Mercedes,
VW und
BMW zeigen auf der Sicherheits-Messe GPEC 2012 neue Polizei-Fahrzeuge und Konzepte für Deutschland. Bei BMW stehen sechs Automobile und vier Motorräder im Mittelpunkt. Darunter sind auch zwei für die Bundes- und Länderpolizei völlig neue Einsatzfahrzeuge: der
BMW X3 sowie der neue
BMW 3er Touring (Foto).
Auf der AMI hatte der 3er Touring erst Weltpremiere, jetzt steht er wieder in Leipzig und zeigt sich in "grüner Uniform". Noch vor seiner Markteinführung Ende September wurde er für den Polizei-Einsatz fertig entwickelt.
Der neue 3er Touring als Polizeifahrzeug kann mit Sonderausstattungen geliefert werden, beispielsweise mit zusätzlichen Warneinrichtungen für den Einsatz auf der Autobahn. Zusätzliche LED-Kennleuchten im Heck verbessern dabei die Absicherung der Polizisten gegenüber dem rückwärtigen Straßenverkehr.
Wie der Touring kann der X3 durch Sonderausstattungen wie Warnlicht, LED-Kennleuchten oder die Steuerung einer Signalanlage über das serienmäßige Bediensystem iDrive ausgestattet werden.
Mit dem BMW 7er High Security (rechts im Bild) zeigt BMW nach eigener Aussage die weltweit erste Sicherheitslimousine, die die anspruchsvolle Widerstandsklasse VR7 erreicht. Die Klasse beinhaltet die Schwerpanzerungen zum Schutz gegen ...
... Anschläge mit Langwaffen oder mit panzerbrechender Hartkernmunition.
Der X5 ist etwas schwächer gepanzert und bietet Schutz gegen kriminelle Übergriffe und ähnliche Gefahrensituationen.
Der 5er als Polizeiwagen dürfte demnächst auch auf der Autobahn unterwegs sein.
Auf der GPEC 2012 präsentiert BMW eine Vielzahl unterschiedlicher Motorräder in Behördenversion. Allen voran die R1200RT, die seit Jahren weltweit als Eskorten-Motorrad im Einsatz ist.
Das i3 Polizei-Concept soll besonders für lokal begrenzte Einsatzgebiete wie Flughäfen, große Hafengebiete, Kontrollaufgaben und Patrouillen geeignet sein.
Leider nicht mit auf der Messe, der
BMW M5 F10 im Polizei-Look. Der 560-PS Bolide stand kürzlich als Showcar in der BMW Welt in München.
Mercedes zeigt auf der Spezialmesse die
B-Klasse und den Vito als Streifenwagen. Ebenfalls dabei: die
S-Klasse in der Ausführung S 600 Guard sowie der Sprinter mit Polizeiausstattung. Außerdem sind ein
Smart mit Elektroantrieb, der
fortwo electric drive und ein
Smart fortwo in Polizeioptik mit von der Partie.
Volkswagen ist unter anderem mit einem Multivan vertreten, der künftig als absoluter Raser-Schreck gelten dürfte. Neben einem im Heck integrierten Blitzer wurde als Studie auch noch ...
... ein Frontblitzer im vorderen Scheinwerfer verbaut.
An der Heckklappe kann ein sogenannter Infogeber angebracht werden, der dann verschiedene Texte anzeigt.
In den Gepäckraum passen ein Waschmodul und ein ausziehbarer Tisch sowie Staumodule für Schutzhelme, Westen und Pylonen.
Zur Beleuchtung gibt es LED-Leuchten im Fahrer-Fahrgastraum.
Nissan ist zwar nicht auf der GPEC vertreten, hat aber auch etwas für die Behörden: In Hamburg wird der
Nissan Leaf als ziviler Funkstreifenwagen auf den Prüfstand gestellt. Es soll erprobt werden, ob der batteriegetriebene Leaf mit einer Reichweite von maximal 150 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h im täglichen Streifendienst einzusetzen ist.
Ein
Opel Ampera als deutsches Polizeiauto? Opel scheint das wirklich ernst zu meinen – und preist die Vorzüge des E-Autos als Einsatzfahrzeug in höchsten Tönen an. "Ob emissionsfrei im Streifendienst, lautlos bei Undercover-Beschattungen ...
... oder schnell und ausdauernd bei wilden Verfolgungsjagden – der Opel Ampera wäre das ideale Einsatzfahrzeug für die Polizei", heißt es in einer Mitteilung aus Rüsselsheim. Dazu hat Opel den Stromer schon mal in Blau-Silber beklebt.
Das mit der Ausdauer stimmt, immerhin kommt der Ampera dank E-Motor und Range-Extender insgesamt gut 500 Kilometer weit. Auch bei der Beschleunigung in neun Sekunden auf Tempo 100 würde der Rüsselsheimer nicht zwingend abgehängt.
Ob es der Ampera irgendwann tatsächlich in den Polizeidienst schaftt? 161 km/h Spitze könnten zu wenig sein, um die Gangster in ihrem getunten Fluchtfahrzeug verfolgen zu können. Dafür kann er sich fast lautlos an Tatorte heranpirschen. Am Ende dürfte es wohl am Preis scheitern: 42.900 Euro dürften der Polizei wohl zu teuer sein.
Schicker als diese grüne Corsa-Minna ist der Ampera auf jeden Fall. Der kleine Blaulicht-Hüpfer fuhr einst für die Berliner Polizei – nicht besonders schnell, nicht unbedingt repräsentativ. Inzwischen abgeschafft.
Mit diesem schicken Flitzer geht die englische Autobahnpolizei auf Verfolgungsjagd. Die Vorhut auf noch kommende Sportwagen-Modelle der britischen Schmiede
Lotus hört auf den Namen
Evora. 280 PS Leistung reichen mindestens für Tempo 260.
Deutlich mehr Power schickt der 6000 PS starke Polizei-Dragster des Interceptor-Teams auf die Piste. Für den Antrieb sorgt eine ausrangierte Navy-T-39-Fighter-Turbine.
Wunschvorstellung: Ohne Politesse wird das schnellste Polizeiauto der Welt nicht ausgeliefert. Undenkbar: der Einsatz im Polizeialltag.
In Kroatien geht nichts über "made in Germany". Ein BMW 5er macht bösen Buben das Rasen schwer.
Exotischer Einsatzort trifft auf Ingolstädter Asphaltberserker: Die Behörden in Kuwait ballern in einem Audi S6 durch die Wüste. Bei 5,2 Liter Hubraum und 435 PS bleibt kein Sandkorn auf dem anderen.
Liefert das NYPD jetzt auch Pizza aus? Respekt darf der Sergeant mit dem Dreirad der New Yorker Polizei kaum erwarten. Echte Cowboys fangen erst beim Blubbern eines V8 an zu zittern.
Kein Entkommen heißt es für Ganoven, wenn ihnen ein Hummer H1 auf den Fersen ist.
Bei dieser Kutsche im Nacken lassen sich Gauner gerne durch die Prärie jagen.
Die Polizei von Edmonton in Kanada fährt seit 2009 Dodge Challenger. Das Fahrzeug wurde mit Überrollkäfig, Warnleuchten und einer Lackierung in drei Farben ausgestattet. Auftrag: gegen illegale Straßenrennen vorgehen.
Über 300 PS stark und 250 km/h schnell – gerade gut genug für die Polizei in Japan. Ein Nissan 350Z mit Blaulicht würde auch auf deutschen Straßen gut kommen.
Gangster-Romantik: Chevrolet Caprice. Zwei Cops vorne, die Blues Brothers auf der Rückbank ...
Gewaltig: Ein US-Sheriff im Bundesstaat Texas ließ sich vom deutschen Tuner Geiger einen 700-PS-Hummer bauen. Die Spitze des Dreitonners liegt bei 250 km/h.
US-Autobauer Chrysler rüstet den aktuellen Dodge Charger/Magnum für den Streifendienst ...
... um. Ein 5,7-Liter-Hemi-V8 leistet satte 368 PS.
Die Stuttgarter Polizei geht mit einem Porsche Cayenne auf Ganovenjagd. Der Großraum-Sportler leistet mindestens 300 PS.
Speziell für die britische Polizei staffiert Mitsubishi den Lancer Evo X mit Blaulicht aus. 280-Turbo-PS wuchten das Einsatzfahrzeug in 5,2 Sekunden auf Tempo 100.
Dieses kantige Polizei-Schlachtschiff kommt von der kleinen Firma Carbon Motors. Der E7 wurde nach Vorgaben von Polizei und ...
... Heimatschutzbehörde entwickelt. Scheiben, Türen und der Vorderwagen sind gepanzert.
Hinter den fiesen Rammbügeln rasselt ein 304 PS starker Sechszylinder-Diesel, der den E7 auf 250 km/h anschieben kann.
Die Signalanlagen sind ins Dach integriert. LEDs garantieren Langlebigkeit.
"Batman hat ein cooles Auto. Aber unseres ist echt!" Carbon Motors wirbt selbstbewusst für den Streifenwagen der Zukunft.
Bei deutschen Gesetzeshütern war bis zum Aufkommen starker Diesel-Kombis vor allem der Porsche 911 sehr beliebt. Hier ein luftgekühlter Carrera mit 3,6-Liter-Boxermotor und 272 PS.
Tuner Techart liefert das moderne Gegenstück: ein 911 Carrera S mit getunten 370 PS. Wert: 125.000 Euro.
Für die Initiative "Tune it Safe" rüstete Brabus einen Rocket zum Einsatzwagen um. Der Mercedes CLS leitet brutale 730 PS an die Antriebsachse.
Von wegen süß: Im Brabus Ultimate (Smart-Basis) mit Polizei-Equipment tut ein spezieller Dreizylinder mit 112 PS Dienst.
Den Behörden in Lancaster im US-Bundesstaat Texas steht ein 305 PS starker Ford Mustang mit 4,6-Liter-V8 zur Verfügung.
Am Strand von Waikiki (Honolulu/Hawaii) gehen die Herren Officer ebenfalls mit einem potenten Ford Mustang auf Ganovenjagd.
Streifenwagen-Romantik in Reinkultur: V8-Limo mit Weißwandreifen und Tatütata auf dem Dach.
Auf der südlichen Erdhalbkugel fegt das Gesetz in einem Holden Monaro GTO um die Ecken. Mit einem Siebenliter-V8 unter der Haube leistet der Wolf im Schafspelz enorme 571 PS.
In Bloomfield Hills (Michigan/USA) sind nicht nur die Einwohner gut motorisiert. Die Polizei geht in einer Corvette auf Streife.
Privilegiertere Kollegen lenken einen Cadillac XLR mit 4,6-Liter-V8 und 326 PS.
Bei unseren österreichischen Nachbarn reicht hingegen ein Serien-Smart fortwo für den alltäglichen Kampf um Gerechtigkeit.
Der 325 PS starke Porsche 911 Carrera steht nach sechsmonatiger Testphase im Porsche-Museum in Gmünd. Fazit der österreichischen Polizei: zu wenig Platz.
Krasse Idee: ein Bugatti Veyron mit Blaulicht. Eventuell etwas für die Stadt Wolfsburg.
Russische Gesetzeswächter schwören auf die Qualitäten des Porsche Cayenne.
Uriger Polizei-Mini aus England.
In Süditalien geht die Polizei auf der Autobahn Salerno-Reggio Calabria mit einem 500-PS-Lamborghini auf Raserjagd.
Edler Sportschlitten: Pontiac Firebird TransAm mit Police-Schriftzug und Blaulichthalterung.
In den 50er-Jahren ging die New York State Police im Chevrolet auf Verbrecherjagd.
Was für die einen der Porsche 911 ist, ist für die anderen der Nissan Skyline. Japanische Behörden schwören auf die Turbo-Power des rassigen Sportlers.
So stellt man sich in Rumänien ein adäquates Einsatzfahrzeug zur Verfolgung von Rasern vor.
Auch nicht schlecht: ein Lotus Exige als Polizeifahrzeug.
Mit dem Caparo T1 wird Polizist endlich zu Traumberuf. Der Supersportler wird von einem 2,4-Liter-V8 mit 575 PS befeuert.
Ganz wild treiben es die Behörden in Süd-Korea: Mit über 500 PS geht es im Lamborghini Diablo verboten schnell zur Sache.
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