Chrysler ohne Daimler? Daran müssen wir uns gewöhnen. Hier kommt die vierte Auflage des Grand Voyager. Mit neuen Stärken und alten Schwächen. Kann der Raumriese den ruinierten Ruf retten? Jein! Außen trägt der neue Grand Voyager ein unscheinbares ...
... Allerwelts-Gesicht, innen überrascht er mit ordentlich gemachtem Cockpit. Gelungen ist auch die moderne Armaturenlandschaft. Wobei angesichts des verwendeten Kunststoffes gilt: anschauen ist angenehmer als anfassen.
Künftig gibt es nur noch den Grand Voyager, die Kurzversion Voyager entfällt. Der auf 5,13 gewachsene Siebensitzer wirkt deutlich solider als das seit 2001 angebotene Modell.
Größster Schwachpunkt ist der Grauguss-Selbstzünder, der wie ein Relikt aus vergangenen Diesel-Tagen wirkt – lahm und laut. Schuld daran ist vor allem die serienmäßige Sechsgang-Automatik, die dem V6-Ottomotor entliehen, aber offenbar überhaupt nicht angepasst wurde.
In Fahrt fällt der erheblich verbesserte Komfort auf. Dank der Verbundlenkerachse im Heck, die nicht stakst und trampelt wie die bisherige Starrachse. Der Chrysler Grand Voyager 2.8 CRD geht mit ca. 34.990 Euro in den Handel.
Die Vordersitze verdienen – wie die Sitzposition ebenfalls Lob. Konkurrenzlos ist der Grand Voyager, wenn es darum geht, mit einer Horde gelangweilter Kinder Langstrecken zu bewältigen. Denn was seine Optionsliste hergibt, macht ihn ...
... zum mobilen Entertainer: drehbare Einzelsitze in Reihe zwei, ein einsteckbarer Spieltisch, zwei Bildschirme im Dach und, und, und. Das riesige Platzangebot, der sehr variable Innenraum und die umfangreiche Ausstattung sind die Stärken dieses Raumriesen.
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