Zwei Tiefflieger mit V8-Maschine: Die gerade überarbeitete Corvette C6 will die europäische Sportwagen-Elite ärgern und trifft in einem ersten Vergleich auf den Audi R8.
Ansichten zum Verlieben: Gemeinsam dürfte man die beiden exklusiven Sportler nur sehr selten zu Gesicht bekommen. Und wenn, dann wohl nur aus dieser Perspektive.
Das Bild spricht Bände: Am Ende kann sich die Corvette C6 tatsächlich vor dem Audi R8 platzieren.
Der Sieg der Corvette ist schnell zu erklären: Sie bietet mehr Hubraum, mehr Leistung, weniger Verbrauch und bessere Fahrleistungen.
So etwas nennt Amerika einen Small-Block-Motor: acht Zylinder, 6,2 Liter Hubraum, 437 PS und 575 Nm Drehmoment. Trotz seiner leicht antiquierten Technik kann der Motor begeistern.
Brutaler Beschleuniger: 100 km/h erreicht die C6 nach 4,9 Sekunden, Tempo 200 liegt bereits nach 15,5 Sekunden an.
Maximal schafft die Corvette 306 km/h – in Kurven natürlich nicht. Dort überzeugen das überarbeitete Fahrwerk und die im Vergleich zum Vorgänger deutlich bessere Lenkung.
Wehe man übertreibt es: Dann keilt das Heck selbst bei aktivierter Traktionskontrolle schneller aus, als man ESP sagen kann.
Karosserievorteil Corvette: Das Mittelteil des Dachs lässt sich serienmäßig herausnehmen.
Das Design der Scheinwerfer ist sicherlich Geschmackssache. Wer sie im Rückspiegel sieht, sollte aber auch bei Nichtgefallen die linke Spur räumen.
Klassiker am Heck mit höchstem Wiedererkennungswert: Exakt so müssen Corvette-Rücklichter aussehen.
Mischbereifung: Vorne steht die Corvette auf 18-Zöllern, hinten drehen sich Aluräder im 19-Zoll-Format.
Aus zwei mach vier: Was hier so vielversprechend aus der Mitte des C6-Hecks hervorlugt, enttäuscht beim Sound ein bisschen.
Bequem sind sie, aber der Seitenhalt der Sportsitze ist mau. Dafür lassen sie sich serienmäßig elektrisch verstellen.
Das C6-Interieur präsentiert sich frisch überarbeitet und deutlich hochwertiger als zuvor. An den R8-Innenraum reicht es trotzdem nicht heran.
Bis zum Ende ausgereizt: Bei Vollgasfahrt ist die Tachonadel tatsächlich am Anschlag.
Auch kleine Macken können nicht am ersten Platz kratzen – schließlich ist die C6 mit einem Grundpreis von 65.290 Euro über 40.000 Euro preiswerter als der R8.
Es ist wirklich eine Überraschung: Der Audi R8 muss sich dem Herausforderer aus Amerika geschlagen geben. Den hohen Preisunterschied rechtfertigen Handling- und Qualitätsvorteile einfach nicht.
Trugschluss: Die hervorragende Traktion und die exzellente Straßenlage lassen den R8 langsamer erscheinen, als er in Wirklichkeit ist.
Öffentlichkeitsarbeit: Der 4,2 Liter große V8 des Audi zeigt sich stolz unter einer Glasabdeckung. Sogar eine Beleuchtung gibt es.
Wenn die 420 PS und 430 Nm mit voller Kraft am Allradantrieb zerren, schießt der R8 in 4,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. 200 Sachen sind nach 17,6 Sekunden erreicht.
Knapp über der magischen Marke: Maximal schafft der sportlichste Audi 301 km/h.
Liegt wie ein Brett: Der Audi wischt schneller ums Eck, als es dem Beifahrer lieb sein könnte. Das Fahrwerk würde locker noch 100 PS mehr verpacken.
Geht nicht, gibt's nicht: Der R8 will in den Drift gezwungen werden, meistert diese Disziplin dann aber schön quer.
Der Preis für den besseren Sound geht nach Ingolstadt: Unter Nascar-verdächtigem Gebrüll entlässt der Motor seine Verbrennungsrückstände ins Freie.
Zuverlässige Anker: Die pizzagroßen Bremsscheiben der aufpreispflichtigen Keramik-Anlage verzögern brutal.
Ganz, ganz böser Blick: Wehe dem, der dem Audi R8 zu tief in die Augen schaut.
Charakteristisch: Riesige Luftöffnungen zieren das R8-Heck.
Hier sitzt's sich besser: Die R8-Schalen bieten Komfort und jede Menge Seitenhalt.
Der Innenraum des R8 zeigt sich in gewohnter Audi-Perfektion. Die offene Schaltkulisse sieht schick aus, hakelt aber.
Optisch angenehmer Arbeitsplatz: Die Instrumente sind so schön wie übersichtlich, die Bedienung der Schalter und Regler ein haptischer Genuss.
Einen noch stärkeren Eindruck als beim Fahren hinterlässt der R8 auf dem Bankkonto: Audi verlangt für den Sportler mindestens 106.400 Euro.
Klare Sache: Mehr "bang for the buck", mehr Spaß fürs Geld als bei der Corvette C6 gibt es in der Sportwagenwelt nicht.
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