Der Tata Nano mit weißer Weste? Wenn es nach Tata-Chef Ratan Tata geht, baut der indische Autobauer sein Billigauto schon bald als Hybrid-Variante. Damit wolle sich das Unternehmen dem weltweiten Ökotrend anschließen.
Der indische Autobauer Tata Motors hatte im Januar 2009 in Neu Delhi das billigste Auto der Welt vorgestellt.
Der Nano ist 3,10 Meter lang, 1,60 hoch und 1,50 breit und wird von einem 623 Kubikzentimeter großen Zweizylindermotor mit Einspritztechnik von Bosch angetrieben, der es auf 33 PS bringt.
Das Aggregat sitzt im Heck, ein Mini-Kofferraum wurde über der Vorderachse platziert.
Der Nano wirkt recht lieblos zusammengeschraubt ...
... und sieht aus wie ein Überraschungsei auf Mini-Rädern.
Innen wurde heller Kunststoff verbaut. Der Armaturenträger wird dominiert von einem zentral platzierten Tacho, daneben sind große, offene Ablagefächer.
Die Sitze wirken klein und dünn gepolstert.
200.000 Einheiten jährlich sollen die aufstrebende indische Mittelschicht mobil machen, die sich bisher kein Auto leisten konnte und deshalb mit Motorrädern und Rollern Vorlieb nehmen musste.
Trotz des Mini-Motörchens und eher bescheidener Leistungsdaten ist der Nano mit fünf Litern Verbauch auf 100 Kilometern nicht gerade sparsam.
Immerhin erfüllt er laut Tata die Euro-IV-Norm.
Nach europäischen Maßstäben würde das Billigmobil mit zahlreichen Karosserieteilen aus Plastik sicher durch jede Crash-Norm fallen, die indischen Maßstäbe erfüllt es aber.
Als Sicherheitsfeatures nennt das Unternehmen unter anderem Sicherheitsgurte, starke Sitze, Knautschzonen und schlauchlose Reifen.
Seinen Weg dürfte der Nano trotzdem machen: Er kostet halb soviel wie das derzeit billigste Auto auf dem indischen Markt, bietet aber im Gegensatz zu einem Motorrad vier stets trockene Sitzplätze.
Auch für den afrikanischen Markt sieht Tata große Chancen für sein Billigauto.
Nach Deutschland oder Europa soll der Nano auch kommen: Auf dem Genfer Salon 2009 stand die Europa-Version des Kleinstwagens. Sie soll um die 5000 Euro kosten.
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