Tschüs, GTI? Ford Focus ST, BMW 130i, Audi S3, Mazda3 MPS, Volkswagen VW Golf R32 und Opel Astra OPC sind momentan die heißesten Feger im Kompaktsegment. Bei Motorleistungen ...
... zwischen 225 und 265 PS kann das Wolfsburger Original, zumindest was die Leistung angeht, einpacken. Zusammen warten hier 1505 Pferdchen ...
... auf einen Ausritt auf der Rennstrecke. Dynamisch sind sie alle, aber ...
... am BMW 130i kommt in diesem Vergleich keiner vorbei. Die Gründe für den Testsieg finden sich im perfekten Handling, im Heckantrieb und ...
... im Sahnemotor: Der Reihensechser holt aus drei Litern Hubraum 265 PS und 315 Nm Drehmoment. Mit soviel Dampf ...
... ist gut Rauchzeichen geben. Eine bessere Traktion vorausgesetzt, schafft es der potente Bayer in 6,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Spitze: elektronisch begrenzte 250 km/h.
Ein bisschen quer geht immer: Ohne DSC lässt sich das BMW-Heck willig zum Drift überreden und ebenso problemlos wieder einfangen.
Auch beim Gestühl fühlt sich BMW der Freude am Fahren verpflichtet: Viel besser kann man nicht sitzen.
Fast wie früher: Die Mittelkonsole des feinen Arbeitsplatzes neigt sich leicht zum Fahrer.
Überflüssig: Der Sechszylinder wird per Startknopf zum Leben erweckt.
In der Gesamtwertung vorne, beim Preis fast ganz hinten: 32.750 Euro verlangt BMW für den 130i. Nur der Audi S3 ist noch teurer.
Der zweite Platz des Sechservergleichs geht an den VW Golf R32. Der Wolfsburger gefällt mit seinem Allradantrieb, knackigem Fahrverhalten und ...
... dem zweiten Sechszylinder im Test. Hier nicht in Reihe, sondern in V-Form angeordnet, pressen die sechs Kolben aus 3,2 Litern Hubraum 250 PS und 320 Nm Drehmoment.
Mit 6,3 Sekunden im Prestigesprint ist der R32 sogar noch einen Tick schneller als der 130i, bei ...
... der Höchstgeschwindigkeit sind sich der Wolfsburger und der Münchner bei 250 Sachen aber wieder einig.
Im Preis inbegriffen: Die schicken 18-Zöller sind serienmäßig montiert.
Gutes Gestühl: Die Sitze des R32 bieten einen großen Verstellbereich und fast perfekte Unterstützung.
Gruß vom Großserien-Bruder: aufgeräumtes Golf-Cockpit mit unten abgeflachtem Lenkrad.
Drittletzter Platz in Sachen Preisgestaltung: Der R32 kostet 32.500 Euro – eine Menge Holz für einen Golf.
Das kompakte Rennpferd Audi S3 landet auf dem dritten Platz. Wie beim R32 gefällt auch hier der Allradantrieb und die knackige Fahrweise.
Nur vier Zylinder, aber zusammen mit dem BMW am meisten Dampf: Der aus dem Golf GTI bekannte Zweiliter-TFSI leistet im S3 265 PS und wuchtet 350 Nm auf die Kurbelwelle.
Schneller sprintet hier niemand: In 6,2 Sekunden geht es im S3 aus dem Stand auf Tempo 100, und ...
... sicher wären auch noch mehr als 250 Sachen drin – wenn die Elektronik nicht eingreifen würde.
Edel und groß: 18-Zöller gehören bei Audi zur Serienausstattung.
Die Schalensitze bieten noch mehr Halt als die sehr guten Seriensitze, kosten aber unverschämte 3300 Euro extra.
Im Innenraum herrscht ein wenig unterkühlte Perfektion, das unten abgeflachte Lenkrad gilt als Markenzeichen für sportliche Audi.
Top-Sport im Kompaktsegment muss in Ingolstadt teuer bezahlt werden: Für den Audi S3 werden stolze 35.150 Euro fällig.
Kurz vorm Treppchen gescheitert: Der Focus ST belegt den undankbaren vierten Platz. Dem ganz großen Fahrspaß steht der Frontantrieb im Wege.
In der Mitte zwischen BMW und Audi fährt der Ford – was die Zylinderzahl angeht. 2,5 Liter Hubraum verteilt auf fünf Pötte macht 225 PS und 320 Nm Drehmoment.
In diesem Sextett schon fast behäbig: Der Focus ST braucht von 0 auf Tempo 100 7,2 Sekunden, schafft 241 km/h Spitze.
Spezialanfertigungen: Die 18-Zöller wurden exklusiv für den ST designt, ...
... im Cockpit setzen die drei mittig angeordneten Zusatzinstrumente Akzente.
Indifferent: Die Sitze im Focus stammen zwar von Recaro, der Halt im Schulterbereich könnte aber besser sein.
Wer es drauf anlegt, kann den Ford per Lastwechsel zum Drift bewegen – freiwillig kommt das Heck aber nicht. Dafür ist die etwas eingeschränkte Dynamik konzkurrenzlos billg: 24.775 Euro.
Der Japaner unter den Kompaktsportlern landet auf dem fünften Platz. Wie der Ford überrascht der Mazda mit seinem sensationellen Preis. Mehr Pferdchen ...
... fürs Geld als im Mazda3 MPS gibt es bei keinem seiner fünf Konkurrenten: Der Vierzylinder-Turbo holt aus 2,3 Litern Hubraum 260 PS und 380 Nm Drehmoment.
Knapp vor dem Ford landet der Mazda in der Sprintwertung: 6,9 Sekunden vergehen von 0 auf 100 Sachen, ...
... mit 250 km/h Spitze liegt der Japaner auf Augenhöhe mit S3, 130i und R32.
Mehr Schein als Sein: Die Sportsitze sehen lecker aus, lassen im Schulterbereich aber Seitenhalt vermissen.
Japanisches Innenraumdesign: Die Instrumente mit hängenden Zeigern liegen in tiefen Höhlen, die Mittelkonsole wirkt sehr modern.
Auf Lastwechsel reagiert der Mazda mit verstärktem Heckeinsatz, beim Preis gibt sich der kompakte Knaller knauserig: 24.900 Euro liegen nur knapp über dem Sonderangebot aus dem Hause Ford.
Der Astra OPC fährt auf den sechsten Platz. Im Opel geht es gut nach vorne, aber die etwas synthetische Lenkung und die stoische Untersteuerneigung rauben den Spaß auf der Rennstrecke.
Nur der Ford leistet weniger: Mit 240 PS und 320 Nm aus zwei Litern Hubraum ...
... kann der Astra mit dem stärkeren Mazda3 gut mithalten: Beim Sprint auf Tempo 100 ist er in 6,9 Sekunden gleichauf, ...
... bei der Höchstgeschwindigkeit fällt er mit 244 km/h aber hinter den Japaner zurück.
Silberne Blenden verraten den OPC-Astra. Am Heck fällt das trapezförmige Endrohr auf.
Die Opel-Sitze geben ausreichend Seitenhalt, für große Fahrer liegt die Sitzfläche aber etwas zu hoch.
Das Astra-Cockpit ist kühl und sachlich, die Instrumente sind klassisch rund und im typischen OPC-Design.
Gutes Mittelfeld in diesem Vergleich: Für den stärksten Astra verlangt Opel 28.590 Euro.
Die Sache ist klar: Die Triebwerke im S3 und im 130i begeistern am meisten, der Zweiliter-Turbo im Astra steht ihnen kaum nach. Die Fronttriebler haben zudem gegen Allrad- und Heckantrieb in Sachen Fahrspaß keine Chance.
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