Der Smart forfour ist am Zug: Im Vergleich trifft er zum ersten Mal auf die etablierte Kleinwagen-Konkurrenz. Hier zählen nur knallharte Punkte.
Gelungene Fahrwerkabstimmung: Der Smart geht flink um die Ecken, hat als Einziger hier ESP serienmäßig.
Der Micra eilt mit den 88 PS seines rau laufenden 1,4-Liters unerwartet zügig über die Straßen, gefällt mit dem besten Durchzug.
Eins ist klar: Der Mazda2 ist in diesem Vergleich das Auto für Leute, die wirklich Platz brauchen. Mehr Raum bietet hier niemand, weder vorn noch im Fond noch im Kofferraum.
Gediegen, gutmütig, souverän: Der Polo rollt weich ab und bietet mit seiner schluckfreudigen Federung den höchsten Fahrkomfort in diesem Vergleich.
Klapp dich: Umlegbare Lehnen für die Vordersitze kosten 195 Euro Aufpreis extra.
Spritzig mit 95 PS: Der 1,3-Liter-Vierzylinder baut sehr kompakt, versteckt sich unter der Mini-Motorhaube.
Redakteur Dirk Branke notiert: Auch die Ordnung in den Motorräumen gehört zur Wertung.
Optisch bringt der Smart forfour auf jeden Fall Schwung in die Kleinwagen-Klasse. Aber das alleine reicht nicht, um den anderen davonzufahren.
Familienbande: Die zweifarbige Lackierung knüpft das optische Band zu übrigen Smart.
Auffällig am Heck: tief heruntergezogene Scheibe und runde Einzelleuchten.
Eigenständige, fröhliche Optik, die Instrumente sind aber schlecht ablesbar. Und in die zu groß geratene Mittelkonsole soll wohl unbedingt noch das Comand-System passen.
Ärgerlich: Die Sitzfläche der Rückbank lässt sich nur im Stück nach vorn klappen, wird dann von einem roten Fangband gehalten. Es gibt bessere Lösungen.
Falls mal die Luft ausgeht: Wahlweise gibt es Notrad oder Pannenset.
Eine nette Idee ist das Klappfach für die Betriebsanleitung.
Der Polo nimmt das Ausweichmanöver gelassen, aber auch hier raten wir zum ESP (395 Euro).
Mit 1170 Kilogramm Leergewicht der schwerste im Vergleich: Wolfsburgs Dauerbrenner Polo.
Typisch VW: vielleicht etwas langweilig, aber tadellose Bedienbarkeit. Das Lenkrad ist in Höhe und Tiefe verstellbar.
Im Fond lassen sich die Sitzkissen der Bank leicht ausbauen.
Am Kofferraum (270 bis 1030 Liter) stört nur die hohe Ladekante. Rückbank und -lehne sind geteilt umlegbar, die Ladefläche ist dann fast eben. Hohe Variabilität (z.B. verschiebbare Rückbank) bitete der Polo aber nicht.
ESP kostet bei Mazda 520 Euro Aufpreis. Beim 2 macht diese Investition Sinn.
Nach dem Smart (37,7 Meter/warm) bremst der Mazda2 (38,2 Meter/warm) am besten.
Fast wie bei den Großen: Die Armaturen sind nett gemacht, die Mittelkonsole erinnert an den Mazda6. Andere Mazda sind aber besser verarbeitet. Das Radio ist in der Top-Ausstattung Serie.
Praktisch: Neben dem Handschuhfach befindet sich noch eine Art Abfallbox mit herausnehmbarem Container.
Als einziger hier hat der Mazda eine wirklich niedrige Ladekante. Sitzlehne und -fläche der Rückbank sind geteilt umlegbar, zusätzlich klappt die Lehne des Beifahrersitzes.
Den Ausweichtest absolviert der Nissan behäbig und nicht besonders handlich – er neigt zum Aufschaukeln. Wir empfehlen grundsätzlich ESP (im Paket für 720 Euro).
Das originelle Kugeldesign ist schick, hat aber auch Nachteile: Platzangebot und Kofferraum (251 bis 982 Liter) sind in diesem Vergleich am schlechtesten.
Gibt es in dieser Klasse irgendwo eine elegantere, feinere Cockpit-Optik? Besonders schön anzuschauen und anzufassen: die Schalter für Heizung und Lüftung im Eflenbeinton.
Sehr praktisch: Unter dem Beifahrersitz versteckt sich ein geräumiges und herausnehmbares Staufach.
Die Rückbank ist verschiebbar, die Lehne lässt sich geteilt, die Sitzbank im Stück umlegen.
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