Konzentration auf die Straße: Dank dreier eigenständiger SUV-Baureihen bei
Audi reichen dem neuen
A6 Allroad heutzutage Eigenschaften, die ihn auf Feldwegen vorwärts kommen lassen. Ins Gelände fährt mit dem Edelkombi sowieso niemand.
Vom normalen A6 Avant quattro unterscheidet sich der Allroad durch die bis auf immerhin 190 mm hochfahrbare Bodenfreiheit, außerdem durch die typischen aufgesetzten Radausschnitte und andere kleine Änderungen der Karosserie.
Innen erfreut ein nobles Ambiente und ein recht fürstliches Raumangebot. Auf eine SUV-spezifisch hohe Sitzposition muss man natürlich verzichten; man sitzt nicht anders als im normalen A6: Pkw-typisch tief – aber gut.
Selbst lange Lulatsche finden genug Platz: Sie müssen eben den Sitz ganz nach unten fahren, damit die Kopffreiheit reicht.
Auch im Fond reist man bequem, fast herrschaftlich – außer auf dem weniger opulent gepolsterten Mittelplatz.
Der große Kofferraum (565 Liter) wird durch (einfaches) Umklappen der Rückbanklehnen und (weniger einfaches) Ausbauen der Kofferraumabdeckung zum noch größeren Laderaum (1680 Liter), ...
... Lieferwagenqualitäten standen aber offenbar nicht im Vordergrund: keine ebene Ladefläche, sehr schräge Heckscheibe. Macht aber nichts, ...
... denn die eindeutige Schokoladenseite des Allroad findet man ohnehin am anderen Ende: unter der Motorhaube. Wer sich das stärkste Triebwerk gönnt, ...
... erhält einen mit allen Tricks der modernen Motorentechnik ausgerüsteten Sechszylinder-Turbodiesel. Und was für einen! 650 Nm Drehmoment aus drei Litern Hubraum bauen sich zügig auf ...
... und schieben mächtig an (0–100 km/h: 5,8 s), und 313 PS sorgen dafür, dass die Beschleunigung nach dem Durchbruch der 200-km/h-Marke noch lange nicht aufhört. Bei 250 km/h wird der Allroad schließlich abgeregelt.
Ein sorgsamer Fahrer schafft es, beeindruckenden Schub mit recht lässigen Drehzahlen zu erzielen. Erst bei entschlossenem Pedaltritt schaltet die Achtstufen-Wandlerautomatik zurück – dann aber sehr flink.
Wer auf Beschleunigsungsorgien und Autobahnvollgas verzichtet, kann den 313-PS-Boliden erstaunlich sparsam bewegen: Verbräuche um 8 l/ 100 km sind realistisch – und man kommt dennoch flott voran.
Die höheneinstellbare Luftfederung ist serienmäßig an Bord. Außer dem erhöhten "Allroad-Modus" für mehr Bodenfreiheit erlaubt sie, das Fahrzeugniveau bei schneller Fahrt abzusenken; das senkt Luftwiderstand und Kraftstoffverbauch und macht das Handling noch direkter, ...
... geht aber auf Kosten der Federwege. Wer es gern bequemer hat, kann auf "Comfort" stellen, so die automatische Tieferlegung unterbinden und sich dann in allen Tempobereichen über den angenehmen Federungskomfort freuen.
Das Fazit von AUTO BILD ALLRAD-Redakteur Thomas Rönnberg: "Mit dem V6-Superdiesel dringt der Audi A6 Allroad in neue Performance- Regionen vor. Für Schlechtwegeeinsatz ist er nur noch beschränkt geeignet, ...
... die 190 mm Bodenfreiheit erweitern aber immerhin die Mobilität gegenüber dem normalen A6 quattro spürbar. Motorsound und Straßenperformance sind eine Wucht."
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