Dynamisch, sportlich, fit: Unter 17 Sommerreifen suchen wir die wahren Leistungsträger der Dimension 225/45 R 17. In zehn Einzeldisziplinen müssen sich die Kandidaten bewähren.
Aquaplaning: Breitreifen sind anfälliger für Aquaplaning als schmale Pneus. Der Billigreifen Kenda und der Ganzjahresreifen von Vredestein verlieren als Erste den Kontakt zur Fahrbahn, der neue Rain Sport 2 von Uniroyal macht seinem Namen alle Ehre.
Bremsen (nass): Wer beim Bremsen auf Nässe patzt, ist aus dem Rennen. Die beiden Ganzjahresreifen verschenken im Ernstfall wertvolle Sicherheitsreserven, der wasserscheue Kenda KR 20 rutscht mit zusätzlichen 13 Meter Anhalteweg vorzeitig ins Aus.
Kurven-Aquaplaning: Gegen Aquaplaning im Kurvenbereich helfen breite Profilkanäle in der Außenschulter des Profils. Contis SportContact zeigt, wie es geht. Die geschlossenen und weichen Profile der Ganzjahresreifen haben bei starkem Regen ein Problem.
Kreisbahn (nass): Vorbildlicher Grip auf nasser Piste sichert den Sommerreifen von Goodyear und Vredestein eine Spitzenplatzierung. Die Ganzjahresreifen mit gleichem Markennamen können nicht mithalten, der Billigreifen aus China belegt den letzten Platz.
Handling (nass): Mit dem besten Nassgrip und einer perfekten Seitenführung fährt der neue Goodyear F1 Asymmetric die schnellste Runde. Altmeister Pirelli P Zero Nero hält den Anschluss, sammelt zusätzlich Bonuspunkte für Lenkpräzision und Fahrspaß.
Abrollkomfort (trocken): Mit der 17-Zoll-Bereifung gelingt auf der Mercedes C-Klasse ein rundum gelungener Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit. Auf speziellen Komfortpisten sammeln die Sommerpneus von Michelin, Continental, Hankook und Goodyear Pluspunkte.
Schnelllaufprüfung (trocken): Auf dem Rollenprüfstand testen wir nicht nach lascher ECE-Norm, sondern unter verschärften AUTO BILD-Bedingungen. Der Kumho Ecsta kommt dabei an seine Grenzen, der Billigreifen aus China scheitert vorzeitig.
Bremsen (trocken): Bei Notbremsungen zählt jeder Zentimeter: Michelin, Hankook und Dunlop bieten hier die größten Sicherheitsreseren. Fulda und Kenda brauchen knapp eine Wagenlänge mehr Anhalteweg, die Ganzjahresreifen noch mal zwei Meter zusätzlich.
Vorbeifahrgeräusch (trocken): Das Abrollgeräusch wird von außen unter genormten Bedingungen exakt erfasst. Die Flüsterreifen von Vredestein, Hankook, Kenda und Firestone schonen unsere Trommelfelle und die Umwelt mit den geringsten Geräusch-Emissionen.
Rollwiderstand (trocken): Öko-Reifen haben Konjunktur, die tatsächlichen Einsparmöglichkeiten halten sich allerdings in Grenzen. Zwischen Nokians Leichtläufer und Pirelli errechnet sich für den Spritverbrauch ein theoretisches Einsparpotenzial von circa vier Prozent.
Handling (trocken): Geschwindigkeit ist nicht alles, aber Sicherheit, Fahrspaß und Tempo gehen auf der kurvenreichen Handlingstrecke Hand in Hand. Goodyear und Michelin hinterlassen als Mittler zwischen Fahrzeug und Piste dabei den besten Gesamteindruck.
Und hier die Prüflinge: Goodyear Eagle F1 Asymmetric (ca. 145 Euro): Stärken: Spitzenfahrleistungen mit stabiler Seitenführung und dynamischer Lenkreaktion auf nasser wie trockener Fahrbahn, kurze Bremswege, angenehmer Abrollkomfort. Schwächen: leicht erhöhter Rollwiderstand. Bewertung: Vorbildlich.
Hankook Ventus V 12 Evo (ca. 110 Euro): Stärken: harmonisches, sicheres Fahrverhalten mit hoher Lenkpräzision bei jeder Witterung, kurze Nass- und Trockenbremswege sowie ein leises Vorbeifahrgeräusch. Schwächen: mäßige Aquaplaningeigenschaften. Bewertung: Vorbildlich.
Bridgestone Potenza RE050 A (ca. 135 Euro): Stärken: hohes Leistungsniveau auf nasser und trockener Strecke, große Sicherheitsreserven bei Aquaplaning und ein tadelloses Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn. Schwächen: durchschnittlicher Abrollkomfort. Bewertung: Vorbildlich.
Continental SportContact 3 (ca. 150 Euro): Stärken: sehr gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, dynamisches Fahrverhalten mit guter Seitenführung und Lenkpräzision auf nasser und trockener Fahrbahn. Schwächen: leicht erhöhtes Vorbeifahrgeräusch. Bewertung: Vorbildlich.
Pirelli PZero Nero (ca. 140 Euro): Stärken: sportliches Fahrverhalten mit guter Seitenführung bei Nässe, kurze Bremswege auf nasser und trockener Fahrbahn, leises Vorbeifahrgeräusch. Schwächen: erhöhter Rollwiderstand, mäßige Aquaplaningreserven. Bewertung: Gut.
Dunlop SP Sport Maxx TT (ca. 145 Euro): Stärken: dynamische Handlingeigenschaften mit sehr guter Seitenführung und kurzen Bremswegen auf trockener Piste, niedriger Rollwiderstand. Schwächen: durchschnittliche Sicherheitsreserven bei Aquaplaning. Bewertung: Gut.
Firestone Firehawk SZ 90μ (ca. 110 Euro): Stärken: Nässespezialist mit stabiler Seitenführung und harmonischem Fahrverhalten auf nasser Piste, gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, leises Vorbeifahrgeräusch. Schwächen: untersteuerndes Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn. Bewertung: Gut.
Nokian Z G2 (ca. 130 Euro): Stärken: der mit Abstand niedrigste Rollwiderstand im Test, überzeugende Handlingeigenschaften und kurze Bremswege auf nasser und trockener Fahrbahnoberfläche. Schwächen: durchschnittliche Aquaplaningeigenschaften. Bewertung: Gut.
Uniroyal Rain Sport 2 (ca. 125 Euro): Stärken: ausgezeichnete Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, kurze Bremswege, unproblematisches Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn. Schwächen: leicht verzögertes Einlenkverhalten, eingeschränkter Komfort. Bewertung: Gut.
Kumho Ecsta SPT KU31 (ca. 100 Euro): Stärken: gute Aquaplaningreserven und kurze Bremswege auf nasser Fahrbahn, leises Vorbeifahrgeräusch. Schwächen: mäßige Lenkpräzision und Seitenführung auf trockener Piste, eingeschränkter Abrollkomfort. Bewertung: Befriedigend.
Vredestein Ultrac Sessanta (ca. 135 Euro): Stärken: sicheres Fahrverhalten mit stabiler Seitenführung und guter Lenkpräzision bei Nässe, leises Vorbeifahrgeräusch. Schwächen: mäßige Lenkpräzision auf trockener Piste, erhöhter Rollwiderstand, durchschnittlicher Komfort. Bewertung: Befriedigend.
Barum Bravuris 2 (ca. 105 Euro): Stärken: gute Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, leises Vorbeifahrgeräusch, niedriger Rollwiderstand. Schwächen: mäßige Seitenführung und leicht lastwechselanfälliges Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn. Bewertung: Befriedigend.
Michelin Pilot Sport PS2 (ca. 155 Euro): Stärken: gutes Handling mit kurzen Bremswegen auf trockener Fahrbahnoberfläche, niedriger Rollwiderstand. Schwächen: verlängerte Bremswege und eingeschränkte Seitenführung auf nasser Piste, mäßige Aquaplaningeigenschaften. Bewertung: Befriedigend.
Fulda Carat Exelero (ca. 100 Euro): Stärken: gute Aquaplaningreserven und niedriger Rollwiderstand. Schwächen: verlängerte Nass- und Trockenbremswege, eingeschränkte Seitenführung, untersteuerndes Fahrverhalten auf nasser wie trockener Fahrbahn. Bewertung: Ausreichend.
Kenda KR 20 (ca. 75 Euro): Stärken: leises Vorbeifahrgeräusch. Schwächen: gefährlich lange Bremswege bei Nässe, mangelnde Seitenführung auf nasser wie trockener Piste, schwammiges, unharmonisches Fahrverhalten auf trockener Piste. Bewertung: Mangelhaft.
Vredestein Quatrac 3 (Ganzjahresreifen, ca. 130 Euro): Stärken: neutrale Handlingeigenschaften auf nasser und trockener Piste, niedriger Rollwiderstand. Schwächen: stark verlängerte Bremswege auf nasser wie trockener Strecke, zu geringe Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, erhöhtes Abrollgeräusch. Bewertung: Ausreichend.
Goodyear Eagle Vector + EV-2 (Ganzjahresreifen, ca. 145 Euro): Stärken: leises Abrollgeräusch, guter Rollwiderstand, ordentliche Aquaplaningeigenschaften. Schwächen: deutlich untersteuerndes Fahrverhalten auf nasser und trockener Piste, stark verlängerte Bremswege, eingeschränkter Komfort. Bewertung: Ausreichend.
Fazit: Wir haben sie gefunden, die Leistungsträger unter den 17-Zöllern: Die beiden Newcomer Goodyear Eagle F1 Asymmetric und Hankook Ventus V 12 Evo sowie die bewährten Typen von Bridgestone und Continental machen mit ... (Foto:AUTO BILD-Redakteur Henning Klipp)
... ausgewogenen Leistungen auf hohem Niveau das Rennen – Prädikat: vorbildlich. Bei den Ganzjahresreifen reichts wegen der schwachen Bremsergebnisse nur für ein "ausreichend". Und der Billigreifen? Besser Finger weg. (Foto:AUTO BILD-Redakteur Dierk Möller-Sonntag)
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