Das ist der Süpersportwagen! In Ankara wird der erste türkische Pkw seit 1984 gebaut. Der Etox Zafer vereint Sportwagen-Optik mit Kleinwagen-Technik aus dem Hause Renault.
Schlecht sieht er ja nicht aus, der Türken-Sportler. Die Scheinwerfer erinnert an den Smart Roadster, ...
... das kurze Stummelheck in Kombination mit dem Doppelrohr-Auspuff ...
... und besonders die Seitenlinie des Etox wecken Erinnerungen an den japanischen Dampfhammer Nissan 350Z.
Das ist vielleicht eine Marke: Das Logo am Heck zeigt ein gespiegeltes "E".
Auf Testfahrt im Göksu Park: Nur hier hat der Etox freie Fahrt. Auf den öffentlichen Straßen von Ankara staut sich der Verkehr viel zu stark.
Der Zafer steht serienmäßig auf 18-Zöllern.
Ein Türke mit Franzosen-Herz: Der Motor stammt von Renault, trinkt Diesel und hat 125 PS. Für später ist ein BMW-Triebwerk angepeilt.
Dick aufgetragen: Die fetten Endrohre dienen angesichts der bescheidenen Motorleistung eher der Show. Was die Spaltmaße angeht, nimmt man es bei Ertex nicht so genau.
Für einen Sportwagen wirkt der Kofferraum des Etox recht geräumig. Was der Feuerlöscher dort zu suchen hat, bleibt ein Rätsel - der gehört doch unter den Sitz!
Der Chef und sein Baby: Ercan Malkoç leitet die Firma "Ertex Auto Decoration". Die baut eigentlich Fremdfahrzeuge aus. Reich geworden ist Malkoç mit Innenausstattungen für Kleinbusse. Das Geld ...
... steckte der Selfmade-Millionär in den Etox. Das Cockpit des Zafer stammt ebenfalls von Renault, ...
... die zusätzlichen Rundinstrumente lieferte ein Tuner aus Istanbul.
Etox? Machen Sie sich keine Gedanken wenn sie diesen Namen noch nie gehört haben. Der Begriff ist ein reines Kunstwort, das sowohl den Firmennamen Ertex, die Türkei und Autobau beinhaltet.
Die Modellbezeichnung "Zafer" ist das türkische Wort für "Sieg".
Alles Handarbeit: Im Keller der Firma Ertex werden Innenausstattungen produziert.
Die Karosserie des Sportwagens wird bei Ertex in Eigenregie produziert.
Hauptsächlich baut Ertex Fahrzeuge von VW, Mercedes und Hyundai um – und natürlich den Etox.
Hier ensteht ein Leder-Sitzbezug – mit Unterstützung einer Pfaff-Nähmaschine.
Zwei Fahrzeuge hat Ertex schon ausgeliefert, weitere 20 Bestellungen für den Zafer liegen vor. Die Hälfte davon kommt aus Deutschland.
Fazit von AUTO BILD-Redakteur Alex Cohrs: Für Fans von Großserientechnik und akuraten Spaltmaßen ist der Zafer wohl nichts. Sympathisch ist das Projekt trotzdem: Hier hat sich jemand seinen Traum erfüllt und nebenbei die türkische Autoindustrie wieder belebt. Lust auf weitere exotische Kost aus aller Herren Länder? Die Italiener ...
... liefern uns mit dem Monster-SUV Fornasari RR einen Allrad-Ballermann mit bis zu 700 PS. Und einem Design, an dem sich die Geister scheiden ...
Englands Antwort auf den Ferrari Enzo: Der Arash AF10 rennt über 320 km/h, prescht in 3,4 Sekunden auf Hundert. Unterm Blech steckt der Siebenliter-V8 aus der Corvette Z06.
Hybrid-Rakete aus Russland: Marussia.
Frei stehende Räder wie im Formelwagen, Monocoque-Bauweise und reichlich Dampf aus zwölf Zylindern im Heck: der spanische Supersportler Tramontana.
Caramba! Der mexikanische Flachmann Mastretta MXT mit Mittelmotor und 200 PS wiegt nur knappe 1000 Kilo. Von null auf 100 geht's in 6,5 Sekunden, Topspeed 230.
Weitere Bildergalerien und Videos zum Thema finden Sie in den Empfehlungen auf der linken Seite.