Mit völlig neuer Front und historischen Details wertet Mercedes den Luxus-Roadster SL auf. Dazu gibt es zwei neue Sechszylinder und eine Direktlenkung.
Die Stylisten um den verantwortlichen Gestalter Hans-Dieter Futschik haben den Roadster reichlich entstaubt. Die Form der Front wurde buchstäblich zugespitzt. Statt eines milden Vier-Augen-Gesichts trägt der SL mit dem Werkscode R 230/II ...
... jetzt ein scharfes Gesicht mit L-förmigen Scheinwerfern (Bi-Xenon Serie) und einen breiten Grill, in dem nur eine einzige Lamelle sitzt – ein historisches Zitat an den legendären Flügeltürer (1954 bis 57). Von dem stammen auch ...
... die beiden „Powerdomes“, die sich rechts und links über die Motorhaube ziehen, sowie die großen Kiemen in den vorderen Kotflügeln.
Damit der neue SL seiner sportlicheren Optik auch gerecht wird, gibt es für den 350er einen ganz neuen V6-Sportmotor mit 316 PS. Das sind 44 PS mehr als beim jetzigen Modell mit dem gleichen Hubraum. Trotzdem soll ...
... der SL 350 beim Verbrauch 0,4 Liter sparsamer sein. Dass beim vom Werk genannten Durchschnittswert von 9,9 Litern eben noch die neun vor dem Komma steht, dürfte kein Zufall sein.
Der neue Sechszylinder dreht bis 7200 Umdrehungen pro Minute, was für einen sehr kernigen Motorsound spricht. Zudem verfügt die serienmäßige Siebenstufen-Automatik über eine Zwischengas-Funktion, die beim manuellen Runterschalten für harmonischere Gangwechsel sorgen ...
... und so lästige Lastwechselreaktionen minimieren soll. Auch bei zügiger Kurvenfahrt soll sich das Gefühl verstärken, einen waschechten Sportwagen zu bewegen. Darum gibt es gegen Aufpreis (circa 170 Euro) eine Direktlenkung mit variabler Übersetzung.
Parallel zu mehr Sportlichkeit verbessert Mercedes auch den Komfort. So bekommt der R 230 der zweiten Serie den bereits 2004 im SLK eingeführten Airscarf (Aufpreis circa 600 Euro). Anders als im kleinen Roadster ...
... ist beim SL das gesamte Warmluftgebläse in den Kopfstützen der Integralsitze untergebracht. Ebenfalls in der verlängerten Sonderausstattungsliste stehen ...
... das Luxus-Navi Comand APS und das intelligente Lichtsystem ILS. Serienmäßig in allen SL ist dagegen das überarbeitete Dreispeichen-Lederlenkrad und ein verfeinertes Kombi-Instrument im klassischen Chronometer-Design.
Das "Intelligent Light System" bietet fünf Lichtprogramme, die sich der jeweiligen Fahr- und Wettersituation anpassen. Dazu gehören Landstraßen-, Autobahn-, erweitertes Nebel-, Abbiege- sowie ...
... aktives Kurvenlicht. Die variablen Scheinwerfer stellen dabei die erforderlichen Funktionen bedarfsgerecht automatisch ein.
Neben dem 350er nimmt Daimler als zweiten Sechszylinder wieder einen SL 280 ins Modellprogramm. Er leistet 231 PS und erreicht 300 Newtonmeter Drehmoment bei 2500/min. Damit soll das Einstiegsmodell ...
... in 7,8 Sekunden auf 100 km/h spurten und einen Durchschnittsverbrauch von 9,4 Litern erzielen. Die 7G-Tronic ist auch hier Serie, allerdings ohne Zwischengas-Funktion.
SL 500 (388 PS) und 600 (517 PS) bleiben mit unveränderter PS-Zahl im Angebot. Auch für die Acht- (Foto) und Zwölfzylinder verspricht Mercedes eine Verbrauchsabsenkung um bis zu 0,4 Liter Superbenzin je 100 Kilometer.
Der Star im SL-Team: Mit dezentem Hinweis asm Lenkrad ...
... und etwas weniger dezentem Signet an den Flanken ...
... schmückt Mercedes-Benz das Spitzenmodell des SL, den 517 PS starken 600er. Nachschlag liefert wie immer AMG.
Immer wieder sehenswert: der Strip vom Coupé zum Roadster. Sechsmal klicken, dann ist das Dach im Kofferraum verschwunden. Viel länger dauert es in echt auch nicht.
Noch ein paar Impressionen gefällig? Nur zu. Weitere Infos zu den technischen Finessen des SL gibt es ab Freitag, 25. Januar, in AUTO BILD 4/2008.
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