Was für ein Fest! Bei sommerlichen Temperaturen huldigen US-Auto-Freaks ihrer Tuning-Leidenschaft. Wo? Natürlich in Las Vegas. Schon seit 43 Jahren.
Vier Tage Halligalli in der Wüste von Nevada. Für Öko-Trends und Zukunftstechnologie ist auf der weltgrößten Auto-Spaß-Messe nur wenig Platz.
Es dreht sich alles um dicke V8-Motoren, hochgezüchtete Turbo-Aggregate und die wildesten Karosserieumbauten.
Hin und wieder versuchen allerdings einige Hersteller, das Rad neu zu erfinden – das ...
... Volk steht allerdings ausschließlich auf tiefer, breiter und schneller. Keiner weiß das besser, als der deutsche Porsche-Tuner Techart.
Die Schwaben zeigen ihren brandneuen und 660 PS starken GTstreet R auf Basis des Porsche GT2.
Bei solchen Leistungsdaten guckt die Konkurrenz nicht selten in die Röhre. Aber wenn schon nicht schnell, dann wenigsten bunt, wie Customizer Gartel unter Beweis stellt.
Superlative wie dieses Allrad-Monster lauern an allen Ecken.
Großes Thema auf der SEMA: Felgen. Alle Größen, alle Farben. Während hierzulande Räder im 19-Zoll-Format salonfähig werden, machen sich Amis Gedanken, wie sie 30-Zöller ins Radhaus quetschen.
Okay, beim Hummer H2 muss nicht unbedingt gequetscht werden, ...
... dafür wird es mit 23-Zoll im neuen Nissan GT-R ganz schön eng.
Apropos eng: Auf einer Kühlbox mit Elektroantrieb durch einen Hütchenparcours zirkeln. Noch Fragen?
Was von hinten noch den Anschein eines "gewöhnlichen" Rolls Royce macht, ...
... entpuppt sich schnell als Trugschluss: In diesem Silver Shadow aus dem Jahr 1970 bollert ein 572 Chrysler-V8-Hemi mit schlappen 1350 PS.
Premium-Tuner Brabus punktet auf der SEMA 2008 nicht ausschließlich mit der Studie Widestar GLK, ...
... sondern macht den Amis mit einem aufgemotzten Mercedes SL den Mund wässrig.
Abgesehen vom Widebody-GLK sind die Brabus-Modelle auf der SEMA alle weiß. Das gilt auch ...
... für den GLK im Bottrop-Style.
Hat was: Der "Golden Submarine" sieht aus wie eine Zigarrenhülse – und bietet ...
... im Innenraum auch ungefähr genauso viel Platz.
Nacktes Blech, Leder und das Retro-Design verfehlen ihre Wirkung nicht – der kleine Ford ist ein Publikumsmagnet.
Dagegen wirkt der 705 PS starke Carlsson Aigner CK 65 RS Blanchimont wie von einem anderen Stern..
Türkisgrüner Chevi mit "ein-bisschen-was-von-allem".
450 PS stark und 150.000 Dollar teuer: Der durchtrainierte Scorpion verbrennt in seinem V6 angeblich Wasserstoff..
Knallorange und extrem tief: Wer braucht so einen aufgemotzten Oldie? Niemand. Cool ist das Teil dennoch.
Tief: Zwischen Fahrzeugboden und Messe-Parkett passt in vielen Fällen nicht einmal ein Finger.
Extrovertierter geht es kaum: ein zum Cabrio umgebauter Chrysler 300C.
Nicht ganz so exklusiv, dafür aber fast umweltfreundlich: Eine Shelby Cobra mit 5,4-Liter-V8 aus einem Ford GT500. Besonderheit: Der V8 futter Ethanol (E85). Leistung: 1000 PS.
BMW-Spezialist Hartge aus "Good old Germany" zeigt ein veredeltes 1er Coupé. Leistung: über 300 PS.
Wahnsinn: Wer die Felgen-Gigantomanie nicht mitmachen will, rüstet seinen Hummer einfach...
... auf Kettenantrieb um. Damit entfällt auch die lästige Winterreifen-Umrüsterei.
Eine leistungsstarke Hi-Fi-Anlage gehört bei US-Auto-Verrückten genau so dazu, wie ein starker Motor.
Nicht mehr ganz so frisch, aber mit Sicherheit sehr potent: Ein liebevoll gepflegter BMW 5er Touring.
Hallo Las Vegas, hallo SEMA. Zur Eröffnung der großen Staunschau strömten tausende Besucher die Hallen.
Ein bisschen Tuning geht immer. Und sei es auf dem Kopf.
Kunst am Bau: Live-Performance auf der SEMA. Glaubwürdiger geht es kaum.
Bling, bling: Felgengrößen jenseits der 30 Zoll sind im Alltag denkbar unpraktisch. Dafür aber unfassbar cool.
Wenn es sein muss, hängt man sich die Riesen-Walzen einfach hinten ans Auto.
Ob dieses Ungetüm mit hochklappbaren Selbstmördertüren sehr alltagstauglich ist, weiß ...
... kein Mensch. Optisch läuft hier allerdings ganz großes Kino.
Felgen, Felgen – immer wieder Felgen.
Und coole Typen. Selbst nach über 30 Jahren erfreut sich der King of Rock'n'Roll talentierter Nachahmer.
Und nette Damen. Den Messe-Girls hat autobild.de übrigens eine eigene Galerie gewidmet.
Deutsche Fabrikate sind bei den US-Tunern sehr beliebt. Vor allem starke ...
... SUV wie der BMW X5 eignen sich hervorragend zum Tunen.
Gerade noch auf einem Salzsee Highspeed-Rekorde geknackt, jetzt auf der SEMA: Für Raketenfahrzeuge mit Turbinenantrieb ist Las Vegas die einzig richtige Adresse.
Las Vegas ist übrigens aus dem Spanischen und bedeutet "Die Wiesen".
Das hat aber nichts mit dem größten Volksfest der Welt in München zu tun. Traditonelle Trachten sucht man zudem vergebens: Die Damen tragen elegante Roben..
Diese Mischung aus Golf-Kart, Baja-Racer und Wäschekorb muss man in Europa nicht vermissen – die SEMA wäre ohne solche Skurrilitäten aber nur halb so unterhaltsam.
Das gilt auch für dieses schrägen Retro-Renner im Stil der Adams-Family.
Groß, stark, laut – Umweltbedenken treiben nur wenige SEMA-Besucher um.
Wobei auch solche Retro-Schätzchen durchaus Beachtung finden.
Man muss kein Profi sein um zu erkennen, dass dieser XXL-Buggy bei einem Wüstenrennen antreten wird.
Roter Teppich für edle Gäste – nicht in jeder Halle ist es brechend voll.
Ein aufgemotzter Volvo begrüßt die Besucher vor dem riesigen Hallenkomplex.
US-Tuner Nitto zeigt auf der SEMA einen frisierten "Würfel" der Marke Scion.
Scion ist ein Ableger von Toyota und wird in den USA vorwiegend von jüngeren Autofahrern gekauft. Die stehen auch auf das Sportcoupé Scion tC.
Wo V8-Motoren wummern, sind Dragster nicht weit.
Gehört in Las Vegas zum täglichen Straßenbild: der Maserati GT. Auf der SEMA warten die Fans übrigens schon brennend auf die Rückkehr von Alfa Romeo.
Rich Evans Designs spaltet mit seinem "Hardcore Knight" die Besucher. Die einen finden das Mustang genial, andere einfach nur hässlich.
Für Aufsehen sorgen Geschosse wie der radikale VRS mit einem Sechsliter-Cadillac-V8 und etwa 400 PS.
Ring Brothers lässt auf der SEMA einen 1969 Camaro Razor von der Leine. Ein so genannter multikompatibler GM ZL1 Crate-Motor bringt die Power.
Der hat schon im Vorfeld der SEMA für Furore gesorgt: ein Bentley Continental GT aus den Händen des Tuners ASI. Nur 29 Exemplare des 800 PS starken Tetsu GTR werden gebaut.
Fast schon ein Klassiker in Sachen Tuning: der neue Subaru Impreza WRX STI. Aufgemotzt und mit deutlich über 300 PS.