So wird er aussehen, der nächste VW Golf: Die sechste Generation des Wolfsburger Bestsellers greift von vorn die Züge des VW Scirocco auf, bleibt aber ganz klar ein Golf. Die Preise starten bei 16.500 Euro für den 80-PS-Basis-Benziner. 200 Euro mehr als bislang, aber dafür gibt es serienmäßig mehr fürs Geld.
Neu – und doch der Alte: Bei den Abmessungen tut sich quasi nichts. Je nach Fahrwerk und Bereifung bis zünf Zentimeter flacher – das steht dem Golf gut. Wie gehabt gibt es die Limousine wahlweise mit drei oder fünf Türen.
Grüße vom Touareg: Die großen Rückleuchten mit dem unten liegenden weißen Leuchtenband prägen auch das Heck des großen VW-SUV.
Vertraute Konturen: Von der Seite ist der neue VW Golf VI nicht sofort vom aktuellen Golf V zu unterscheiden. Die neu gezeichnete Frontschürze lässt den vorderen Überhang kürzer wirken, verleiht Deutschlands meistverkauftem Kompakten dadurch mehr Dynamik.
Wertiger, aber keine Überraschung: Der Innenraum bietet den bewährten Zutaten-Mix aus dem Konzernregal. Leder kostet wie üblich Aufpreis. Die matten Aluleisten sind Serie.
Auf sicher: Zusätzlich zu den Front-, Seiten- und Kopfairbags hat der neue Golf einen Luftsack im Kniebereich. Bei der Crashtest-Bewertung für den Insassenschutz dürfte das weitere Pünktchen bringen.
Klassische Aufteilung: zwei große Rundinstrumente für Geschwindigkeit und Drehzahl. Darin eingebettet: Tankanzeige (rechts) und Wasserthermometer. Dazwischen: das gut ablesbare und mit etwas Übung logisch zu bedienende Zentraldisplay.
Touch me: Im Golf VI arbeitet die neuste Navi-Generation von Volkswagen, Touchscreen, DVD und intuitive Bedienung inklusive.
Rückfahrkamera? Gibt es im neuen VW Golf selbstverständlich auch (gegen Aufpreis). Der symphatische junge Mann, der hier in der Parklücke hockt, ist übrigens AUTO BILD-Redakteur Jörg Maltzan. Er war für uns exklusiv vorab beim neuen VW Golf VI.
Besagte Rückfahrkamera gibt es erstmals im VW Golf. Sie versteckt sich - gut geschützt vor Spritzwasser, Salz und Dreck – unterm VW-Emblem, das im Heckdeckel als Öffner dient.
Elektronik-Helfer: Neben dem ESP-Schalter sitzen auf Wunsch weitere Tasten zum Ein- und Ausschalten von Fahrhilfen. Der Parkassistent stammt aus dem VW Tiguan, arbeitet im neuen Golf aber präziser.
Schaltzentrale: Eine Wandlerautomatik gibt es nicht mehr. Neben Handschaltung kommen im neuen Golf DSG-Getriebe mit sechs und sieben Gängen zum Einsatz. Im 160-PS-TSI-Topbenziner ist letzteres Serie.
Für Golf-Fahrer mit Sendungsbewusstsein: flächiges 18-Zoll-Alurad mit garantiertem Showeffekt.
Blinkerleiste im Seitenspiegel, das kennen wir bereits vom VW Golf V. Neu: die deutlich wertigeren Türgriffe.
Auch ganz schön (hoch)wertig: Spiegelversteller und E-Fensterschalter tragen nun vornehm glänzende Chromverzierungen.
Verbesserte Op- und Haptik: Details wie Schalter und Tasten hat Volkswagen im neuen Golf sicht- und spürbar aufgewertet. Der Lichtschalter trägt jetzt eine edle Chromeinfassung und rastet satter in die einzelnen Positionen.
So sah es in unserem Vorab-Golf 1.4 TSI DSG aus: heller Stoff, Sportsitze, Navigationssystem, Drei-Speichen-Lenkrad mit Multifunktionstasten. Komplettpreis für den 220-km/h-Renner: rund 25.000 Euro.
Zweifarbiges, auf die Polster abgestimmtes Armaturenbrett: Schön anzusehen, aber in diesem Fall nur etwas für Menschen ohne minderjährige Kinder.
Platz für fünf, so kennt man den VW Golf. Auch hinten gilt in diesem Fall: Bitte nur ohne Straßenschuhe einsteigen. Aber auf Fotos kommt so ein schnieker Farbton nun einmal super edel rüber. Und genau das will der neue Golf sein: der wertigste Wagen "seiner" (im wahrsten Sinne) Klasse.
Die neue Front: Kaum hatten sich alle an das oft chromgefasste Konzerngesicht gewöhnt, treten die Wolfsburger den Rückzug an. Bei genauerem Hinschauen ...
... zeigt sich die Verwandtschaft mit dem neuen VW Scirocco. Anders als das Sportcoupé trägt der Golf das Markenemblem nicht auf der Haube, sondern wie üblich im Kühlergrill.
Zurück zu den Wurzeln: Die Scheinwerfer erinnern vom Schnitt her eher an Golf IV und III als an den Golf V. Mehr dazu in Kürze in unserem Generationen-Vergleich.
Schmaler und länger: Die gestreckten Leuchten stehen dem Golf-Heck gut. Die "geschwollenen" Rücklichter des Golf V wirken im Vergleich dazu plump und fast schon altbacken.
Vier Jahre lang muss das Modell der sechsten Generation Golf durchhalten. 2012 folgt dann die Ablösung durch ein – dann wirklich – komplett neues Modell.
Rund 26 Millionen VW Golf sind seit 1974 weltweit von den Bändern gelaufen. Nur schwer vorstellbar, dass diese Erfolgsstory mit dem Golf VI einen Bruch erleiden wird.
"Wer den Fünfer-Golf mag, für den wird es leicht, den Sechser-Golf zu lieben", urteilt AUTO BILD-Redakteur Jörg Maltzan nach seinem exklusiven Rendezvous mit dem neuen Wolfsburger. Zum modischen Accessoire reicht er allemal, will das Pressematerial suggerieren.
Wie wäre es nach all den Infos mit einem kleinen Besuch im Daumenkino? Schnell geklickt (flinke Internetverbindung vorausgesetzt) mit den Vor- und Zurück-Pfeiltasten, können Sie hier dem Golf bei seiner Light-Show zusehen. Wir starten im Tagesmodus: kein Licht an (außer im Studio, klar).
So, los geht es: Abblendlichtlicht.
Da geht noch was: Fernlicht.
Volles Programm: Fernlicht und Nebelscheinwerfer!
Daumenkino ist toll, oder?! Wir können noch mehr: Fahrertür auf.
Position zwei: Fahrer- und Beifahrertür auf.
Position drei: Fahrertür, Fahrerseite hinten, Motorhaube auf.
Das klappt auch von hinten. Stimmt die Geschwindigkeit bei Ihnen bzw. Ihrem Rechner? Sonst springen Sie am besten zu Bild 50. Für alle anderen: So sieht der VW Golf VI von schräg hinten aus. Gelernt.
Schwupp, Türen auf der Fahrerseite auf!
Schawäng! Kofferaumklappe dazu.
Klapp-schnapp-dicht: Einladend, diese Klappe.
Türlein klapp dich, die dritte: Golf 6 von seiner 5er-Seite.
Tür 1 auf.
Tür 1 und 2 auf.
Kofferraumklappe dazu.
Motorhaube auch auf, fertig ist die Golf-Klapp-Show! Jetzt zurück, und wieder vor, und zurück, und wieder vor. Besser als Video, oder?
Weiter geht es! Licht aus, Spots an! Golf VI dämmert so vor sich hin.
Yeah, Baby, Frontscheinwerfer an!
Unten geht was, das war uns klar.
Aus die Lampen-Maus, auf die Türen!
Und zu. Und zurück. Und vor. Und zurück. Und vor. Und weiter!
Haube auf, Haube zu (Bild 49). Auch ein nettes Daumenkino.
Zurück. Und vor. Zurück. Und vor. Und weiter! wir haben da nämlich noch ein paar Infos für Sie!
Ende Oktober 2008 soll der neue VW Golf in den Handel kommen. Zwei Common-Rail-Diesel (jeweils Zweiliter-TDI, 110 und 140 PS) und vier Benziner (1.4 und 1.6, 80/102/122/160 PS) stehen anfangs zur Wahl.
Top-Benziner ist anfangs der 1.4 TSI mit 160 PS. Acht Sekunden soll er brauchen auf Tempo 100, Durchschnittsverbrauch 6,0 Liter, Vmax wie erwähnt 220 km/h. Co2-Ausstoß: 139 g/km.
Noch ein Daumenkino? Dann zu!
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