen die 335er-Walzen auf den 18-Zöllern.
Damit man weiß, wo man gleich Platz nimmt: Jenseits dieser Schwelle fühlt ...
... sich auch ein Tornado-Pilot sichtlich wohl. Zumindest für eine Sitzprobe wird das Arbeitsgerät kurzfristig getauscht.
Ein Arbeitsplatz zum Wohlfühlen: Die Sitze bieten nicht nur guten Seitenhalt, sie sehen mit ihrem gesteppten Rautenmuster auch noch ziemlich ansprechend aus.
Großer Sport: Wenn die Tachonadel die 100-km/h-Marke überschreitet, hat das Getriebe immer noch nicht den zweiten Gang eingelegt.
Stealth-Bomber auf vier Rädern: Der Murciélago ist Top-Gun in Reinkultur – martialisch, brdrohlich, roh und unverwechselbar.
Das Sonderangebot: Ein Preis von 258.680 Euro macht den LP 640 zum günstigsten Kandidaten in diesem Vergleich.
Schwarzer Donnerhall: Bei Vollgas lassen die Sidepipes des SLR den Asphalt beben, wie der Nachbrenner des Tornado. 36,3 Sekunden von 0 auf Tempo 300 reichen bei den Autos aber nur für Platz drei.
Ein Motor wie eine moderne Skulptur: Dank Kompressoraufladung bringt es der 5,4-Liter-V8 auf 626 PS und 780 Nm.
Fliegender Schwabe: Trotz beachtlicher 1755 Kilogramm Leergewicht rast der SLR in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und ...
... schafft mit einer Gänshaut-Geräuschkulisse bis zu 334 km/h. Damit ist er der langsamste Wagen im Vergleich!
Turbinenschaufeln: Hinter den ungewöhnlich designten 19 Zoll großen Alufelgen arbeitet serienmäßig eine Keramik-Bremse.
Edles Ambiente: Im Cockpit des SLR kommt bei aller Sportlichkeit der Luxus nicht zu kurz.
Die Tachonadel kommt nicht in einem Zug voran: Ab 280 km/h kämpft der Mercedes mit seinem mäßigen cW-Wert von 0,37.
Für die gepflegte Raserei: Die Fünfgang-Automatik hat einen Sportmodus, der die Schaltzeiten verkürzt. Außerdem ist das Ansprechverhalten des Motors giftiger.
Drei schlichte Buchstaben stehen bei Mercedes für das absolute Topmodell in Sachen Fahrleistungen. Das lassen sich ...
... die Schwaben aber auch gut bezahlen: Für den SLR McLaren werden 440.800 Euro fällig.
Vom Aussehen her wäre dem Saleen S7 alles zuzutrauen, aber in diesem Vergleich bleibt dem Amerikaner nur der letzte Platz. Wie schnell er aus dem Stand auf Tempo 300 wäre, ...
... lässt sich leider nicht messen. Die aerodynamisch ausgefeilte Kohlefaser-Karosserie sorgt mit Diffusor, glattem Unterboden und langem Heck für so viel Abtrieb, dass der Wagen bei 286 km/h aufsetzt. Weiterbeschleunigen? Unmöglich.
Unter den Ansaugrohren, die entfernt an den Kultschocker "Alien" erinnern, entfesselt der Biturbo-V8 750 PS und 950 Nm Drehmoment. Die Kraft reicht aus, um ...
... den S7 in 4,2 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Angesichts der Leistung fast enttäuschend und auf jeden Fall langsamer als seine drei Konkurrenten.
Theorie ohne Praxis: Wenn die Carbon-Lippe nicht auf dem Boden schleift, soll der Saleen rund 380 km/h schaffen.
Mischbereifung: Vorne steht der S7 auf 19-Zöllern, hinten sind Felgen im 20-Zoll-Format montiert. Die Bremsanlage dahinter arbeitet ohne ABS.
Sitze wie Schraubzwingen: Optional lässt sich das sehr schmale Gestühl mit Fünfpunkt-Renngurten ausrüsten. Der Überrollkäfig ist serienmäßig.
Nur mit Profi-Ausrüstung: Der enge Fußraum sollte nur mit Rennfahrerschuhen betreten werden.
Zwei Drittel ihres Weges hat sie ja geschafft: Wenn der Wagen aufsetzt, bleibt auch die Tachnonadel stehen.
Handarbeit: Für den richtigen Gang der Sechsgang-Box sorgt im Saleen noch der Pilot selbst.
Nicht ganz vollgasfest: Kurz nach den ersten Fahrversuchen gab der Saleen seinen Geist auf – die Lichtmaschine quittierte ihren Dienst. Das ist umso ärgerlicher, als ...
... der S7 mit 450.000 Euro Stückpreis der mit Abstand teuerste Wagen in diesem Vergleich ist.
Noch mal gutgegangen: Auch nach der Raserei auf der Rollbahn steht der Tornado als Sieger fest – die Piloten können aufatmen.
Vier gegen einen: Supersportler bereit zum Duell mit dem Tornado.
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