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Vergleich: Audi A3 Sportback gegen VW Golf

Audi A3 Sportback VW Golf
Der neue VW Golf hat es nicht leicht mit seinen Plattformbrüdern. Von oben zum Beispiel drückt der Audi A3 Sportback. Ist der Ringträger vielleicht sogar die bessere Wahl?
Audi A3 Sportback
Besitzt der Audi einen Vorsprung durch Technik? Ja, aber nur gegen Aufpreis. Beim Infotainment-System gibt es als Extra eine Online-Funktion – in der Kompaktklasse neben dem BMW 1er einmalig.
Audi A3 Sportback
Das System ist allerdings teuer: 3225 Euro kostet die Connect-Option zusammen mit dem dafür nötigen MMI plus. Zudem braucht es eine separate SIM-Karte.
Audi A3 Sportback
Ansonsten sind Golf und A3 weitgehend identisch. Im A3 1.6 TDI kommt, wie in den schwächeren VW-Modellen, die Verbundlenker-Hinterachse zum Einsatz. Der Testwagen war bereits mit dem 184-PS-Diesel ausgerüstet, der erst später zur Markteinführung kommt.
Audi A3 Sportback
Gleiches gilt für die Voll-LED-Scheinwerfer. Sie werfen ein sehr weißes und extrem helles Licht auf die Straße und kosten rund 1500 Euro zusätzlich.
A3 gegen Golf:
1:0.
Audi A3 Sportback
Ist der Audi sportlicher? Klares ja, denn mit dem starken Top-Diesel hat der A3 ein deutliches Plus an Dynamik gegenüber dem 34 PS schwächerem Golf. Der Zweiliter-Motor produziert ein maximales Drehmoment von 380 Newtonmetern, ... 
Audi A3 Sportback
... mit großer Vehemenz schießt er nach vorn und produziert dabei ein kerniges Dieselgeräusch. Auch die elektromechanische Lenkung wirkt direkter als im Golf und liefert noch mehr Rückmeldung an den Fahrer.
A3 gegen Golf:
2:0.
VW Golf
Bietet der Audi die bessere Qualität? Ein enges Rennen. Im direkten Vergleich wirken Verarbeitung und Materialien im Highline-Golf (Bild) und S-Line-A3 ähnlich hochwertig. In bei den Modellen dominieren weiche Kunststoffe, geringe Spaltmaße und sauberes Design.
Audi A3 Sportback
Der A3 hinterlässt aber den feineren Gesamteindruck: Runde Luftdüsen mit glänzen den Drehringen, Schaltknauf aus Echtmetall, akribisch gestaltetes Cockpit – all das wirkt vornehmer als im Golf.
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Anders als der fest stehende Bildschirm im VW fährt der Audi-Monitor (Bild) lautlos aus dem Armaturenträger empor. Die griffgünstigen Schalter und Knöpfe klicken noch satter in Position – besser geht es nicht.
A3 gegen Golf: 3:0.
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Wer hat das bessere Platzangebot? Als Sportback streckt sich der A3 nicht nur mehr als der Dreitürer, sondern er ist auch fünf Zentimeter länger als der Golf. Der Radstand der beiden Fünftürer ist identisch, ... 
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... in der Papierform gibt es also zwischen beiden Modellen kaum Unterschiede. Nur beim maximalen Kofferraumvolumen hat der VW (1270 zu 1220 Liter) leichte Vorteile, ... 
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... und gefühlt wirkt der Golf-Innenraum eine Nuance luftiger als der des Audi.
A3 gegen Golf: 3:1.
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Wer hat den höheren Fahrkomfort? Der mit aktivem Fahrwerk (DCC) bestückte Test-Golf fährt auf Knopfdruck entweder komfortabel oder sportlich-straff. Die Spreizung ist VW gut gelungen. Die starke Dämpfungscharakteristik in Stellung "Comfort" ...
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... dürfte für die meisten Golf-Fahrer der Normalfall sein und sorgt für einen hohen Abrollkomfort. Anders als im Golf VI kann der Fahrer nun mit der Mode-Taste (oben links) zwischen Comfort, Sport, Normal, Eco und Individual wählen. Das ist zu viel des Guten. 
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Audis Magnetic-Ride-Dämpfer unterscheiden sich technisch und erzeugen weniger Konfusion, waren aber nicht im Testwagen eingebaut. Trotzdem bietet der A3 einen guten Federungskomfort, ...
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... wirkt aber mit gleicher Bereifung spürbar straffer. Vor allem bei schneller Fahrt schlucken die Federn Unebenheiten gekonnt weg. Dafür ist der Langsamfahrkomfort spürbar schlechter als im Golf, ... 
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... Fugen und Absätze dringen stärker zu den Passagieren in den Audi-Innenraum durch. Das macht den A3 im normalen Alltag etwas nervöser.
A3 gegen Golf: 3:2.
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Welches Modell hat den besseren Motor? A3 wie Golf fahren mit dem Zweiliter-Diesel. Im Audi nagelte aber schon die 184-PS-Version, die VW später im GTD bringt und hoffentlich harmonischer abstimmt. Der Blick unter die Motorhauben offenbart, dass im A3 ein deutlich größerer Turbolader für Druck sorgt als im Golf.
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Die Turbine braucht darum länger, um auf Touren zu kommen. Wer mit zu wenig Gas einkuppelt, spürt das berüchtigte Turboloch. Dann fallen urplötzlich 380 Newtonmeter über die Vorderräder her. Darum wirkt der A3 bei zügiger Fahrt hektisch und zeigt auf schlechtem Untergrund Traktionsprobleme. Mit dem 150-PS-Diesel dürfte der Audi ... 
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... viel näher am Golf 2.0 TDI liegen. Der hängt harmonischer am Gas, dreht gleichmäßiger hoch ...
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... und zerrt nicht in der Lenkung. Auch wenn er beim Spurt auf 100 km/h über eine Sekunde auf den A3 verliert, ist der Golf noch immer ein sportlicherer Diesel mit den kultivierteren Motoreigenschaften.
A3 gegen Golf:
3:3.
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Wie sind die Unterschiede bei der Bedienbarkeit? Touchscreen kontra MMI: Was ist besser? Das ist in erster Linie eine Frage des Geschmacks. Um das Audi-System perfekt zu beherrschen, braucht es aber ein längeres Studium der Bedienungsanleitung und mehr Eingewöhnung. 
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Auch das VW-Bedienkonzept ist nicht eben einfach, aber insgesamt intuitiver. Die wichtigsten Knöpfe sind rund um den Monitor und in der Mittelkonsole platziert. Der große Navi-Monitor sitzt fest eingebaut etwas zu tief, ist aber gestochen scharf und hat einen Annäherungssensor.
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Audis MMI wird über einen großen Drehknopf mit Touchpad und ausfahrbarem Monitor gesteuert, der die Kenntnisse über Untermenüs voraussetzt. Die Spracheingabe funktioniert in beiden Autos identisch. Punkt für VW.
A3 gegen Golf: 3:4.
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Welches der beiden Modelle ist funktionaler? Beide Autos sind intelligent durchgestaltet. Umlegbare Rückenlehnen und einen zweistufigen Kofferaum haben beide. Leider gibt es keine ebene Ladefläche – weder im A3 (Bild), noch im Golf. Das ist nicht mehr zeitgemäß für ein neues Auto. 
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Auch das normale Kofferraumvolumen beider Modelle ist identisch (380 Liter). Das gilt ebenso für die Kofferraum-Ladekantenhöhe (67 Zentimeter). Unterschiede gibt es nur fürs Auge, ... 
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... so ist im Audi das Gepäckraumabteil geradliniger gestaltet und nobler verkleidet. Vorteile beim Be- und Entladen bringt das allerdings nicht. Unentschieden.
A3 gegen Golf: 4:5.
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Hat der Audi die bessere Ausstattung? Der Audi ist teurer, hat aber trotzdem keine bessere Ausstattung. Bei den Sicherheitsfeatures bieten die Schwestermodelle exakt das Gleiche. Seitenairbags hinten und vorausschauende Sicherheitssysteme müssen jeweils extra bezahlt werden.
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Die serienmäßige Komfortausstattung spricht für den Golf. Beheizbare E-Außenspiegel sowie Einparksensoren vorn und hinten hat der Golf ab Werk an Bord. Anders als der A3. Bei Audi werden dafür happige 905 Euro Aufpreis fällig.
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Auch bei Optionen wie Xenon-Licht (920 statt 850 Euro, Serie Highline) oder dynamisches Kurvenlicht (1270 statt 1200 Euro) langt VW nicht so kräftig hin wie Audi. Für 1500 Euro Aufpreis will Audi spätere Voll-LED-Scheinwerfer anbieten.
A3 gegen Golf: 4:6.
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Wer hat mehr oder bessere Assistenzsysteme? Was bislang meist nur für Oberklassemodelle üblich war, ist nun auch für Golf und A3 zu haben: intelligente Elektronik, die den Fahrer unterstützen soll. Unterschiede gibt es nur in zwei Details. Für den Audi ist kein "City-Stop" verfügbar, ... 
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... VW liefert das Notbremssystem für 555 Euro. Bis zu 30 km/h stoppt der VW beim Erkennen von Hindernissen selbsttätig und verhindert den Unfall. Audi setzt andere Prioritäten. Auf Wunsch gibt es für den A3 einen Totwinkelwarner für 500 Euro. Diesen hat VW nicht im Angebot. Offenbar folgen die Marken hier konzernintern unterschiedlichen Philosophien. 
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Den gut funktionierenden Radar-Tempomaten gibt es zum Glück sowohl für A3 wie für Golf. Und das zu einem fairen Aufpreis von 560 Euro (Audi) und 555 Euro (VW). Er erleichtert das Fahren auf der Autobahn, erkennt vorausfahrende Autos und hält den einstellbaren Abstand mit verblüffender Präzision konstant. Unentschieden.
A3 gegen Golf: 5:7.
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Die Preisfrage: Wer bietet mehr Auto fürs Geld? VW ist teuer, Audi teurer. Der A3 mit 184 PS steht noch nicht in der Preisliste, doch Audi stellte ihn als Testwagen zur Verfügung. Wir rechnen mit einem Aufschlag von mehreren Tausend Euro zum 150-PS-Modell, ...
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... der A3 Sportback als Ambition mit S-Line-Paket dürfte über 32.300 Euro kosten. Dann schmeichelt er mit hervorragenden Sitzen und sportlicher Optik, ...
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... doch der Golf bleibt als Highline mit DCC über 3000 Euro günstiger. Ein klares Pro-VW-Argument. Selbst wenn der A3 Attraction und Golf Comfortline mit gleichem 150-PS-Diesel gegeneinander antreten, bleibt ein Preisvorteil von über 1000 Euro zugunsten des VW.
A3 gegen Golf: 5:8. (Endstand)