Die vierte Auflage des
Swift war für
Suzuki ein echtes Erfolgsmodell. Grund genug, beim Facelift dezent vorzugehen. Premiere wird der Swift auf dem
Pariser Salon 2010 in ein paar Wochen feiern, kurz darauf dann zu den Händlern rollen.
Stets mit ESP und sieben Airbags an Bord, verbrauchsoptimierten Euro 5 Motoren (Benziner mit Start-Stopp-System) und drei Jahren Garantie.
Doch was ist neu? Freundlicher dreinschauend, in allen Abmessungen etwas gewachsen, aber in Form und Format ganz der Alte bleibt sich der
Swift treu.
Mit sympathischem Lausbubgrinsen und britischem Akzent im Blech, so als hätte sich Mutti Suzi ein Schäferstündchen mit Sir Alec Issigonis gegönnt.
Mit diesem Mini-Appeal hat es der
Swift seit 2005 auf weltweit über 1,6 Millionen Verkäufe gebracht. Warum also großartig was ändern?
Trotzdem: Auch wenn wir es nicht sofort sehen, dieser Swift ist von Stoßstange zu Stoßstange komplett neu. Und das spürt man.
In der Länge wächst der Bonsai-Japaner um neun Zentimeter auf 3,85 Meter.
Der erste Fahreindruck: Der
Swift swingt! Lenkung, Schaltung, Komfortabstimmung – in all den Punkten hat der Japan-Mini zugelegt, ...
... ohne an Dynamik zu verlieren. Der neue Swift rollt auf 16-Zoll-Felgen (vorher 15 Zoll) und einer Bereifung ...
... mit niedrigerem Querschnitt, was einen weiteren Zuwachs an Fahrdynamik verspricht.
Beim Kofferraum leistet sich der
Swift nur ein kleines Fach (211 bis 902 Liter) mit ...
... unverschämt hoher und massiver Ladekante. Immerhin lässt sich die Rückenlehne ...
... geteilt umlegen, eine Kante bleibt aber immer – und auch ein völlig ebener Boden fehlt.
Fünf Zentimeter mehr Radstand (jetzt 2,43 Meter) bedeuten, dass Erwachsene nun auch hinten ihre Gräten in würdiger Haltung verstauen können.
Völlig okay, aber kein Reißer, ist der neue, nur noch 1,2 Liter große Vierzylinder-Benziner mit jetzt 94 PS. Er soll nur noch fünf Liter verbrauchen und dreht recht beherzt hoch, ihm fehlt es aber ...
spürbar an Durchzugskraft. Besser gefällt der harmonische 75 PS-Diesel, den
Suzuki mit einem Verbrauch von 4,2 Litern in der Liste führt. Cockpit und Bedienung wurden modernisiert, ...
... die Sitze sind größer als bisher, das Platzangebot ist großzügiger.
Rechnen wir ab. Die Preise stehen zwar noch nicht fest, doch Suzuki lässt durchblicken, dass sie nur moderat erhöht werden. Also: Einstieg bei knapp 13.000 Euro.
Unser Testwagen in Comfort-Ausstattung dürfte rund 15.000 Euro kosten, ein vergleichbarer
Polo als Highline kostet etwa 1600 Euro mehr.
Zusätzlich spendiert Suzuki leckere Extras (Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad mit Tempomat, CD-Radio, USB-Anschluss), ...
... die bei
VW noch mal richtig ins Geld gehen.
So dürfte der Swift des Jahrgangs 2010 wieder ein Erfolgsmodell für Suzuki werden. Der Nippon-Mini ist wieder als Weltauto konzipiert, wird an sieben Standorten gefertigt (für Deutschland in Ungarn) und in mehr als 100 Ländern verkauft.
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