Grün tanken: Smudo, Frontmann der Fantastischen Vier, ist von dem Bio-Mustang überzeugt. Zum Rennsport kam der passionierte Computerzocker über Rennspiele.
1999 meldete er sich dann zu einem Grund- und Intensivkurs auf dem Nürburgring an und erwarb dort die C-Lizenz. Schon ein Jahr später saß er zum ersten Mal im Cockpit und holte seither einige Pokale.
Dieser Mustang war die Überraschung des AUTO BILD MOTORSPORT-Tracktest-Day. Trotz Bio und Öko ist das ein echter Rennwagen.
Dabei ist der Mustang eigentlich nicht für den Rennsport gebaut. Das Team Four Motors beweist mit dem 280 PS starken Bio-Racer GT RTD, dass das kein Hindernis ist.
Biodiesel gibt es in Deutschland inzwischen an fast jeder zehnten Tankstelle. Initiator des Einsatzes des Motorsport-Biodiesels ist ...
... die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP), die seit 2003 gemeinsam mit Four Motors die Verwendung von Biodiesel im Rennsport realisiert.
Im Tank des Smudo-Mustangs gehen bis zu 100 Liter Flower-Power-Biodiesel mit auf die Strecke.
Schalensitze, Überrollkäfig und nacktes Metall erwarten Smudo an seinem Arbeitsplatz – wie in jedem anderen Rennwagen auch. Das braune Armaturenbrett besteht übrigens komplett aus biologisch abbaubarem Material.
Festgezurrt in den Rennsitzen hat der Fahrer freien Blick auf die Piste und ...
... ein beachtliches Sammelsurium an Knöpfen und Schaltern.
Die wichtigsten Daten liest man auch im Biodiesel-Mustang von einem Race-Display ab. Geschaltet wird erst bei 4500 Touren.
Im Renneinsatz muss der Biosprit möglichst schnell in den 100-Liter-Tank fließen. Entsprechend groß dimensioniert ist die Tankanlage.
Die klassischen 18-Zoll-Speichenräder stammen von BBS.
Der kleine Vierzylinder-Diesel aus dem Ford Galaxy wirkt ein wenig verloren, im großen Mustang-Maschinenraum. Ein größerer Turbolader holt 280 statt 140 PS aus dem Selbstzünder.
Äußerlich ist Smudos Renner ein Mustang – unter der Haube nagelt ein rund 280 PS starker Turbodiesel von Ford.
Der dicke Heckspoiler sorgt dafür, dass genug Druck auf die Antriebsachse kommt.
Die kompletten Federbeine samt Bremsanlage stammen aus einem Cup-Porsche 996.
Der Öko-Anspruch ist Smudos Renner nicht anzusehen. Einzig der Geruch verrät den Einsatz von Biodiesel als Kraftstoff. Der Mustang riecht verdächtig nach Frittenfett.
Fazit von Testfahrer Guido Naumann: "Bio und Rennsport? Es geht! Das Team von Four Motors hat den Mustang zum waschechten Sportler umgebaut. Ein 3-Liter-Auto ist der Mustang nicht. Mit sechs Liter Biodiesel pro Nordschleifen-Runde ist er aber dennoch auf der genügsamen Seite."
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