Zur Homepage

So fährt die Kawasaki Z900 RS

Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Kawasakis jüngster Aufschlag auf dem Markt für Retro-Bikes kam spät, dafür aber mit Macht. Z900 RS heißt die wunderschöne Maschine, die BMW R nineT, Yamaha XSR900 und Triumph Bonneville potenzielle Käufer abspenstig machen soll. AUTO BILD hat mit der Japanerin eine Runde gedreht.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Das ist sie: Genau genommen eine Z900 in neuen Kleidern. Mit kleinen, aber wirkungsvollen optischen Retuschen hat das Designteam eine Enkelin der Kawasaki Z1 von 1972 und eine Nachfolgerin der Zephyr von 1992 geschaffen, die sich modern fährt.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Details wie LEDs in Glühbirnen-Form und in Speichen-Optik gefräste Räder schaffen den Spagat zwischen Reminiszenz an Historie und aktuellem Anspruch.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Die Drehfreude des 948 Kubikzentimeter großen Reihenvierzylinders (112 PS) nach oben hinaus haben die Ingenieure zugunsten von mehr Drehmoment in allen anderen Lebenslagen zurückgefahren. Das führt dazu, dass der Motor kerniger anspricht als das Original. Neben der Naked-Variante bietet Kawasaki die Z900 RS auch noch als Cafe-Racer an.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
So fährt sie: Sehr handlich. Die Z900 RS zeigt sich als gut austarierte Allrounderin. In entspannter Haltung gemütlich gondeln und sich dabei die Sonne ins Gesicht scheinen lassen ist im fein gesteppten Sattel genauso möglich wie dynamisches Spurten.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Drehzahl-Orgien und akrobatische Kurvenradien mag die Z900 RS nicht, dafür eignet sich die Japanerin für unterschiedliches Können, verschiedene Körpergrößen und zahlreiche Fahrprofile. Sogar Vollprofis dürfte sie Spaß bereiten: Das ABS macht es möglich, schon direkt nach dem Kurvenscheitelpunkt zu beschleunigen, in voller Schräglage.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Die 41-Millimeter-Upside-Down-Gabel vermittelt dem Fahrer ein Gefühl der Kontrolle über die Maschine, Fahrbahnzustände werden fleißig durchgereicht – in der Werkseinstellung dokumentiert die Z900 RS jede Gullideckel-Kante. Die Gabel könnte sich gerne etwas weiter in Druck-, Zugstufe und in der Federbasis verstellen lassen.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Das kostet sie: Bei 11.695 Euro geht es los. Das macht die Z900 RS weder besonders günstig noch besonders teuer. Sie unterbietet die BMW R nineT, liegt aber oberhalb von Yamaha XRS900 und Triumph Bonneville.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Leider fällt beim Fahren relativ schnell die – sagen wir mal – überschaubar solide Machart der Instrumente ins Auge. Das stellt das Preis-Leistungs-Verhältnis ein wenig infrage.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Fahrbericht Kawasaki Z900 RS
Plus/Minus: Optisch liegt die Z900 RS ganz weit vorne. Morgens aus der Tür zu treten und auf sie zuzugehen, gehört zum Schönsten, was einem ein aktuelles Retro-Motorrad bieten kann.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
https://i.auto-bild.de/ir_img/2/1/1/7/8/0/5/Fahrbericht-Kawasaki-Z900-RS-1200x800-35fcf00e59e4d2fd.jpg
Die Fahreigenschaften der coolen Kawasaki können sich sehen lassen. Sie liegt gut in der Hand, hat Leistung satt und fährt weder weder so weich noch so hölzern wie manche Konkurrentin.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
https://i.auto-bild.de/ir_img/2/1/1/7/8/0/5/Fahrbericht-Kawasaki-Z900-RS-1200x800-d0beee5a4a78fbe3.jpg
Das positive Gesamtbild wird jedoch von ein paar Macken getrübt, deren Ursachen sich nicht auf den ersten Blick erschließen. Als Beispiel seien hier die relativ langen Wegen von Gang eins zu Gang drei und deren hartes Einrasten beim Runterschalten genannt. Das passt nicht zum ansonsten feinen Charakter der Z900 RS.

Mehr coole Bikes: Motorrad-Neuheiten 2018
Bild: Toni Bader / AUTO BILD