Unsere Autos sind in den letzten zwanzig Jahren größer und schwerer geworden – aber auch durstiger?autobild.de hat vierzig Autos unter die Lupe genommen. Das Ergebnis sehen sie in unserer Bildergalerie.
Das
Audi Coupé war der Nachfolger des legendären Audi quattro. Aus seinem Zweiliter-Motor mobilisierte er 113 PS und verbrauchte im AUTO BILD-Test rund 12,3 Liter auf 100 Kilometer.
Das Coupé von heute, der
Audi A5, begnügt sich mit rund 10,1 Litern Kraftstoff. Sein Zwei-Liter-TFSI Motor leistet 180 PS und ist damit satte 67 PS stärker, als sein zwanzig Jahre alter Vorgänger.
In der Basisausstattung hatte der
Renault 5 von 1990 einen 1,4-Liter-Motor mit 58 PS. Dieser schluckte rund 5,8 Liter Benzin auf 100 Kilometern.
Der legitime Nachfolger des R5 ist der
Renault Clio. Und dessen Basismotor kommt mit 0,2 Litern weniger Hubraum aus. Die 1,2-Liter-Maschine genehmigt sich 6,7 Liter und leistet 75 PS.
Zwei Liter Hubraum, 150 PS – das sind die Eckdaten des
BMW 520i aus dem Jahr 1990. Sein Verbrauch lag im AUTO BILD-Test bei rund 11,3 Litern auf 100 Kilometern.
Erst dieses Jahr ist die sechste Generation des
5er BMWs erschienen. Der intern als F10 bezeichnete 5er hat in der kleinsten Motorisierung einen Dreiliter-Sechszylinder an Bord. Das Aggregat leistet 204 PS und verbraucht rund 9,2 Liter auf 100 Kilometern.
Mit seinem Testverbrauch von nur 6,8 Litern war der
Peugeot 205 schon vor zwanzig Jahren sehr sparsam. Das spricht für die Effizienz des 60-PS-Motors mit 1,1 Liter Hubraum.
Der Motor des
Peugeot 207 zieht seine 73 PS aus 1,4 Litern Hubraum. Auf 100 Kilometern verbraucht der 207 rund 7,1 Liter. Damit schlägt der Moderne den Vorgänger zwar nicht, liegt aber in etwa gleich auf.
Der
Seat Ibiza in seiner Modellausführung von 1990 war noch ein sehr spartanisches Auto. Sein Motor leistete 44 PS und schluckte im AUTO BILD-Test 7,3 Liter auf 100 Kilometern.
Der moderne
Seat Ibiza hat einen 1,2-Liter-Motor aus dem VW-Regal. In Sachen Ausstattung und Verarbeitung hat sich viel getan in den letzten zwei Jahrzehnten. 6,7 Liter verbraucht die 60-PS-Maschine auf 100 Kilometern.
7,7 Liter Kraftstoff verbrauchte die 1,4-Liter-Basismotorisierung des
Renault 19 auf 100 Kilometern. 58 PS stemmte das Kraftwerk dabei maximal auf die Kurbelwelle.
Im Nachfolger des Renault 19, dem
Renault Mégane, werkelt eine 1,6-Liter-Maschine mit 16-Ventil-Technik. Dieser Motor leistet mit 110 PS nicht nur fast doppelt so viel wie der des Vorgängers, er verbraucht mit 7,3 Litern auch noch 0,4 Liter weniger.
Der E.R.A. Mini Turbo war ein echter Giftzwerg und Powerfloh. Dank Aufladung leistete sein 1,3-Liter-Motörchen 94 PS. Dies schlug sich dann auch im Verbrauch nieder: 10,2 Liter waren auch 1990 eine Ansage für so ein kleines Auto.
Mit "mini" hat dieser Mini nichts mehr zu tun: Der
Mini Coutryman All4 Cooper S ist das größte, was man zurzeit aus dem Hause des BMW-Ablegers bekommen kann. Sein 1,6-Liter-Motor leistet 184 PS und verlangt dabei nur rund 7,6 Liter Benzin auf 100 Kilometern.
Der
Audi 100 von 1990 hatte als kleinste Motorisierung einen 1,8-Liter-Vierzylinder im Angebot. Der Motor leistete 90 PS und bekam einen Testverbrauch von 11,1 Litern auf 100 Kilometern attestiert.
Im 2010er
Audi A6 steckt ein Zweiliter-TFSI-Motor. Dank Turbo entwickelt er eine Leistung von 170 PS. Im Test verbrauchte er 11 Liter auf 100 Kilometern.
7,5 Liter Kraftstoff flossen beim
Ford Fiesta von 1990 auf 100 Kilometern durch die Brennräume des 1,1-Liter-Motors mit 50 PS.
Der 1,4-Liter-Basismotor des aktuellen
Ford Fiesta-Modells leistet mit 96 PS annähernd doppelt so viel wie sein Vorgänger von 1990. Der Verbrauch bleibt mit 6,3 Litern um ganze 1,2 Liter unter dessen Wert.
Nasenbär wurde der
VW Passat Typ 35i wegen seines fehlenden Kühlergrills spöttisch genannt. In der Grundausstattung hatte er einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 72 PS. Dieser schluckte rund 8,7 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern.
Beim Basismotor des aktuellen
VW Passat hat sich der Hubraum im Zuge des Downsizing-Trends auf 1,4 Liter verringert. Die Leistung ist aber gestiegen: 122 PS mobilisiert er dank Turbomotor. Sein Verbrauch liegt bei 7,5 Litern auf 100 Kilometern.
Der Motor des
Opel Kadett von 1990 hatte 1,4 Liter Hubraum und leistete 60 PS. Sein Testverbrauch belief sich damals auf 7,3 Liter.
Seit 1991 heißt der Opel Kadett in Deutschland
Opel Astra. In der aktuellen Basisversion steckt ein 1,4-Liter-Motor mit 87 PS. Er genehmigt sich lediglich 6,7 Liter Benzin auf 100 Kilometern.
Der seidig laufende 2,5-Liter-Reihensechszylinder des
BMW 325iX vom Typ E30 war 1990 die Topmotorisierung für den 3er. 170 PS sorgten nicht nur für viel Fahrspaß: An der Tankstelle wollten nach 100 Kilometern 13,1 Sprit nachgetankt werden.
Mit dem 325i vom Typ E30 ist heute wohl am ehesten der
BMW 335i xDrive zu vergleichen. Sein Drei-Liter-Sechszylinder leistet 306 PS. Im Test kam er mit beeindruckenden 10,5 Litern Super aus.
In der Basisversion lief der
Ford Escort 1990 mit einer 1,3-Liter-Maschine vom Band. Diese leistete 60 PS und verfeuerte 7,4 Liter Benzin auf 100 Kilometern.
Seit 1998 ist der
Ford Focus das Nachfolgemodell des
Escort. Der 2010er Focus hat mindestens einen 1,6-Liter-Motor mit 100 Pferdestärken verbaut, dessen Verbrauch bei 7,1 Litern liegt.
Der 1990er
Mercedes W124 war standardmäßig mit einem 118 PS starken Zweiliter-Vierzylinder, dem E200, ausgerüstet. Mit 10,4 Litern gehört der Motor zu den durstigeren Vertretern dieser Zeit.
Der aktuelle
Mercedes E200 CGI kommt mit einer 1,8-Liter-Maschine. Sie leistet 184 PS und geht sparsam mit dem teuren Nass um: Gerade einmal 8,1 Liter Super genehmigt sich der Motor.
1990 war das Jahr der Wiedervereinigung Deutschlands. Mit dem finalen Fall der Mauer kamen auch immer mehr Fahrzeuge aus dem ehemaligen Ostblock in die Bundesrepublik. Einer der ersten war der
Skoda Favorit. Er hatte einen 54 PS starken 1,3-Liter-Motor, der rund 8,1 Liter verbrauchte.
Heute gehört
Skoda zum
VW-Konzern. Der
Skoda Fabia, legitimer Nachfolger des Favorit, bedient sich wie der
Seat Ibiza aus dem Konzernregal. Sein 1,2-Liter-Basismotor leistet 60 PS. Mit 6,1 Litern auf 100 Kilometern verbraucht er ganze zwei Liter weniger als der Skoda Favorit von 1990.
Der
Audi 80 war 1990 mindestens mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder motorisiert, der 70 Pferdestärken leistete. Sein Verbrauch lag bei vertretbaren 8,8 Litern auf 100 Kilometern.
Beeindruckend ist, dass der Basismmotor des
Audi 80-Nachfolgers
Audi A4 mit 160 PS nicht nur mehr als doppelt so stark ist wie der seines Vorgängers: Der 1,8-Liter-TFSI verbraucht mit 8,3 Litern auch noch einen halben Liter weniger Kraftstoff.
Der Babybenz, Mercedes 190 E 2.3, gehörte schon zu den bessermotorisierten Mittelklasselimousinen. Sein 2,3-Liter-Motor leistete 132 PS. Im Test verbrauchte er damals 10,9 Liter.
Das Pendant von 2010 ist der
Mercedes C 250 CGI. Dessen 1,8-Liter-Motor ist dank Blue Efficiency-Technologie nicht nur besonders sauber, sondern auch sehr sparsam: Lediglich 9,4 Liter Super verbraucht die 204-PS-Maschine.
Der
Opel Corsa war schon immer ein sparsames Auto. Bereits 1990 hat der Basis-Corsa nur 6,7 Liter auf 100 Kilometern verbraucht. Seine Motorisierung: 1,2-Liter-Vierzylinder mit 45 PS.
Heute holen die Opel-Ingenieure 70 PS aus 1,2 Litern Hubraum. Beim aktuellen
Opel Corsa liegt der Verbrauch aber auf dem Niveau seines Vorgängers: 6,4 Liter Super sind auf 100 Kilometern fällig.
Eine 45 PS starke Einliter-Maschine war im Modelljahr 1990 die Basismotorisierung des VW Polo. Im AUTO BILD-Test verbrauchte der
Polo Typ 86C rund 7,5 Liter Normalbenzin.
Beim 2010
VW Polo ist die Basismotorisierung auf 1,2 Liter angewachsen. Die Maschine leistet 60 PS und verbraucht magere 6,1 Liter auf 100 Kilometern.
Das deutschlandweit meistverkaufte Auto ist der
VW Golf. 1990 war die zweite Generation aktuell. Der Basismotor zog 55 PS aus 1,3 Litern Hubraum. Auf 100 Kilometern verfeuerte er rund 8,1 Liter Benzin.
In der sechsten Generation steckt ein 1,4-Liter-Motor unter der Haube des Basis-
Golf. Dieser leistet 80 PS und verbraucht mit 8,2 Litern in etwa genauso viel wie sein Vorgänger. Beachtlich: Der Golf VI wiegt dabei mindestens 372 Kilogramm mehr als sein Vorgänger.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.