Welche Schwächen offenbart der
Toyota Verso im Dauertest? AUTO BILD hatte den Kompaktvan über 100.000 Kilometer im Einsatz.
Mit 1,8-Liter-Benziner, 147 PS, Handschaltung und in Platinsilber-Metallic trat der Toyota Verso zum Dauertest an. Laut Liste kostete der Testwagen 28.540 Euro – viel Geld für ein Familienauto.
Über 100.000 Kilometer ging an dem Van so gut wie nichts kaputt. Eine Glühlampe, eine Innenleuchte, die Tankklappe gerichtet, das war's.
Da steht er, der Musterknabe mit der sauberen Dauertestbilanz – zerlegt in alle Einzelteile für die abschließende Untersuchung. Nur drei Minuspunkte über 100.000 Kilometer, da sollte die Inspektion doch nur eine lästige Pflichtübung sein.
Günther Schiele vom DEKRA (rechts) und Dirk Goliath von Toyota bei der Inspektion von Kolben und Zylindern – alles in neuwertigem Zustand. Am Ende der Untersuchung steht hinter 63 Prüfpunkten ein knappes i.O. Heißt: alles in Ordnung. Doch auf der weißen Weste ...
... des Verso zeichnen sich ein paar dunkle Flecken ab: Rost – wie hier an den überlappenden Blechen.
Hier schaut kein Verso-Fahrer jemals hin. Aber das Endoskop entdeckt in den Schwellern und Längsträgern bereits winzige Roststellen (Pfeile).
Sogar die Scharniere der Klappsitze in Reihe drei tragen schon Rost.
Was hier wie ein rostiger Wurm am Motor entlangkriecht, ist das Führungsrohr für den Ölpeilstab. Toyota nennt den Rost nur "oberflächlich" – wir halten dagegen: Der getestete Verso war erst zwei Jahre alt.
Insgesamt protokolliert der unabhängige Prüfer elfmal Korrosion. Am deutlichsten tritt Rost am E-Anschluss des Anlassers auf (Foto).
Unser Fazit: Der Verso absolviert den Test mit vorbildlicher Zuverlässigkeit. Dennoch zeigt der Musterknabe auch eine Kehrseite. Der Rost, der nach zwei Wintern auftrat, spricht für nachlässige Sorgfalt in der Produktion – bitte dringend abstellen, Toyota!
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