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Tesla Model 3 im Test

Tesla Model 3
Als erstes Fachmagazin hat AUTO BILD das Tesla Model 3 durch den harten deutschen Testalltag gejagt. Ohne Gnade, wie immer. Und ohne Heldenverehrung vor der Leistung Teslas. Was erwartet die halbe Million Menschen weltweit, die blind 1000 Dollar für die Limousine angezahlt haben?
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
Das Model 3 ist in Deutschland viel seltener ist als jeder Ferrari, Lamborghini oder Bugatti. Gerade einmal eine Handvoll Exemplare haben ihren Weg über den großen Teich gefunden. Offiziell ist der neue Tesla erst Ende 2018 verfügbar. 
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
Schon beim Öffnen wird klar, wo die Amis das Geld im Vergleich zum Model S gespart haben. Statt eines Schlüssels in Form des Autos gibt es eine labberige Magnetkarte. Dieses Kärtchen muss man an die B-Säule halten, um das Auto aufzuschließen. Hochwertig geht anders. 
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
Auch die Türgriffe fahren nicht so elegant aus dem Blech wie bei den großen Modellen, sie erinnern eher an einen alten Fiat Barchetta. War damals übrigens schon fummelig. Das war es dann auch schon mit der Kritik.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
Der Innenraum überrascht mit seiner Reduktion. Keine Schalter weit und breit, einzig die Fensterheber und zwei Drehknubbel auf dem Lenkrad müssen reichen. 
Bild: Auto Bild Digital
Tesla Model 3
Dazu gibt es eine routinierte Verarbeitung und klassenübliche Materialien – auch wenn im unteren Cockpitbereich kratzempfindliches Hartplastik verbaut wird. Schlechter als ein BMW 3er ist der Tesla nicht, auch wenn das nicht für die erste Qualitätsreihe reicht.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
Bei der Bedienung können wir Entwarnung geben. Wer mit einem iPad unfallfrei umgehen kann, kommt auch mit dem Model 3 klar. Logische Menüs, einfach strukturiert. Anders als bei den klassischen Konkurrenten, aber keinesfalls schlechter.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
Auch auf dem Testgelände schlägt sich der Tesla gut. Von 0 auf 100 km/h geht es in rund 5,5 Sekunden, auch zehnmal hintereinander. Dabei begeistert der Elektropunch von der ersten Drehzahl an, ...
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
... auch wenn das Model 3 nicht ganz so bissig zur Sache geht wie die größeren Tesla und bei feuchter Fahrbahn auch schon einmal mit Traktionsproblemen (nur Hinterradantrieb!) zu kämpfen hat.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Tesla Model 3
Enttäuschend hingegen die Bremswerte. Wegen der verbauten US-Ganzjahresreifen von Michelin rutscht der Tesla schon mit kalten Bremsen rund 41 Meter weit, mit warmer Bremsanlage werden es sogar gut 43 Meter. Die Konkurrenz steht fünf Meter früher.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Auch das Fahrverhalten leidet ein wenig unter den Reifen. Brav untersteuernd schiebt das Model 3 im Grenzbereich über die Vorderräder – unspektakulär, aber auch unsportlich.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Das passt nicht so ganz zur Lenkung. Die ist in drei Modi verstellbar, arbeitet entweder teigig (im Komfort-Modus) oder um die Mittellage viel zu spitz (Sport-Modus), das bringt eine Menge Unruhe ins Auto.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Schade eigentlich, denn das Model 3 zeigt, welche Fortschritte Tesla in den vergangenen Jahren gemacht hat. Die Federung arbeitet ähnlich komfortabel und ausgewogen wie bei Model S und X, ...
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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... kurze Unebenheiten schluckt die Limousine straff, aber souverän weg. Auch die lauten Fahrwerksgeräusche der großen Tesla sind Geschichte.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Alles gut also? Nicht ganz. Das Platzangebot der fast 4,70 Meter langen Limousine enttäuscht. Während vorn völlig ausreichend Platz ist, ...
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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... reicht die Rückbank kaum für Passagiere über 1,80 Meter Länge. Dafür, dass die Technik so wenig Platz braucht, ist das zu wenig.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Und auch der Gepäckraum ist zu klein, schluckt mit 340 Litern einen Koffer weniger als die Konkurrenz – und ist durch die winzige Öffnung nur schwer zu beladen. Das Fach vorn mit 85 Litern Volumen ist da nur ein schwacher Trost.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Kommen wir zum Preis. Umgerechnet kostet das Long-Range-Modell mit einer Alltagsreichweite von 460 Kilometern rund 46.700 Euro. Für das empfehlenswerte Premium-Interieur-Paket sind weitere 4500 Euro fällig.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Das Fazit von Stefan Voswinkel: "Der erste Test des neuen Tesla nach Punkten zeigt: Die Amis verstehen es mittlerweile, nicht nur begehrte, sondern auch richtig gute Autos zu bauen. Hinter der konventionellen Konkurrenz von Audi, BMW und Mercedes muss sich das Model 3 nicht verstecken."
AUTO BILD-Testnote: 2+

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD