Limitiert, so oder so: Vom Lamborghini Gallardo Balboni und vom
Porsche 911 Sport Classic gibt es nur je 250 Exemplare, der Ferrari ist bis 2011 ausverkauft.
Wer es tatsächlich schafft, einen Sport Classic ergattern, muss sage und schreibe 201.682 Euro locker machen – der teuerste Elfer aller Zeiten.
Wenn das keine Ehre ist: Der langjährige Lamborghini-Testfahrer und Mitentwickler zahlreicher Modelle der Luxusmarke, Valentino Balboni, ist Namensträger eines limitierten Gallardo-Sondermodells.
Ferraris neuer Traum 458 Italia. Für die Massen wird er auch ein Traum bleiben, denn er kostet so viel wie ein Eigenheim.
Italienische Momente: Im 4000-Seelen-Ort Montese in der Provinz Modena lässt sich das Leben noch ruhig an. Optimal für ein Foto mitten auf der Straße.
Der Balboni-Gallardo ist ein echter Back-to-the-roots-Lambo: Heckantrieb, manuelles Getriebe, härtere Abstimmung. Ein Auto, das den Geist vergangener Zeiten atmet.
Jedes Balboni-Modell trägt die Signatur der Testfahrer-Legende. Die "2" in der Typenbezeichnung steht für die Zahl der Antriebsräder.
Im Heck brüllt ein 5,2-Liter-V10 mit 550 PS. Von 0 auf 100 prescht der Italiener in 3,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 320 km/h.
Zwei, drei vier: Die Anzahl der Endrohre sagt nichts über die Qualität des Sounds aus. Jeder dieser drei äußerst begabten Gänsehauterzeuger spielt seine eigene, unverkennbare und hinreißende Melodie.
Unverspielt: Das schlichte Lamborghini-Cockpit passt zum soliden Charakter des Gallardo. Die Schaltpaddel für das e.Gear dürften etwas länger sein.
Der Innenraum der Sonderedition unterscheidet sich vom Serienmodell. Das schwarz-weiß abgesetzte Ledercockpit vermittelt eine perfekte Mischung aus Sportlichkeit und Eleganz.
Focusiert: Ein zenraler Blick gibt Auskunft über alle wichtigen Informationen.
Optik: Massige, geriffelte Bedienelemente verwöhnen im Lamborghini die Augen.
Kriegsbemalung: Der breite "Rallyestreifen" ist eine Reminiszenz an das Sportwagendesign der 70er- und 80er-Jahre.
Die Bremszangen des Gallardo sind an die Außenfarbe angepasst. Die Leichtmetallräder sind vorne und hinten 19 Zoll groß.
Der vom Allradantrieb befreite, weniger frontlastige und weniger untersteuernde Valentino-Lambo fühlt sich auf engen Bergstraßen sehr wohl.
Ähnlich wie der der
Porsche 911 Sport Classic. Der kommt traditionell mit sechs Töpfen aus, die ganz besonders sexy aus der für diesen Typ extra entwickelten Abgasanlage tönen.
Der Sport Classic trägt das das 4,4 Zentimeter breitere Hinterteil der Allrad-Elfer, bleibt aber beim leichteren Heckantrieb.
Ein Objekt der Begierde für reiche Sammler, die ihr Schätzchen anbeten, wegstellen und ehrfurchtsvoll "SC" (Sport Classic) nennen werden.
Technisch entspricht die Kleinserie dem Carrera S mit optionaler Resonanz-Sauganlage. Klingt schräg, aber dadurch steigt die Leistung des 3,8-Liter-Boxers um 23 auf 408 PS.
Der Porsche-Abgasanlage entweicht der typische Boxer-Sound. Beim "SC" nur noch etwas gewaltiger.
Material-Ästheten kommen auf ihre Kosten. Der Innenraum ist mit Leder in Espressobraun ausgekleidet – eine Farbe, die es sonst nur im Panamera gibt.
Aus Erfahrung gut: Der Schaltknauf des Porsche endet in einer Kugel für optimalen Zugriff. Ohne Aufpreis gibt es eine optionale Schaltwegeverkürzung.
Der Sport Classic trägt Räder im klassischen Fuchs-Design.
Kein Elfer für Privatmuseen betuchter Sammler. So ein Auto muss auf die Straße, besser auf die Rennstrecke.
Feinschmecker sind ein eigenes Völkchen. Sie haben die schlichte Nahrungsaufnahme so weit kultiviert, dass daraus sozusagen ein Ritual wird. Also: Espresso für alle, bitte.
Der sorgt für feuchte Hände und neidische Blicke: Ferrari 458 Italia.
(Sau)Schnell ist er (0-100 in 3,4, Vmax über 325 km/h), gewohnt rassig gezeichnet (von Ferrari-Hausschneider Pininfarina), doch das Fahrerlebnis ist weit beeindruckender als die reinen Papierwerte.
Der Ferrari 458 Italia – die Zahlen stehen für die klassische Ferrari-Nomenklatur: 4,5 Liter Hubraum, acht Zylinder.
Er markiert damit die neue sportliche Speerspitze der Traumwagenschmiede.
Hände und Füße zittern noch, die Ohren klingeln: Diesen Sound bekommt man so schnell nicht mehr aus dem Ohr!
Innovativ: Der 458 Italia kommt völlig ohne Lenkstockhebel aus. Selbst Blinker und die Lichtsteuerung werden über das Volant betätigt.
Die Flunder ist so messerscharf und lustvoll zu fahren, dass die puren Zahlen in den Hintergrund treten.
Ferraris 458 Italia rollt rundum auf 20-Zöllern. Alle Modelle aus Maranello sind zwischenzeitlich serienmäßig mit Keramikbremsen bestückt.
Fazit des Vergleichs: Drei perfekt durchkomponierte, in sich stimmige und atemberaubende Feinkost-Sportler mit unterschiedlichen Geschmacksnuancen: Lamborghini fürs Gemüt, Porsche für den Magen, Ferrari für alle Sinne. Hier finden Sie
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