Der kleinste Porsche, frisch renoviert: Kennzeichen des neuen Boxster sind größere Scheinwerfer mit integrierten Blinkern und auffällige LED-Tagfahrleuchten im Stoßfänger.
Auch hinten haben die Zuffenhauser den Roadster modernisiert. Die Heckschürze ist wuchtiger geworden, aus den stilistisch leicht modifizierten Rückleuchten funkelt es jetzt mit LED-Technik. Man sieht ihm die Kosmetik kaum an.
Der wahre Knüller steckt im Verborgenen: Porsche pflanzt dem Boxster S nun einen direkteinspritzenden 3,4-Liter-Boxer mit 310 PS und 360 Nm Drehmoment vor die Hinterachse. Trotz der gestiegenen Leistung soll der neue Boxster S weniger verbrauchen als sein ...
... Vorgänger. Porsche verspricht im Schnitt 9,4 Liter auf 100 Kilometer, aber die werden in der Praxis wohl kaum zu schaffen sein. Sauber: Über das zentrale Doppelendrohr bläst der Boxer nur so viel Schadstoffe aus, dass er die Abgasnorm Euro 5 schafft.
Die wichtigste aller Fragen: Wie fühlen sich die 310 PS an? Antwort: Wie ein Schlag in die Magengrube. Der Sechszylinder holt nicht aus, ...
... er schlägt ansatzlos zu und feuert ohne Unterbrechung, bis der Begrenzer bei 7400 Touren das Handtuch wirft. Großer Sport.
Der Vortriebsdrang in Zahlen: Aus der Parkposition stürmt der Boxster S in schlanken 4,7 Sekunden auf Tempo 100, und er muss sich erst bei 272 km/h dem Luftwiderstand ergeben. Ist auch schnell genug.
Sahnestück für 2945 Euro extra: die "Porsche Doppel-Kupplung" (PDK). Wer die einmal zu spüren kriegt, will nie wieder anders schalten lassen. Blitzschnell wechselt die Automatik die sieben Gänge, ruckfrei und ohne Zugkraftunterbrechung. Wer will, kann die Gänge auch manuell am Lenkrad oder am Schaltknüppel wechseln.
Überraschend gut: der Abrollkomfort trotz 19 Zoll großer Räder.
Für den Fall der Fälle: Hinter den schwarz lackierten Alus lauern Bremsen auf ihren Einsatz, die den Boxster S aus Tempo 100 nach 33,9 Metern zum Stehen bringen.
Zur Verbesserung der Sicherheit hat Porsche erstmals Kopf-Airbags in die Türen eingebaut, dazu Thorax-Airbags in den Rückenlehnen.
Nicht mehr ganz zeitgemäß: Bevor der Porsche sein Stoffdach öffnet, muss per Hand ein Hebel umgelegt werden. Dafür funktioniert der Strip aber auch bis Tempo 50.
Die Schalensitze (2523 Euro Aufreis) bieten perfekten Halt und sind bequem – nur der Einstieg ist mühsam.
Der Arbeitsplatz des neuen Boxster zeigt sich aufgeräumt: Die Mittelkonsole hat nur noch halb so viele Knöpfe und Touchscreen-Monitor, die Bedienbarkeit hat sich dadurch verbessert.
Gewohntes Bild: klassische Uhrensammlung wie beim Vorgänger. Der gewählte Gang wird im rechten Kombiinstrument angezeigt.
Inklusive PDK-Getriebe kostet der neue Boxster S mindestens 58.726 Euro. Mit allerlei Schnickschnack lässt sich der Preis in die Höhe treiben. Ein Auszug aus der Liste: Hinterachssperre 1131 Euro, Sport-Chrono-Paket 1095 Euro, Sportauspuff 1916 Euro, Distanzscheiben 345 Euro, Xenonlicht 1559 Euro.
Baureihen-Modellpflege, Teil 2: Auch das Coupé Cayman wurde weiterentwickelt. Seine Front unterscheidet sich auch in der aktuellen Ausgabe von der des offenen Bruders, ...
... LED-Rückleuchten und der zentrale Auspuff prägen aber ebenfalls das knackige Heck des Cayman.
Der athletische Zweisitzer leistet 265 PS, als Cayman S sogar 320 PS.
Porsche pur: Der Cayman startet ab 49.831 Euro. Den Cayman S gibt es ab 61.493 Euro.
Der Cayman wird unter Porsche-Fans vor allem wegen seiner kompakten Form und der vergleichsweise hohen Alltagstauglichkeit geschätzt.
Das 2009er Modell des Cayman ist an neuen Schweinwerfern und einer neuen Frontschürze zu erkennen.
Wie der Boxster wird künftig auch der Cayman mit einem Doppelkupplungsgetriebe angeboten. Aber zurück zum offenen Zuffenhauser, beziehungsweise zu ...
... den Konkurrenten des Boxster. Brandneu im Angebot: der Audi TT RS. Mit dem Topmodell rüsten die Ingolstädter die TT-Baureihe mächtig auf.
Der üppig beflügelte Allrad-Roadster hat einen 2,5 Liter großen Turbo-Fünfzylinder unter der Haube, der den Wagen mit 340 PS unter Dampf setzt.
Die Fahrleistungen bewegen sich durchaus auf Porsche-Niveau: Beim Sprint auf Tempo 100 in 4,7 Sekunden herrscht Gleichstand zwischen TT RS und Boxster S. Bei elektronisch begrenzten 250 Sachen hat der Audi allerdings das Nachsehen.
Serienmäßig an Bord sind neben den Schalensitzen mit RS-Prägung ein abgeflachtes Sportlenkrad und Tieferlegung.
Preisfrage: Ab 58.650 Euro kann man im TT RS offenes Fahrvergnügen genießen.
Die nächste Windmaschine kommt aus München und hört auf den Namen Z4. BMW hat den Roadster in der jüngst präsentierten Ausgabe von Stoff- auf Stahlklappdach umgestellt.
Topmodell ist der Z4 sDrive 35i, dessen drei Liter großer Reihensechszylinder von zwei Turbos auf 306 PS gebracht wird.
Die Fahrleistungen: In 5,2 Sekunden stürmt der Z4 aus dem Stand auf Tempo 100, bei 250 Sachen macht der Begrenzer dem Spaß ein Ende.
Hinter der sehr schräg stehenden Frontscheibe ist man bei niedrigem Tempo gut geschützt, dann fächelt eine Brise sanft ins Cockpit. Doch kommt der Dreiliter in Schwung, brandet der Fahrtwind heftig ins Cockpit.
Das weich schaltende Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Stufen kostet 2400 Euro extra.
Verhältnismäßig preiswert: Das Z4-Topmodell sDrive 35i ist ab 47.450 Euro zu haben.
Gibt sich eher komfortbetont: Der dritte deutsche Boxster-Konkurrent Mercedes SLK ist mit seinem faltbaren Hardtop Cabrio und Coupé in einem.
Seit dem letzten Facelift hat der SLK 350 den sportlichen Hochdrehzahl-V6 unter Haube. Die Maschine holt aus 3,2 Litern Hubraum 305 PS, ...
... mit denen der SLK gut unterwegs ist: Tempo 100 ist nach 5,4 Sekunden erreicht, maximal sind 250 km/h drin.
Aufrüstbar: Wandlerautomatik mit sieben Stufen und Direktlenkung gibt es bei Mercedes auf Wunsch und gegen Aufpreis.
Für den SLK 350 verlangt Mercedes-Benz mindestens 47.689 Euro und bewegt sich damit auf dem Niveau des neuen BMW Z4 sDrive 35i.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.