Drei, die es packen können, im AUTO BILD-Vergleich: Kangoo und Berlingo schieben große Schnauzen durch den Wind. Der Roomster ist zierlicher.
Die haben was auf dem Kasten: Der Skoda Roomster gibt sich avantgardistisch, Berlingo und Kangoo zeigen sich dagegen eher praktisch.
Der tschechische Familienfreund Roomster landet auf Platz eins. Für den Skoda sprechen sein Fahrverhalten, seine Ausstattung und sein Qualitätseindruck.
Antriebsquelle: Das Skoda-Aggregat holt aus 1,6 Litern Hubraum 105 PS und 153 Nm Drehmoment.
Fahrleistungen: Für den Sprint auf Tempo 100 braucht der Roomster 11,2 Sekunden, er erreicht maximal 184 km/h. Seine beiden französischen Konkurrenten hängt er damit deutlich ab.
Agil ums Eck: Der Skoda besiegt seine Konkurrenz mit einem strafferen Fahrwerk und einem direkteren Einlenkverhalten. Trotz stabiler Straßenlage ist ESP serienmäßig an Bord.
Klassisch schwarzes Durchschnitts-Ambiente im Skoda-Innenraum. Der Qualitätseindruck ist gut, an der Bedienung gibt es nichts auszusetzen.
Viel Platz für Kleinkram: "zweistöckiges" Roomster-Handschuhfach.
Der Roomster zwingt auch die hinteren Passagiere nicht in die aufrechte Küchentisch-Position – das ist vor allem auf Langstrecken sehr angenehm. Den Mittelsitz als Armlehne gibt's für 180 Euro Aufpreis.
Da hilft auch das Ausbauen der hinteren Sitze nichts: Der Skoda bietet den wenigsten Platz für den großen Transport. Hinter den Fondpassagieren stehen 450 Liter Kofferraum zur Verfügung.
Maximal passen 1780 Liter ins Skoda-Heck. Die 65 Zentimeter hohe Ladekante erschwert die Beladung.
Pfiffig: Eine praktische Halterung sichert Kleinteile im Kofferraum.
Preis-Leistungs-Sieger: Bei Skoda gibt es in diesem Vergleich am meisten Auto fürs Geld. Der Roomster 1.6 16V Style ist ab 17.090 Euro zu haben.
Mit 23 Punkten Rückstand landet der Berlingo auf dem zweiten Platz. Für den Citroën spricht vor allem das größte Transporttalent.
Der 1,6-Liter-Vierzylinder bringt den Berlingo mit 109 PS und 147 Nm Drehmoment in Bewegung.
In 13,5 Sekunden erreicht der Berlingo aus dem Stand Tempo 100. Maximal stecken 170 km/h im Citroën.
Praktischer Zugang: Mittlerweile hat auch der Berlingo hinten Schiebetüren. Das war bei der ersten Generation noch ganz anders.
Netter Versuch: Runde Ablagen und Luftdüsen mit silbernen Ringen versuchen modischen Schick ins Berlingo-Cockpit zu zaubern.
Wenig elegant: Die mächtige Mittelkonsole wirkt arg klotzig.
Für Familienväter und -mütter: Ein optionaler Zusatzspiegel zur Überwachung der lieben Kleinen auf den hinteren Plätzen.
Tiefgarage: Im Fond bieten Bodenfächer Platz für Proviant oder Spielzeug.
Wie im Flugzeug: ausklappbare Tischchen an der Rückseite der Vordersitze.
Alle drei Fondsitze sind ausbaubar. So lässt sich das Volumen von mindestens 675 Liter auf maximal 3000 Liter steigern – mehr schluckt in diesem Vergleich keiner.
Der Teuerste im Testfeld: Für den Berlingo 1.6 16V Multispace verlangt Citroën mindestens 17.750 Euro.
Mit sechs Punkten weniger als der Berlingo landet der Renault Kangoo hinter seinem französischen Konkurrenten auf dem dritten Platz. Das war auch nicht immer so.
106 PS und 148 Nm aus einem 1,6-Liter-Vierzylinder bringen den Renault in 13,4 Sekunden auf Tempo 100 und auf maximal 170 km/h. Der Kangoo sollte ESP haben, das kostet aber 300 Euro Aufpreis.
Er hat damit angefangen: Mit den hinteren Schiebetüren begründete der Kangoo ein neues Fahrzeugsegment. Heute hat er seine anfängliche Marktführerschaft verloren.
Viel glatter Kubststoff im Kangoo-Cockpit. Der Schaltknauf liegt griffgünstig, aber das Lenkrad ist im Renault leider nur in der Höhe verstellbar.
Ein CD-Radio gibt's im Kangoo im Paket mit der Klimaanlage für 1450 Euro extra. Das Radio lässt sich auch etwas versteckt vom Lenkrad aus bedienen.
Ungewöhnlich und unpraktisch: Der futuristische Handbremshebel behindert den Griff zur vorderen Ablage.
Praktisch: Wie der Berlingo bietet auch der Kangoo in der zweiten Reihe ein Kellergeschoss für Kleinkram.
Mehr als Roomster, weniger als Berlingo: In den Kangoo passen zwischen 675 und 2688 Liter. Die zweite Sitzreihe lässt sich nicht ausbauen. Das kostet Ladevolumen.
Mit einem Grundpreis von 16.200 Euro ist der Renault Kangoo 1.6 16V Expression das billigste Auto im Vergleich. Für den Preis-Leistungs-Sieg reicht es trotzdem nicht.
Das Fazit: "Drei tolle Kisten: Was früher der R4 war, gibt es heute von nahezu jedem Hersteller Die Kastenwagen von Citroën, Renault und Skoda erledigen die Herausforderungen des Alltags perfekt.
Der Berlingo schleppt am meisten weg, der Kangoo versprüht den Charme einer Studentenbude, der Rommster macht auf Lifestyle. Dass der Tscheche am besten fährten, lässt ihn nur sympathischer wirken."
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