Es lebe die Nische! Der HKT Seven RS Clubsport ist ein ehrliches, handgebautes 90.000-Euro-Auto vom Spezialisten für Spezialisten.
HKT bauen leicht gemacht: Man nehme Karosserie-Seitenteile aus Alu, den Rest aus GFK. Dazu Seitenscheiben aus Makrolon, Frontleuchten vom Traktor, Heckleuchten vom Anhänger, Blinker aus dem Motorradladen.
Der 1,8-Liter-Turbo von Audi passt dank Höckmayrs Eingriff akkurat unter die Motorhaube. Er wurde allerdings etwas gepuscht und leistet nun 290 PS. In Kombination mit ...
... dem Minimal-Fliegen-Gewicht von 700 Kilo (vollgetankt), einem sequenziellen Getriebe und dem Verzicht auf elektronische Fahrhilfen ...
... geht der HKT ab wie der Gehörnte persönlich. In 3,7 Sekunden schießt der flache Bayer auf Tempo 100, genauso schnell ...
... wie ein Porsche 911 Turbo. Auf dem Rundkurs in Oschersleben war der HKT sogar schneller als der bisherige Spitzenreiter (mehr dazu ab Bild 17).
Nix für Schattenparker: Mögliche 255 km/h sind selbst auf einer betonbeplankten Flugzeugstartbahn ein Risiko. Denn obwohl straßentauglich gefedert, ...
... wird der Kopf des Piloten mächtig durchgeschüttelt, sodass klare Sicht Wunschdenken bleibt. Außerdem bewirft der HKT seinen Fahrer gerne mal mit Steinchen.
Hauptinstrument hinterm Lenkrad: die große digitale Ganganzeige.
Acht-Kanal-Datenaufzeichnung: Standard im RS Clubsport.
Auch mit Dach: sehenswert. Der Heckflügel muss dafür aber leider abgeschraubt werden.
Selten zu sehen: Weltweit sind gerade mal 190 HKT unterwegs. Ein Gag ist die Farbwahl des Testwagens: MAN-Kommunal-Orange. Zum zweifarbigen Outfit ...
... passen die dunklen ATS-Felgen perfekt. Trotz Brembo-Bremsen und VW-R32-Bremsscheiben braucht die Flitze aber 44,3 Meter, um aus Tempo 100 zum Stehen zu kommen.
Da rutscht Dein Hintern fast auf dem Asphalt: Der HKT Seven GTS ist momentan auf dem 18. Platz der Oschersleben-Hitliste. Was für eine Familie!
Unter der Haube sitzt auch hier ein Audi-1.8-Turbomotor, der aber "nur" 225 PS leistet. Die Karosse ...
... besteht aus Alu, Carbon und GFK, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 235 km/h. Erfreulich ist der Preis: 55.800 Euro.
Er war das schnellste Auto auf dem Oschersleber Rundkurs: Porsche GT2 R, liebevoll überarbeitet von Edo Competition. War. Denn der HKT rannte fast drei Sekunden schneller im Kreis – das sind Welten. Verstecken ...
... muss sich der getunte Porsche (mit im Bild Edo-Geschäftsführer Christian Heidkreß) aber natürlich trotzdem nicht: Die 542-PS-Flunder sprintet in 3,8 Sekunden auf 100 und schafft 310 km/h.
Der Imhof Speedster Turbo rangiert momentan auf dem 13. Rang der Oschersleben-Hitliste. Er kratzte die Runde in 1:42,88 Minuten ...
... und schafft 270 km/h. 0–100 km/h: 4,9 Sekunden. Schneller schafft den Prestige-Spurt ...
... die von Komo-Tec gedopte Elise: 4,2 Sekunden. In Oschersleben brauchte sie aber eine knappe Sekunde mehr ...
... und landete auf dem 15. Platz. Vmax: 262 km/h.
Der macht sie alle nass: Der Caterham CSR sieht dem HKT Seven RS Clubsport verdammt ähnlich. Und auch wenn sie gar nicht soo viel gemeinsam haben: Richtig schnell sind sie beide.
Seit vielen, vielen Jahren führt Caterham die Tradition des Lotus Seven fort. Der CSR ist allerdings zu 75 Prozent eine Neuentwicklung – für Lotus-Puristen eine Revolution.
Das Design blieb gleich, die Technik ist weitgehend neu. Erstens: der Rahmen. Der besitzt 50 Prozent mehr Rohre und Versteifungen als in allen anderen Caterham-Modellen. Zweitens: das Fahrwerk. Wie ein Rennwagen ...
... ist der CSR vorn und hinten mit doppelten Dreiecklenkern ausgerüstet. Und drittens ...
... wäre da der Motor. Für das Aggregat wurde die alte Kooperation zwischen Caterham und Cosworth wiederbelebt. Das Ergebnis: 260 Cosworth-PS aus 2,3 Litern Hubraum ....
... und sagenhafte Sprintqualitäten. In zirka 3,2 Sekunden durchbricht der Caterham die 100er-Marke und beschleunigt weiter bis auf runde 250 km/h.
Schöner Schein: Mit den Glubschaugen macht der CSR 260 einen ziemlich harmlosen Eindruck.
Ordentlich: Auf Wunsch und gegen 550 Euro ist das Cockpit aufgeräumt und von stabilisierenden Metallröhren eingerahmt.
Old school: Uhrensammlung und Luftpusten auf der Mittelkonsole sind hübsch nostalgisch.
Schade: In Deutschland darf der CSR nur in der 200-PS-Variante auf die Straße. Die Daten: Fünfgang-Getriebe, 0–100 km/h zirka 3,9 Sekunden, Topspeed etwa 225 km/h, 51.500 Euro.
Noch so eine Zigarre: Der 3,33 Meter lange Caterham SVR ist die etwas (!) zahmere Variante. Er rangiert momentan ...
... auf Rang 31 der Oschersleben-Hitliste. Durchschnittstempo 124,87 km/h auf der 3667 Meter langen Strecke. Maximal sind 225 km/h drin, auf Tempo 100 geht es in 4,9 Sekunden.
Unter der federleichten Aluhaube stecken 2,3 Liter Ford-Hubraum, die exakt 200 PS leisten.
Licht ist Pflicht: Mit seinen 111 Zentimetern Höhe wird der Caterham schnell übersehen.
Pro Jahr werden 600 Caterham im englischen Dartford gefertigt – für 48.222 Euro das Stück.
Puristisch, spartanisch, britisch: Hier ist nicht viel dran und nicht viel drin.
Wow: In den Kofferraum passt sogar eine Cola-Kiste!
Wer hier selber mal reinsteigen will: Importeur Hoffmann & Rink veranstaltet spezielle Drift-Trainings auf dem Nürburgring – in Kooperation mit AUTO BILD. Einfach mal nachfragen: info@hoffmann-rink.de.
Und wer hat's erfunden? Ja, Lotus! Mit dem Seven, erstmals vorgestellt 1957 als "Mark 7", begann die ganze Chose.
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