Im Dunkeln ist gut Funzeln. Im Falle des Ford Kuga auf jeden Fall: Er hat sich beim großen Schweinwerfer-Test 2008 an die Spitze gesetzt. Fünf von fünf Sternen hat er sich mit seinen Hella Xenon-DE (860 Euro extra) geholt.
Die sehr homogene Ausleuchtung und eine hohe Reichweite der Bi-Xenon-Leuchten (860 Euro) bringen den Kuga aufs Siegerpodest. Schönheitsfehler: das viele Streulicht.
Auch der BMW X6 erreicht fünf Sterne. Er hat ebenfalls die Hella Xenon-DE an Bord – allerdings serienmäßig.
Mehr Licht geht kaum. Homogen, mit wenig Streulicht, nur die wegen der Vorneigung von 1,1 Prozent reduzierte Reichweite dämpft das serienmäßige Xenonlicht. Im Gegensatz zum Kuga mit 70 Metern Reichweite, schafft der X6 nur 60 Meter.
Der Mercedes GLK landet mit seinen Xenon-DE-Scheinwerfern von ZKW auf dem dritten Platz. 4,5 Sterne konnte er sich sichern.
Das Intelligent Light System (1458 Euro) leuchtet mit variablem Abblendlicht auf höchstem Niveau. Einschränkungen: Streulicht und die etwas kurz geratene Reichweite von 60 Metern.
Platz vier für den Audi A4. 4,5 Sterne gibt es für den Ingolstädter. Mit der Gleichmäßigkeit des Lichtteppichs die die Xenon-Scheinwerfer von AL produzieren, setzt er den Maßstab, ...
... doch die niedrige Limousinen-Anbauhöhe kostet Reichweite (60 Meter). Die Scheinwerfer wirken etwas aggressiv, kosten 975 Euro.
Der Mercedes CLC auf Platz fünf leuchtet fast so homogen wie der A4. Auch er erhält in der Gesamtwertung 4,5 Sterne.
Allerdings hat er mit den selben Schweinwerfern weniger Reichweite (50 Meter) und etwas zu viel Streulicht. Auf den Gegenverkehr wirkt er ebenfalls etwas grell. Aufpreis: 994 Euro.
Rang sechs und vier Sterne für den Tribeca. Das serienmäßige Xenonlicht (Hersteller Samlip) des Subaru-SUV strahlt so gleichmäßig wie A4 und CLC, ...
... geizt aber rechts mit Führung und zeigt zudem etwas zu viel Eigenblendung. Reichweite: 70 Meter.
Auf Platz sieben dann wieder ein Audi. Mit dem serienmäßigen Bi-Xenonlicht (AL) sind R8-Fahrer gut bedient. Vier Sterne gibt es für ihn.
Positiv: Gleichmäßige Ausleuchtung, genügend Licht auf der Gegenfahrbahn. Nachteil: geringe Reichweite von nur 50 Metern.
Und noch mal der R8 auf Platz acht, ebenfalls mit vier Sternen in der Gesamtwertung. Diesmal mit den neuen, weiß leuchtenden LED-Scheinwerfern (AL).
Die Verteilung ist nicht so gelungen wie beim Xenon-R8. Vor dem Wagen liegt ein dicker Lichthaufen, dahinter wird es blass. Aufpreis: 3590 Euro. Reichweite: 50 Meter.
Und noch einmal genau hingeschaut: Ab Werk leuchtet der Audi R8 mit Bi-Xenonlicht. Dabei wird Fern- und Abblendlicht aus einem einzelnen Xenon-Brenner erzeugt.
Was fürs Auge: Der LED-Scheinwerfer bietet auch ausgeschaltet interessantes Design wie die "fliegende" Linse fürs Abblendlicht. Die Leuchtdioden imitieren Tageslicht und geben die Farben der Umgebung getreu wieder. Allerdings gibt es hier bislang weniger Licht für mehr Geld. Man muss der LED-Technik aber zugutehalten, dass sie erst am Anfang ihrer Entwicklung steht.
Für Nissan gibt es Rang neun und vier Sterne insgesamt. Der Qashqai setzt auf ein Xenon-Reflexionssystem von Hella.
Das leuchtet ziemlich fleckig, bringt aber rechts gute Leistung. Xenon ist Serie ab Tekna-Ausstattung. Positiv: wenig Blendung. Reichweite 60 Meter.
Der Renault Laguna packt viel Licht (Hersteller Valeo) auf die eigene Fahrbahn, vernachlässigt aber auch die Gegenspur nicht. Dafür gibt es insgesamt vier Sterne.
Ganz rechts könnte die Reichweite besser sein, dafür langt er in der Mitte und links kräftig hin. Gut: Wenig Streulicht, das bei Nebel oder Schneefall blendet. Aber sehr schlechte Zugänglichkeit der Lampen. Reichweite: 60 Meter.
Auf Platz elf landet der Golf VI. Und auch hier blitzen vier Sterne in der Gesamtwertung. Sehr hell sind die Scheinwerfer (H7, Valeo) im Bereich zwischen zehn und 30 Metern vor der eigenen Nase; dahinter und auf der Gegenfahrbahn etwas fleckig mit tiefen Löchern.
Über dem Auto wölkt sich ein wenig Streulicht, zum Gegenverkehr ist der Golf VI freundlich. Die Lampen lassen sich einfacher auswechseln als beim Vorgänger. Reichweite: 50 Meter.
Gutes Licht muss nicht teuer sein, und die gute, alte H4-Lampe ist auch noch nicht tot. Der Dacia Sandero begeistert mit Reichweite (60 Meter) und Breite: vier Sterne auch für ihn.
Scheckige Ausleuchtung, fehlende Strahlenblende und kräftiges Streulicht verhindern allerdings eine noch bessere Platzierung. Gute Zugänglichkeit der Lampen.
Rang 13 und vier Sternchen für den Skoda Superb. Die Tschechen legen viel Licht der Marke Hella (H7-DE) auf die eigene Spur und erzielen eine hohe Reichweite und damit gute Führung des Auges am rechten Fahrbahnrand.
Die Gegenfahrbahn bleibt eher dunkel, dafür gibt es kaum Streulicht und das auch noch gut aufgelöst, also ohne Geflacker. Weiterer Pluspunkt: der einfache Lampenwechsel.
Es folgt der VW Scirocco: Ein heller Fleck zwischen 15 und 35 Metern vor dem Auto stört die Übersicht und lenkt das Auge vom an sich guten Führungslicht am rechten Rand ab.
Die linke Spur bekommt genügend Licht (H7, Valeo) ab, der Gegenverkehr wird vom Scirocco kaum geblendet. Lampenwechsel mit leichten Einschränkungen für Laien machbar. Reichweite: 50 Meter. Macht vier Sterne in der Gesamtwertung.
Auf Rang 15 findet sich der Ford Fiesta wieder. In Sternen umgerechnet sind das 3,5. Der kleine Kölner legt mit seinen H7-Hella-Leuchten eine Lichtbanane diagonal vors Auto, vom ersten Mittelstreifen zur 40-Meter-Tafel rechts.
Das Auge wird von der mittelprächtigen Reichweite abgelenkt. Bei Schlechtwetter stört viel Streulicht, das wenigstens keine harten Spots zeigt. Positiv: Viel Platz zum Wechseln der Lampen.
Beim Edel-Passat CC raten wir zum Xenonlicht, denn die Ausleuchtung der serienmäßigen Halogenscheinwerfer ist der Preisklasse nicht angemessen: macht drei Sterne.
Helles Vorfeld, ein Lichthaufen bis 45 Meter, dahinter wird's dann aber finster. Zudem stört viel Streulicht die Fahrt im Nebel. Der Lampenwechsel verlangt Geschick.
Auf Platz 17 funzelt der MiTo. Das neueste Designerstück von Alfa konzentriert sich vor allem auf die rechte Hälfte der eigenen Spur, links daneben bis zur Gegenfahrbahn fällt die Beleuchtung ab.
Die Reichweite ist mäßig, beträgt nur 50 Meter. Dafür gibt es aber auch nur wenig Eigenblendung wegen Streulicht. Die H7-DE-Lampen (Valeo) lassen sich recht einfach wechseln. Insgesamt sammelt der Italiener drei Sterne ein.
Der Mazda2 patscht alles Licht auf einen Fleck zwischen zehn und knapp 40 Metern vor der eigenen Front, dahinter und daneben wird's schnell finster.
Zudem erschrickt Nummer Zwo den Gegenverkehr mit Flackerlicht aus der ohne Strahlenblende leuchtenden Glühlampe. Immerhin: einfacher Lampenaustausch. Dafür gibt es insgesamt drei Sterne.
Peugeot auf Platz 19 stellt mal wieder den Streulicht-König, viele kräftige Spots (H7-DE, Stanley) in alle Richtungen garantieren im 4007 eine lästige Fahrt im Nebel und erhellen die Hausnummern am Straßenrand.
Gemusterte, spurbetonte Ausleuchtung, ein heller Fleck links bei der Mittellinie. Wenigstens der Lampenwechsel klappt problemlos. Macht 2,5 Sterne.
Die Situation beim Fiat 500 lässt sich mit einem Wort beschreiben: Stadtlicht (H7, AL). Alles Leben spielt sich zwischen zehn und 30 Metern vor der runden Nase ab, ...
... ein Spot wirft etwas Licht auf die Gegenfahrbahn, ehe er vor der 20-Meter-Marke verhungert. Nur die etwas größere Reichweite rettet den 500 auf den vorletzten Platz. Wenigstens ist der Lampenwechsel einfach. Zwei Sterne.
Auf Rang 21: der Opel Agila. Außerhalb beleuchteter Straßen ist man mit dem Agila aufgeschmissen, mehr als einen hellen Fleck erzeugen seine H4-Scheinwerfer (Valeo) nicht.
Die Reichweite (45 Meter) ist kurz und links verendet das Licht schon nach 15 Metern. Wenigstens blendet der Klein-Opel nicht den Gegenverkehr. Simpler Lampentausch. Insgesamt gibt es dafür zwei Sterne verliehen.
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