Kleinwagen sind zurzeit die Könige in unserem Land. Weil sie dicht dran sind an dem, ...
... was die EU-Kommission fordert: Nur 130 Gramm CO2 pro Kilometer auszupusten, lautet die Ansage. Am besten im Test schafft das ...
... der Toyota Yaris (11.233 Euro). Mit dem 70-PS-Motor stößt er 127 Gramm Co2 pro Kilometer aus. Bestnote! Die Silbermedaille in Sachen Umweltschutz ...
... bekommt der Mitsubishi Colt (11.790 Euro) mit 75 PS umgehängt: 130 Gramm sind seine Marke.
Bronze geht nach Rüsselsheim. Der Opel Corsa (60 PS, 11.274 Euro) schafft es allerdings schon nicht mehr, den von der EU geforderten Grenzwert von 130 Gramm pro Kilometer einzuhalten – um vier Gramm verpasst er dieses Ziel.
Den vierten Platz im CO2-Ranking nimmt der Fiat Grande Punto (11.490 Euro) mit 65 PS ein. Sein Wert: 139 Gramm CO2 pro Kilometer. Weniger als mittelmäßig ...
... schneidet der VW Polo (12.439 Euro, 65 PS) ab. Der Ausstoß von 142 Gramm CO2 ist bereits mehr als knapp vorbei an der EU-Forderung.
Auf dem vorletzten Platz rangiert der Seat Ibiza (12.413 Euro) mit 70 PS: 144 Gramm CO2 pro Kilometer pustet er in die Umwelt. Die rote Laterne ...
... bekommt der Peugeot 207 (12.100 Euro, 73 PS) an die Stoßstange gehängt. Stolze 150 Gramm CO2-Ausstoß muss sich der kleine Franzose vorwerfen lassen. Aber unsere Tester hatten noch andere Kriterien, und so ergibt sich in der Gesamtheit ein anderes Test
Mit Glanz und Gloria sowie deutlichem Abstand gewinnt der Toyota Yaris den kompletten Kontest. Er ist nicht nur am günstigsten, sondern bietet für den kleinen Preis auch am meisten Sicherheit und Variabilität. Zudem verbraucht er ...
... am wenigsten: Seine 5,4 Liter sind einsame Spitze. Außerdem lassen einem auch das ausgewogene Fahrwerk und die leichte Lenkung den smarten Japaner ans Herz wachsen. Den einnehmend kurzen Bremsweg von 37,2 Metern nicht zu vergessen.
Protzen tut er nicht, der Yaris: Im Innenraum herrschen einfache Materialien vor, die aber gut verarbeitet sind. Übrigens: Was aussieht wie Musikboxen, sind die Klimaregler.
Im Yaris genießt man einen guten Ausblick. Kritikpunkt: Auf der Rückbank machen lange Reisen wenig Spaß – die Polster sind zu kurz. Auf jeden Fall ...
... ist der Erstplatzierte flexibel: Bei der Kofferraum-Kür zeigt er mit Bravour die Verschieb- und Umklappbarkeit seiner Sitze. Damit erreicht der Yaris ein Ladevolumen von 1183 Litern. Respekt!
Und er hat sogar noch einen Trick auf Lager. Mit einem Zwischenbrett schafft er eine ebene Ladefläche.
Grundsolide gibt sich der Inhaber des zweiten Platzes – der VW Polo. Eigentlich untypisch für diese Klasse, zeigt er sich von Bodenunebenheiten unbeeindruckt – er überrollt sie, ohne seine Passagiere viel davon merken zu lassen.
Allerdings ist er an der Zapfsäule nicht so zurückhaltend: Bei durchschnittlich 7,1 Liter Verbrauch zieht es ihn relativ häufig dorthin. Im Innenraum ...
... gibt sich der Polo als graue Maus. Der kleine Wolfsburger wirkt altbacken. Die Sitze bringen zwar etwas Farbe ins Spiel, modern ist aber was anderes. Dafür ...
... wartet er mit einer gut zu bestückenden Bar auf. Die Getränkehalter sind zwar flach, halten aber sogar Flaschen fest. Und auch ...
... für ein angenehmes Raumgefühl und gute Sicht ist gesorgt: Der Polo gewährt lichte Ein- und Ausblicke.
Beim Anblick des Kofferraums verdüstert sich die Stimmung allerdings. Der Polo zeigt sich starrsinnig, besitzt nicht einmal geteilte Rückenlehnen. Somit gilt beim Umklappen der Rückbank: ganz oder gar nicht.
Wie beim CO2-Ranking rangiert der Opel Corsa auch hier auf dem dritten Platz. Eine besseres Ergebnis ...
... verstolpert der Rüsselsheimer durch seinen schwachen Dreizylinder. Dafür liegt er in Sachen Durst mit 6,5 Litern auf dem zweiten Platz. Und auch im Innenraum fällt ...
... der neue Corsa auf – durch seinen schwarz-roten Spieltrieb. Das Farbspiel mit Kalvierlack kostet 1564 Euro (ab Modell "Edition"). Über die hakelige Schaltung kann es nicht hinwegtrösten.
Bequem hat man's im Corsa. Die Sitze geben viel Seitenhalt und wären eigentlich auch geeignet, lange TV-Abende in ihnen zu verbringen. Die C-Säule ...
... macht die Gemütlichkeit indes wieder zunichte. Dem Blick nach draußen steht sie wie ein Baumstamm im Weg – ein derartiger Blindflug ist wenig entspannend.
Auch der Corsa trickst mit doppeltem Boden, die geklappten Lehnen steigen leicht an.
Dem Charme des Franzosen verfällt man nur in Maßen. 7,1 Liter durchschnittlicher Verbrauch und der letzte Platz im CO2-Ranking lassen die Liebe zum 207 nicht wirklich entflammen. Um dem nachzuhelfen ...
... läuft noch bis zum 31. März 2007 eine Aktion: Bis zu diesem Datum kostet der 207 10.490 statt 12.100 Euro. Und auf einmal erscheint ...
... der Innenraum des kleinen Filou wirklich charmat. Leider sitzt man nicht perfekt, dafür öffnen sich die vorderen Fenster elektrisch.
Das Panoramadach (410 Euro) lässt Sonne ins Herz und in den Innenraum und macht den Peugeot freundlicher.
Auch hübsch, aber unpraktisch: Das nette kleine Glasdreieck eignet sich zum Rausgucken nicht sonderlich gut.
Typische Klapptechnik mit einer 2/3- zu 1/3-Aufteilung. Der Kofferraum fasst 270 bis 923 Liter. Naja, damit lassen sich keine Herzen erobern.
Auf dem fünften Platz findet sich der Fiat Grande Punto wieder. Der neue Fiat hat ein hübsches Gesicht, damit versteckt er ...
... aber den Ansatz einer Säufernase: Auch er trinkt wie die Großen, nämlich 7,1 Liter im Durchschnitt.
Im Innenraum wollen modische Farben über die mittelmäßige Qualität hinwegtrösten. Die Schaltung verspricht Abenteuer: Der Hebel rührt durch alle Gassen, versehentlich landet man schon mal im dritten statt im fünften Gang.
Mal was anderes: Über das Menü lässt sich der Airbag ausschalten. Andere haben dafür einen Schlüssel. Der Ausblick aus dem Grande Punto ...
... ist zur Seite okay. Die Heckscheibe allerdings schrumpft zur Luke.
Nichts Spannendes im Kofferraum: Die Sitze klappen gut, aber ideenlos. Allerdings ärgert der Punto mit einer hohen inneren Ladekante.
Der vorletzte Platz im Vergleich geht an den Mitsubishi Colt. Sein Dreizylinder beschleunigt flott und lautstark.
Beim Bremsen aus 100 km/h allerdings schießt der Colt denn auch mit 40,2 Metern über das Ziel hinaus. Auch wenn ...
... die Verarbeitung im Innenraum nicht die beste ist, wirkt er modern: Instrumente wie im Mercedes SLK, dickes Lederlenkrad mit blauen Nähten. Im Armaturenbrett sind kleine Quadrate eingestanzt, und die Drehschalter schimmern transparent.
Die machen Druck: Eher eng sind die Sitze geschnürt. Besonders an den Schulterblättern spürt man das deutlich. Auch beim ...
... Betrachten der hinteren Fenster überfällt einen nicht gerade ein Gefühl der Freiheit: Die Fenster sind klein und permanent geschlossen wie eine Auster. In den Kofferraum ...
... kann allerdings durchaus Bewegung kommen. Die Bank kann alles – schieben und klappen. Trotzdem ist der Platz mit 210 Litern arg begrenzt.
Das Schlusslicht im Vergleich ist der Seat Ibiza. Dabei ist man mit ihm sportlich-knackig unterwegs. Mit seinem straffen Fahrwerk rennt der Spanier stur gegen Gullydeckel an, als wolle er ...
... sie in die Straße stampfen. Auch er zischt 7,1 Liter auf 100 Kilometer.
Dunkles Plastik in Taucheranzug-Optik und graue Sitze im Innenraum. Nicht einmal die schwarz hinterlegten Zifferblätter spenden Abwechslung.
Der Kofferraumöffner als Markenemblem ist aber immer noch ein hübsches Detail.
Auf geht's zum Einladen: Der Ibiza klappt traditionell, maximal 960 Liter passen ins Abteil. Zusammenfassend die ganze Wahrheit: Nur Colt und Yaris schaffen den von der EU geforderten 130-Gramm-Wert, der Corsa ...
... liegt bereits nach Herstellerangaben knapp darüber. Alle anderen bewegen sich mit bis zu 150 g pro Kilometer im roten Bereich. Wirklich sauber sind die nur, wenn das Gaspedal gestreichelt wird. Hier ist noch viel zu tun.
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