Kleine Sparer im Formationsflug:
Hyundai i20 ,
VW Polo,
Skoda Fabia,
Honda Jazz,
Toyota Yaris und
Peugeot 208 (von links) treten zum Kampf gegen den Spritpreisfrust an.
So unterschiedlich wie das Design, so unterschiedlich sind auch die Konzepte: i20 und Fabia setzen auf kleine Dreizylinder-Diesel, der 208 auf einen Dreizylinder-Benziner. Beim Polo soll eine Zylinderabschaltung für Spatzendurst sorgen, Jazz und Yaris vertrauen der Hybrid-Technologie. Wer knausert am Ende am besten?
Der Peugeot 208 soll von Beginn an sparen, wurde kleiner und leichter als der Vorgänger ...
... und wiegt jetzt – je nach Version – bis zu 170 Kilo weniger als der 207.
Wichtiger Bestandteil der Diät ist der nagelneue Dreizylinder-Benziner. Der 1,2–Liter mit 82 PS wiegt nur 64 Kilo und wurde aufwändig reibungsoptimiert.
Doch das Konzept geht nicht ganz auf: Zum einen wirkt der Motor im 208 recht müde, ...
... zum anderen verbraucht er nicht so wenig wie versprochen – vor allem in der Stadt schluckt er mehr als die anderen Testkandidaten.
• Herstellerangabe: 4,5 l/100 km
• Testverbrauch: 5,5 l/100 km
• Sparfahrt: 4,5 l/100 km
• Stadtverkehr: 6,4 l/100 km
Ein Cockpit mit viel Schwung und Charme. Der Fahrer blickt über das (kleine) Lenkrad auf die Instrumente, nicht durch den Lenkradkranz. Klappt bei Großen gut.
Platz sechs mit zwei von fünf Sternen: Der neue Dreizylinder hält im schlanken, leichten 208 nicht ganz, was er verspricht, verbraucht im Vergleich zu viel.
Zum Polo Blue GT gehören spezielle Stoßfänger und Schweller, 17-Zoll-Aluräder und der schwarz lackierte Kühlergrill, ...
... Volkswagen verspricht so Spaß und Sparen.
Dafür soll der hochmoderne 140-PS-TSI mit der Zylinderabschaltung sorgen. Die arbeitet tadellos, ...
... insgesamt ist der Polo so flott und souverän unterwegs wie kein anderer im Vergleich.
Auch der Verbrauch geht für die gebotenen Fahrleistungen in Ordnung – nur sparen andere Konzepte eben noch deutlich mehr.
• Herstellerangabe: 4,6 l/100 km
• Testverbrauch: 5,7 l/100 km
• Sparfahrt: 4,7 l/100 km
• Stadtverkehr: 5,9 l/100 km.
Sparen, aber bitte mit Stil: Innen gibt es beim Blue GT diverse matte Chromelemente, ein dickes Lederlenkrad und Ähnliches, aber auch griffige Sportsitze.
Platz fünf mit zweieinhalb von fünf Sternen: Der Blue GT hat den GTI im Blut, schafft mit Abstand die besten Fahrleistungen, doch andere Konzepte sparen mehr.
Der sehr geräumige Honda Jazz fällt mit seinen großen Glasflächen auf – entsprechend luftig ist es innen tatsächlich.
Technisch zählt der Japaner zu den Mildhybriden: E-Motor und Batterien sind kleiner als bei einem Vollhybriden, ...
... der 1,3-Liter-Benziner (88 PS) wird bei Bedarf vom E-Motor (10 kW) unterstützt. Maximale Systemleistung: 98 PS.
Rein elektrisch kann der Jazz zwar auch fahren – etwa bei Tempo 40 und konstanter Geschwindigkeit – aber eben nur rollen, nicht losfahren.
Das System funktioniert bestens, nur das stufenlose CVT-Getriebe reagiert etwas zäh. Besonders in der Stadt bereitet der leichtfüßige Honda viel Vergnügen.
• Herstellerangabe: 4,5 l/100 km
• Testverbrauch: 5,7 l/100 km
• Sparfahrt: 4,3 l/100 km
• Stadtverkehr: 4,6 l/100 km
Das Cockpit ist für Honda-Verhältnisse konventionell, das Lenkrad aber mit zu vielen Schaltern überfrachtet. Viel Hartplastik.
Platz vier mit drei von fünf Sternen: Der Mildhybrid des Honda Jazz ist ein interessantes Konzept, die besonderen Stärken liegen im Stadtverkehr. Zähe CVT-Automatik.
Seit dem Facelift im Sommer 2012 trägt auch der i20 das Hyundai-Familiengesicht im Stil der größeren Modelle i30 und i40, ...
... zum Vergleich der Spritknauser fährt der Koreaner ganz ohne spektakuläre Technik vor.
Allein der neue 1,1-Liter-Diesel (75 PS) soll es richten. Der läuft kultiviert, aber phlegmatisch, ...
... der i20 fährt betont gemächlich. Doch er verbraucht wenig, liegt in der Spar-Runde sogar auf Augenhöhe mit dem Testsieger.
• Herstellerangabe: 3,6 l/100 km
• Testverbrauch: 4,5 l/100 km
• Sparfahrt: 3,9 l/100 km
• Stadtverkehr: 5,5 l/100 km
Das Cockpit kann sich durchaus sehen lassen, allerdings wirken einige Kunststoffe doch sehr graustichig. Ein schönes Detail ist die Anzeige der Start-Stopp-Automatik, die die Ruhezeit an der Ampel darstellt.
Platz drei mit dreieinhalb von fünf Sternen: Der Dreizylinder-Diesel des Hyundai i20 spart sehr ordentlich, großartige Fahrleistungen sollte aber niemand erwarten.
Ganz klassisch hat Skoda den Fabia auf Sparsamkeit getrimmt. Als Greenline bekommt er ...
... Leichtlaufreifen, eine tiefergelegte Karosserie, ...
... aerodynamischen Feinschliff ...
... und natürlich einen kleinen Dreizylinder-Turbodiesel, der aus 1,2 Litern Hubraum 75 PS holt.
Das Rezept geht auf: Nach dem Hybrid-Toyota ist der Skoda das sparsamste Auto im Vergleich, ...
... allerdings wird die extreme Sparsamkeit auch mit einem sehr gebremsten Temperament erkauft.
• Herstellerangabe: 3,4 l/100 km
• Testverbrauch: 4,4 l/100 km
• Sparfahrt: 4,1 l/100 km
• Stadtverkehr: 4,9 l/100 km
Solide verarbeitet, mit klaren Instrumenten und einwandfrei zu bedienen: das Cockpit im Fabia. Teilweise hat Skoda aber recht einfache Kunststoffe verbaut.
Platz zwei mit vier von fünf Sternen: Der Skoda Fabia spart mit ganz konventioneller Technik beträchtlich. Wer das möchte, nimmt das Phlegma bestimmt in Kauf.
Kein konventioneller Yaris: Der Hybrid ist an der veränderten Frontschürze mit großem Grill erkennbar, das Toyota-Logo ist blau unterlegt.
Leise summend setzt sich der Yaris in Bewegung, schafft – je nach Ladezustand der Batterien – maximal zwei Kilometer rein elektrisch, ...
... dann springt der Benziner an. Der 1,5 Liter große Vierzylinder (74 PS) und der E-Motor (61 PS) arbeiten als routiniertes Antriebsduo, ...
... der jahrelange Reifeprozess ist förmlich spürbar.
Vor allem in der Stadt spielt der Yaris seine Vorteile aus, fährt sich entspannt und knausert extrem.
• Herstellerangabe: 3,5 l/100 km
• Testverbrauch: 4,6 l/100 km
• Sparfahrt: 3,9 l/100 km
• Stadtverkehr: 3,6 l/100 km
Das Hybrid-Blau taucht auch am Arbeitsplatz auf Schalthebel und als Lenkradnaht auf. Ein Multimedia-System gibt es für nur 550 Euro Aufpreis.
Platz eins mit viereinhalb von fünf Punkten: Der Toyota Yaris verfügt über ein in hohem Maß ausgereiftes Hybridsystem. Herausragend ist sein niedriger Verbrauch auf der Spar–Runde und in der Stadt.
Das Fazit von AUTO BILD-Redakteur Dirk Branke: "Die gute Nachricht: Alle sechs Wagen sparen recht ordentlich. Auch der Peugeot. Der VW Polo empfiehlt sich für Leute, ...
... die sparsam, aber trotzdem flott fahren wollen. Der Honda Jazz Hybrid ist ein Tipp als Stadtmobil, Hyundai und Skoda sind stattliche Kleinwagen.
Beim Verbrauch ganz klar vorn liegt aber der Toyota Yaris Hybrid. Tolle Technik, ausgereift und extrem sparsam."
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