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So fährt der Ram 1500

Ram 1500
Dieses Auto ist wie eine Burg auf Rädern: Wer einmal einen Pick-up wie den Ram 1500 gefahren hat, dem kommt selbst eine Mercedes S-Klasse oder ein BMW X5 klein und zierlich vor.
Ram 1500
Denn das Dickschiff aus Detroit ist so groß und gewaltig, dass es schon beim Einsteigen auf das Selbstbewusstsein abfärbt.
Ram 1500
Das liegt nicht allein am Format des robusten Riesen, sondern auch an der Aura, die Pick-ups wie ihn umgeben, sind sie doch die Nachfahren jener Pritschenwagen, mit denen die Amerikaner ihr Land besiedelt haben.
Ram 1500
Deshalb ist ihm kein Weg zu weit, keine Wildnis zuwider und keine Ladung zu schwer – und natürlich gehört man als Fahrer eines solchen Ungetüms automatisch zu jenen kräftigen, ehrlichen, mit einem Wort toughen Typen, die richtig zupacken und die Welt zur Not mit bloßen Händen retten können. 
Ram 1500
Kein Wunder also, dass die Pick-ups die amerikanische Zulassungsstatik dominieren und das Trio Ford F-150, Chevrolet Silverado und RAM 1500 bei Jo Average so populär ist wie bei uns VW Golf, Opel Astra und Ford Focus.
Ram 1500
Zwar schütteln wir Europäer gerne den Kopf über die vermeintlichen Saurier unter den Autos, denn die bei den Amis so beliebten Pick-ups sind groß, schwer und vor allem durstig. Aber so ganz langsam tut sich was und die gigantischen Pritschenwagen bekommen reichlich Spritspartechnik. 
Ram 1500
Beim Ram 1500 aus der Chrysler-Gruppe kommt das so gut an, dass er gerade "Truck of the Year 2013" wurde. Ja, natürlich gibt es für den Ram 1500 auch einen V8 mit 5,7 Litern Hubraum. 
Ram 1500
Aber es gibt eben auch einen neuen Sechszylinder samt Achtgang-Automatik, der mit seinen 3,6 Litern unter der Haube fast ein bisschen verloren wirkt. Doch 305 PS und 364 Nm sind mehr als genug, wenn man nicht gerade eine Herde Bullen zum Ranch kutschieren muss.
Ram 1500
So wie VW seine Blue-Motion-Modelle, verkauft Chrysler den Ram auch als "High Fuel Efficiency". Dann gibt es nicht nur ...
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... Jalousien im Kühler und für den cw-Wert eine Luftfederung zum Absenken der Fuhre, sondern sogar eine Start-Stopp-Automatik. So sinkt der Verbrauch um 20 Prozent. Auf dem Highway reichen deshalb deutlich unter zehn Liter.
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Natürlich ist das immer noch viel Sprit und jeder Diesel wäre sparsamer. Aber der Ram ist eben auch ein irre großes Gefährt: Zum Einsteigen braucht man fast eine Leiter, drinnen könnte man zu sechst Party machen und auf die Pritsche passt locker ein Kleinwagen.
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Dabei sieht das Dickschiff mit seinem hohen Grill tatsächlich so bullig aus, wie der Widder mit den gesenkten Hörnern, den Ram im Logo hat.
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Hinter dem Lenkrad hat man Platz ohne Ende, in die Ablagen und Becherhalter passt mehr Proviant, als man für eine Tour auf der Route 66 braucht und bald zwei Meter über dem Boden fühlt man sich wie der King oft the Road – so könnte die Fahrt ewig dauern.
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Zumindest wenn man in einer Luxusversionen mit Lack und Leder und mehr Elektronik ...
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... als in einem Jeep unterwegs ist. Es gibt den Ram aber auch als ein echtes Arbeitstier. Der hat nicht nur verdammt wenig Extras, sondern zeigt sich innen vor allem mit grauem Hartplastik. Aber das hat auch was Gutes: Wahrscheinlich kann man den Pick-up so sogar von innen mit dem Kärcher reinigen.
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Zum Rasen taugt der Ram nicht. Zwar braucht er auch nur rund acht Sekunden Tempo 100 und schafft fast 180 Sachen. Aber bei diesem Format ist das mit der Fahrdynamik so eine Sache. Dafür fühlt man sich mit dem Dickschiff schier unverwundbar, lacht selbst über knöcheltiefe Schlaglöcher und wühlt sich mit den Allradvarianten auch durch den dicksten Dreck.
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Fast sechs Meter lang und mehr als zwei Tonnen schwer, verkauft Ram den 1500er in Amerika schon für umgerechnet weniger als 20.000 Euro. So viel Auto fürs Geld gibt es sonst nirgends. Das sieht bei uns ein bisschen anders aus.
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Die wenigen Importeure, die den Ami über den Atlantik holen, haben meist nur die teuren Modelle und bitten die Fans ordentlich zur Kasse: Unter 45.000 Euro geht deshalb kaum etwas. Da muss man schon mit Leib und Seele Cowboy sein, um das zu genießen.