Kleine Autos sind in Zeiten steigender Energiekosten sehr beliebt. Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt herrscht eine rege Nachfrage nach spritsparenden Autos. Außerdem glänzen Kleinwagen auch mit geringem Wertverlust: So bringen Toyota Aygo und VW Fox als Dreijährige noch rund 65 Prozent ihres Neuwertes.
Anfang 2005 löste der in Brasilien gefertigte Fox den VW Lupo ab. Ein 55-PS-Fox bis 80.000 km Laufleistung ist ab rund 4900 Euro erhältlich. Fox-Vorteile: gutes Raumangebot, ordentlicher Federungskomfort, solide VW-Motoren.
Sparmenü: karge Kunststoff-Landschaft mit einem unübersichtlichen Kombiinstrument. Fox-Nachteile: Verarbeitung nicht auf gewohntem VW-Niveau, Klappern, abblätternder Lack an Stoßfängern, defekte Nocken- und Kurbelwellensensoren, defekte Fensterheber, Tachos, Klimaanlagen und Gurtwarner.
Größter Vorteil des Ford Ka: das agile Fahrwerk und die Handlichkeit, allerdings nur mit Servolenkung. Ab 3500 Euro werden Ford Ka ab Baujahr 2000 mit rund 50.000 km Laufleistung gehandelt.
Auch die Armaturentafel des Ford Ka kommt ohne Ecken und Kanten aus. Leider ist ein Ford Ka nicht lange haltbar: Rostschäden am Tankdeckel, unterhalb der B-Säule, an der Heckklappe und unter den Stoßfängern sind häufig. Ölwannen sind oft durchgerostet, die Bremsanlage, Radlager und Vorderachsgelenke verschleißen schnell.
Mit seinem eckigen und dreitürigen Vorgänger hat der ab 2003 gebaute Fiat Panda nur noch den Namen gemeinsam. Mit seinen fünf Türen, der größeren Karosserie und der üblichen Sicherheitsausstattung entspricht der Panda nun dem Klassenniveau. Exemplare bis 35.000 km gibt es ab 4200 Euro.
Das Cockpit ist aufgeräumt und übersichtlich. Leider ist der Panda kein Fiat ohne Mängel: Fehlerhafte Motorsteuergeräte, beim Diesel auch heftige Motorschäden, grundlos warnende Airbag- und Motor-Kontrolllampen, ausgeschlagene Vorderachsgelenke und durchgerostete Endschalldämpfer sind typische Mängel.
Der erste Opel Agila wurde von 2000 bis 2008 angeboten und wird als Gebrauchter bis 40.000 km Laufleistung ab rund 4900 Euro gehandelt. Agila-Stärken sind die Zuverlässigkeit und das gute Raumangebot.
Der Opel Agila basiert auf dem Suzuki Wagon R+, hat jedoch eigene Motoren, andere Instrumente und ein abgeändertes Front- und Heckdesign. Agila-Schwächen: schlechter Federungs- und Geräuschkomfort, Ölverlust, undichte Frontscheibe und verschlissene Bremsanlage.
Der Citroen C1, der Peugeot 107 und der Toyota Aygo sind weitgehend baugleich. Alle drei Kleinwagen nutzen den gleichen Ein-Liter-Dreizylinder mit 68 PS, nur den Citroen gibt es auch als Diesel (1.4 HDi, 55 PS).
Die Armaturenanlage sieht frisch und jungendlich aus. Die Verarbeitung ist jedoch mäßig, die Kunststoffteile sind nur lose zusammengeklippt. Der Unterbodenschutz ist mangelhaft, Rost tritt bereits bei Zweijährigen auf. Die Kupplung hält dem städtischen Stress häufig nicht stand. Das automatisierte Schaltgetriebe neigt zum Ruckeln.
Kein Auto benötigt weniger Parkraum als ein Smart fortwo. Trotz seiner kompakten Abmaße ist der Smart ein sehr sicheres Auto und bietet zwei Personen ausreichend Platz. Smart fortwo mit einem Kilometerstand von bis zu 40.000 wechseln ab 4100 Euro den Eigentümer.
Die erste Smart-Generation war im Innenraum noch recht verspielt. Rostprobleme kennt der Smart nicht, jedoch Motorschäden wegen Ölmangel. Der Heckmotor ist so schlecht zugänglich, dass sich viele Smart-Fahrer die Kontrolle sparen. Sonstige Mängel: Kühlsystem undicht, Traggelenke und Spurstangen ausgeschlagen. Ab 2003 serienmäßig ESP.
Der Kia Picanto wird seit 2004 in Deutschland verkauft und teilt sich die technische Basis mit seinem Konzernbruder Hyundai Atos. Verarbeitung, Fahreigenschaften und Raumangebot sind ordentlich. Einen Picanto bis 30.000 km bekommt man ab 4900 Euro.
Das Cockpit ist sachlich und gut bedienbar. Nachteile des Picanto: brechende Kurbelwellen (betrifft auch den Hyundai Getz bzw. Atos), festsitzende Bremssättel hinten, defekte Wegfahrsperren und grundlos blinkende Airbag-Kontrolllampen.
Der Hyundai Atos wurde 2004 neu aufgelegt, die Minivan-ähnliche Karosserie kann jedoch vom Raumangebot her nicht überzeugen. Für einen Hyundai Atos bis 20.000 km sollte man mindestens 3900 Euro einplanen.
Das Cockpit des Atos ist altbacken, billigstes Plastik wohin das Auge blickt. Lang und graviernd sind mögliche Atos-Mängel: Motorschäden durch gebrochene Kurbelwellen, ständig versagende Benzinpumpen, Probleme mit Schaltung und Getriebe, defekte Fensterheber und Zentralverriegelungen lassen das Billigauto schnell teuer werden.
Der Daihatsu Cuore ist im Gegensatz zu der koreanischen Konkurrenz sehr zuverlässig und nahezu problemlos. Der 58-PS-Motor bietet verblüffendes Temperament bei sehr sparsamem Verbrauch. Für einen drei- und fünfttürig angebotenen Cuore bis 30.000 km aus den Baujahren 2003 bis 2007 sollte man mindestens 4900 Euro einplanen.
Das Cockpit ist konservativ gestaltet und sparsam instrumentiert, aber sehr übersichtlich und selbsterklärend. Komfortabel ist der Cuore jedoch nicht, mit einer bockigen Federung und unsauberem Geradeauslauf auf der Autobahn sollten Interessenten leben können. Mängel? Klappergeräusche und durch Stadtverkehr verschlissene Bremsanlage.
2005 wurde der Daewoo Matiz umgetauft in Chevrolet Matiz. Die Verarbeitung und das Raumangebot des Fünftürers sind anständig. Seit August 2005 ist sogar eine Flüssiggas-Variante im Angebot. Exemplare bis 10.000 km gibt es bereits ab 4900 Euro.
Die mittig angeordneten Instrumente des Matiz sind gewöhnungsbedürftig. Nicht gewöhnen kann man sich allerdings an die zahlreichen Mängel des Koreaners: Auch beim Matiz treten Motorschäden auf, dazu Defekte an Schaltung, Kupplung und Getriebe. Nach ADAC-Angaben ist die Zuverlässigkeit des Matiz unterdurchschnittlich.
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