Gib Gas, ich will Spaß! Wenn Supersportler wie Lamborghini Gallardo, Bentley Continental, BMW M6, Mercedes CLK DTM AMG und Porsche Carrera GT am Nürburgring anrauchen...
...bleibt kein Auge trocken. Der Bentley war zwar der nobelste Treffen-Teilnehmer, obwohl, hatte aber gegen Kraftprotze wie BMW M6, ...
... Lamborghini Gallardo SE, ...
... Mercedes-Benz CLK DTM AMG und ...
... Porsche Carrera GT keine Chance. – Was ein Bentley mit diesen Supersportlern zu tun hat? AUTO BILD SPORTSCARS hatte zu einem Treffen ...
... der besonderen Art geladen: Fünf Boliden mit 507 bis 612 PS wurden von ...
... vier Superstars – von links: Prinz Leopold von Bayern, Walter Röhrl, Klaus Ludwig und Tom Kristensen – über den Nürburgring gejagt. Eine Aktion, die bis an die Grenzen der Autos und der Fahrer ging.
Daß der Bentley keine Chance haben würde, war von vornherein klar. Zwar ist das Coupé...
... mit einem 560 PS starken Zwölfzylinder und Allradantrieb ausgerüstet, doch die 2385 Kilo Leergewicht sind einfach zu viel für einen echten Sportler. Trotzdem ...
... ließ sich die Bentley-Crew nicht lumpen und stellte für jeden Piloten einen neuen Satz Reifen sowie neue Bremsscheiben und -beläge bereit. Die brauchte es auch: Mit wimmernden Reifen ...
... legte sich das noble Coupé in die Kurven der grünen Hölle, und schon nach einer Runde baten die heißgefahrenen Bremsen um Gnade.
Ja, der Nobelschlitten ist schnell: Von null auf 100 in 4,8 Sekunden, 318 km/h Spitze. Trotzdem folgte am Ende des Tages die Ernüchterung: Mit einer Zeit von 8:40,30 Minuten ...
... markierte der Bentley den letzten Platz unter den fünf Konkurrenten. Was aber niemanden ...
... wirklich überraschte. Denn edle Ledersessel und polierte Walnuß sind eben doch eher was für den Boulevard als für die Rennstrecke.
Mehr als eine halbe Minute schneller als der Bentley war der BMW M6: Nach genau 8:07,76 Minuten blieb die Uhr für den stärksten Serien-BMW stehen. Und das, obwohl das unauffällige Coupé ...
... mit 507 PS genau 53 PS weniger Leistung besitzt als der Brite. Doch Kraft ist bekanntlich nicht alles, und mit einem Leergewicht von 1755 Kilo ist der Bayer gute zwölf Zentner leichter als der Bentley.
Carbon machts möglich: Dach, Kofferraumdeckel und Stoßfänger bestehen aus dem Formel-1-erprobten Material. Das spart Gewicht und erhöht so Fahrspaß und -leistungen.
Prinz Leopold von Bayern war vom M6 begeistert: "Die Kombination aus Preis, Leistung und Alltagstauglichkeit ist beim M6 nicht zu schlagen." Denn genau wie der Continental GT ...
... bietet auch der BMW Platz für vier Personen. Und ist mit 108.500 Euro das günstigste Auto im Vergleich.
Hightech-Schleuder: Mit diesem Coupé läßt sich ordentlich Spaß haben, befanden die verwöhnten Profi-Piloten. Schade nur, daß BMW ...
... seinen Kunden den serienmäßigen 300-km/h-Rausch vorenthält. Nur wer 2350 Euro für das "M-Driver's-Package" inklusive Fahrerlehrgang bezahlt, ...
... kann bei seinem Vertragshändler das elektronische Limit bei Tempo 250 aufheben lassen. Dann rennt der Bayer nicht viel langsamer als ...
... der Lamborghini Gallardo SE. Das Sondermodell des ersten unter Audi entwickelten Lamborghini schafft stolze 315 km/h. Genau wie der BMW wird der italienische Stier ...
... von einem hochdrehenden V10 befeuert, überträgt seine Leistung (520 PS) jedoch über alle vier Räder auf den Asphalt. Kein Wunder also, daß Tom Kristensen ...
... höllischen Spaß mit dem gelben Keil aus Sant' Agata hatte. Die schnellste gemessene Geschwindigkeit des Tages ...
... schaffte allerdings Allrad-Liebhaber Röhrl: 288 km/h.
Sound from hell: Die per Schaltwippen hinter dem Lenkrad betätigte und 9280 Euro teure "E-Gear-Schaltung" ...
... ließ die Ohren aller Anwesenden klingeln. Bei jedem Herunterschalten reagiert der 520 PS starke Motor mit Zwischengas und sorgt für eine atemberaubende Klangkulisse. Die fiel selbst den soundverwöhnten Rennprofis positiv auf.
Und nochmal, nochmal, nochmal! Die Fahrer legten mit dem nur 1560 Kilo schweren Renner eine schnelle Runde nach der anderen hin. Die Tagesbestzeit lag bei beeindruckenden 7:56,65 Minuten.
Mit einer Auflage von gerade einmal 100 Stück gehört die zivile Version des erfolgreichen DTM-Mercedes zu den seltensten Straßenautos dieser Welt. Und zu den schnellsten. Der kompressoraufgeladene und 5,5 Liter große V8 ...
... leistet satte 582 PS, das Drehmoment liegt mit 800 Nm fast schon auf Lastwagen-Niveau.
Mit tiefem, vom Jaulen des Kompressors unterlegten V8-Geballer jagte der Mercedes über die Nordschleife. Die 28,5 Zentimeter breiten Semi-Slicks ...
... hatten trotz ESP alle Mühe, sich nicht vollständig in Rauch aufzulösen.
Renn-Attribute: Außen zeigen breite Schweller, ein riesiger Heckflügel und ein Diffusor, was Sache ist. Innen lassen unter anderem die Recaro-Rennschalensitze inklusive Sechspunktgurten keinen Zweifel an der Potenz des Schwaben.
Schade nur, daß sich das ESP nicht vollständig abschalten läßt und einiges an Zeit kostet. Zwar absolvierte Klaus Ludwig die Nordschleife in 7:56,50 Minuten, die zweitbeste Rundenzeit des Tages. Doch da wäre mehr drin.
Minimalistisch und wunderschön: die Instrumententafel. Der Tacho übertreibt ein bißchen – die Spitze liegt bei 320 km/h.
Ein Kunstwerk? Ja. Denn schließlich kommt Kunst von Können. Und wie der Carrera GT kann! Die Zuffenhausener ließen sich nicht lumpen ...
... und stellten gleich zwei der 452.400 Euro teuren Rennschleudern bereit. Einen in Silber, einen ...
... in Rot. Egal, welche Farbe: Der Wagen ist so gekonnt in einen Mix aus Kohlefaser, Magnesium und Aluminium gehüllt, daß man die Augen ...
... kaum abwenden kann. Und das Anlassen des V10 sorgt erst recht für Gänsehaut. Der 612 PS starke Kraftprotz bellt beim Anlassen aggressiv auf und fällt danach in einen heiseren Gesang.
Zwei, die sich kennen: Walter Röhrl stimmte das Fahrwerk des GT ab. Und hatte deshalb natürlich auch keine Probleme, den Porsche im Zaum zu halten. Klaus Ludwig ...
... stieg nach seinem Drei-Runden-Turn dagegen sichtlich abgekämpft aus dem Porsche: "Das hier ist das erste Straßenauto, daß mir auf der Nordschleife Angst gemacht hat."
Der pure Wahnsinn: In 3,8 Sekunden geht's auf Tempo 100. Für die Nordschleife brauchte das Supercar nur 7:39,49 Minuten. Kein Kommentar nötig.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.