Ungleiches Duell: Die beiden Superkarts kämpfen gegen den neben ihnen mächtig wirkenden Formel 3.
Tatsächlich misst ein Superkart mit 2,15 Metern gerade einmal 50,42 Prozent der Länge des Gegners.
Die Aggregate der beiden Wettbewerber sind grundverschieden. Der 2,0-Liter-Motor von Volkswagen im Formel 3 ist aus der Serie abgeleitet. Ein Luftmengenbegrenzer limitiert die Leistung auf 210 PS.
Der 0,25-Liter-Motor von DEA ist ein hochdrehender Zweitakter und leistet 103 PS.
In der Boxengasse zieht der Kleine alle Blicke auf sich. Zwei
DTM-Mechaniker nutzen eine kurze Verschnaufpause um den Kartzwerg genau unter die Lupe zu nehmen.
Auch DTM-Champion
Timo Scheider ist von dem kleinen Krawallrenner sofort angetan und testet die Sitzposition, ...
... dabei stellt er sofort einen gravierenden Unterschied zu seinem Audi A4 DTM fest. Im Superkart ist der Pilot nicht angeschnallt. Einzig zwei blaue Stützen geben dem Oberkörper Seitenhalt.
Ganz anders zeigt sich der Arbeitsplatz im Formel 3. Ein Sechspunkt-Gurt fixiert den Fahrer im Monocoque.
Das Superkart wirkt unscheinbar. Doch in der Höchstgeschwindigkeit steht es einem DTM-Boliden in nichts nach. Tritt der Fahrer das Pedal voll durch, bleibt die Tachonadel erst bei 280 km/h stehen.
Aerodynamisch hat der Formel 3 eindeutig die Nase vorne, das macht ihn in den Kurven schneller. Beim Treibstoff sind sich die Wettbewerber allerdings einig. Beide fahren mit Super Plus, der VW-Motor des Formelrenners pur, der DEA-Zweitakter des Karts im Verhältnis 1:25 mit Öl gemischt.
Gestoppt wird wieder mit unterschiedlichem Material: Im Formel 3 kommen innenbelüftete Brembo-Bremsscheiben zum Einsatz, die auf die Radnarbe montiert sind.
Im Superkart sitzen die Bremsscheiben innen, hinter den vorderen Achsschenkeln.
Nachdem alle technischen Fragen geklärt sind, nimmt ABMS-Redakteur und Testfahrer Martin Westerhoff beide Sportgeräte in die Mangel.
Seine Eindrücke: "Im Über-Kart kommt mir der Hockenheimring ewig breit vor. Es ist ein Gefühl, als hättest du dich mit dem Fahrrad auf die Autobahn verirrt."
"Im Formel 3 fühlt sich alles kontrollierter, weniger brutal, ja einfach souveräner an. Die schnellen Kurven gehen viel besser."
"Auf der Strecke kann das Superkart den Nachwuchs-Formelrennwagen nicht schlagen."
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.