VW Sirocco: ein Name zwei Welten. 15 cm schmaler und 60 cm kürzer ist der Oldie – aber nicht nur von den Ausmaßen her ist der Scirocco GT24 im Vergleich ein Riese.
1977 baute Volkswagen den LS für die Tourenwagen-Europameisterschaft auf. Damals war der Scirocco dort das Maß aller Dinge.
1977 waren Heckspoiler, wie ihn der Scirocco GT24 heute trägt, noch verboten.
Der "neue" Wüstenwind wurde von Volkswagen Motorsport speziell für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring konzipiert.
Treffpunkt Boxengasse: Das Scirocco-Duo trat in der Motorsportarena Oschersleben für AUTO BILD MOTORSPORT zum Tracktest an.
Im Scirocco von 1981 werkelt ein 1,6-Liter-Saugmotor mit mechanischer Einspritzung und 188 Pferdestärken.
Das aktuelle Scirocco Modell, der GT24, verfügt über ein Zweiliter-Turbo-Aggregat mit elektronischer Benzin-Direkteinspritzung. Es entfaltet 325 PS.
Wie die Zeiten sich ändern: Anfang der 80er versorgte noch eine ganze Batterie von Rundinstrumenten den Piloten mit Informationen über den Zustand seines Renners.
Die moderne Fahrer-Information benötigt im Scirocco GT24 ein zentrales Digital-Display und ein paar Schaltlampen am Lenkrad.
Beim Kurven-Duell der beiden Scirocco ist im LS noch viel Arbeit des Piloten gefragt, während sich der GT24 dank einer Vielzahl elektronischer Hilfen fast spielerisch beherrschen lässt.
Der GT24 hat jede Menge technologische Unterstützung und deswegen auch einen hohen Erklärungsbedarf.
Technik 2008: Hinter den 18-Zoll-Rädern stecken 362 Millimeter große Scheibenbremsen.
Die Bremsen sind der vielleicht größte Vorteil des neuen Scirocco. Die 140 PS Leistungsunterschied kann der Oldie durch seinen Gewichtsvorteil von 350 Kilogramm fast kompensieren.
Einen Sprung gab es auch in der Entwicklung der Sicherheitszelle. Neue und leichtere Materialien erlauben jede Menge Streben im Innenraum des Scirocco GT24.
Serienmodell und Rennversion: Anno 2008 sehen beide schon auf den ersten Blick aggresiv und sportlich aus.
Der Scirocco II White Cat von 1985 verdankt seinen athletischen Charakter primär seiner Linienführung.
Der Rennscirocco zeigt die Entwicklung im Motorsport deutlich auf. In Oschersleben beträgt der Unterschied rund zehn Sekunden pro Runde.Anders ausgedrückt: 0,3 Sekunden pro Jahr.
Fazit: Unglaublich was 27 Jahre ausmachen. Der 2008er Scirocco fährt sich fast von selbst. Den Alten am Limit zu bewegen, das ist echte Arbeit. Reichlich Spaß machen sie aber beide.
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